Matthias Müller

Foto von Matthias Müller
Matthias Müller, Foto: Frank Schemmann

Biographie

Matthias Müller (* 1971 in Zeven) ist ein deutscher Jazzmusiker.

Matthias Müller begann im Alter von zehn Jahren im örtlichen Posaunenchor Posaune zu spielen. Er studierte Jazzposaune an der Folkwang Hochschule in Essen und beschäftigte sich in dieser Zeit erstmals mit völlig frei improvisierter Musik.

Seine 2004 erschienene CD „Bhavan“ wurde von dem Chicagoer Musiker und Journalisten John Corbett produziert. Im gleichen Jahr zog er nach Berlin. Seitdem spielte er mit vielen herausragenden Improvisatoren wie John Edwards, Mark Sanders, George Lewis, Johannes Bauer, Jeb Bishop, Tobias Delius, Olaf Rupp, Sofia Jernberg, Eve Risser, John Butcher, Nate Wooley, Clayton Thomas, Michael Vorfeld, Axel Dörner und vielen anderen.

Er ist Mitglied des „Splitter Orchesters“, dem 21-köpfigen Ensemble der Berliner Echtzeit-Musikszene, und spielte viele Jahre im „Deutsch-Französischen Jazzensemble“ unter der Leitung von Albert Mangelsdorff.

Neben improvisierter Musik tritt Müller auch als Interpret Neuer Musik in Erscheinung und schreibt Musik für Theater und Tanz. Konzertreisen und Festivals führten ihn nach Afrika, Asien, Australien, Nordamerika und in verschiedene europäische Länder. Mit seinen eigenen Projekten hat er mehr als 50 CDs veröffentlicht, u.a. auf seinem eigenen Label MaMüMusic".

Sein Spiel zeichnet sich durch eine außergewöhnliche Bandbreite unkonventioneller und zum Teil selbst entwickelter Spieltechniken aus, die er jedoch stets dem musikalischen Prozess unterordnet.

Matthias Müller wurde von der französischen Zeitschrift „Jazz News/Jazz Magazine“ zu einem der drei besten Posaunisten - international - 2023 gewählt und für den Deutschen Jazzpreis 2024 nominiert.

Ausgewählte Diskographie

  • Trapeze „Level Crossing“ (Circum Disc), 2023
  • Jeb Bishop, Matthias Müller, Matthias Muche „From A to B“ (Jazzwerkstatt), 2022
  • Matthias Müller, Matthias Bauer, Rudi Fischerlehner „Der Dritte Stand“ (Not Applicable Records), 2022
  • Superimpose & John Butcher, Sofia Jernberg, Nate Wooley „Superimpose With“ (3CD-box, Inexhaustible Editions), 2021
  • Cranes „Formation < Deviation“ (Relative Pitch Records), 2021
  • Matthias Müller, Éric Normand, Petr Vrba „Triche!“ (Circum Disc/Tour de Bras), 2020
  • Denley/Marien & Martel/Müller „Dis-Drill“ (MaMü Music), 2020
  • Trigger plus Jérôme Noetinger „Camera Obscura“ (Bocian Records), 2019
  • The Pitch & Splitter Orchester „Frozen Orchestra (Splitter)“ (Mikroton), 2018
  • Jeb Bishop, Matthias Müller, Matthias Muche „Konzert für Hannes“ (Nottwo Records), 2017
  • Matthias Müller „solo trombone“ (MaMü Music), 2017
  • George Lewis & Splitter Orchester „Creative Construction Set“ (Mikroton), 2016
  • Matthias Müller, Matthias Muche “MM squared session” (Creative Sources), 2015
  • Superimpose “Edinburgh” (LP, Wide Ear Records), 2015
  • Foils Quartet “The Jersey Lily” (Creative Sources), 2014
  • The Astronomical Unit “Super Earth” (Gligg Records), 2013
  • Rupp/Müller/Fischerlehner “Tam” (Not Applicable Records), 2013
  • Trigger “The Fire Throws” (Insubordinations), 2012
  • Johannes Bauer, Christof Thewes, Matthias Müller “Posaunenglanzterzett – live im Künstlerhaus” (Gligg Records), 2012
  • Rupp/Müller/Fischerlehner “Tingtingk” (Gligg Records), 2011
  • Frank Paul Schubert, Matthias Müller “Foils” (FMR), 2011
  • The Astronomical Unit “Relativity” (Jazzwerkstatt), 2010
  • Superimpose “Talk Talk” (Leo Records), 2009
  • Matthias Müller, Christian Marien “Superimpose” (Creative Sources), 2007
  • Matthias Müller Bhavan “Bhavan” (Jazzhausmusik), 2004

Links

Matthias Müller Internetseite:
https://matthiasmueller.net/

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