53. Internationale Jazzwoche Burghausen mit gut 7.000 Besuchern ein ganzer Erfolg!

53. Internationale Jazzwoche Burghausen
53. Internationale Jazzwoche Burghausen

Mit den "Next in Jazz"-Konzerten am Sonntag, 17. März, ging die 53. Internationale Jazzwoche Burghausen nach sechs Festivaltagen im Zeichen der guten Musik zu Ende! Rund 7.000 Besucherinnen und Besucher zählte die IG Jazz in diesem Jahr und vor allem die gestiegene Nachfrage nach kompletten Festivalpässen zeigt, dass das reichhaltige und anspruchsvolle Programm bei Musikliebhabern aus nah und fern auf offene Ohren stieß.

Nicht unerwähnt bleiben darf der Wettbewerb, der zum 14. Mal in Burghausen stattfand. Der fünfköpfigen Jury des Burghauser Jazz-Nachwuchspreises - Ralf Dombrowski, Reinhard Köchl, Roland Spiegel, Nils Kugelmann als Vertreter des letztjährigen Gewinner-Ensembles und erstmals die Pianistin Johanna Summer - fiel die Entscheidung am Dienstag, 12. März, nicht leicht. "Die musikalische Bandbreite des Wettbewerbs war beeindruckend - von Rock bis Kammermusik. Ein spannendes Finale und so international wie noch nie. Ein kleines Jubiläum, der 15. Wettbewerb im Jahr 2025, könnte kommen! - so Jury-Mitglied Ralf Dombrowski.

Der mit 5.000 Euro dotierte erste Preis ging schließlich an den italienischen Pianisten Simone Locarni, der sich als Solist der Herausforderung stellte. Der zweite Preis in Höhe von 3.000 Euro ging an das polnische Horntet-Quintett und der dritte Preis in Höhe von 2.000 Euro an das norwegische Bliss-Quintett. Erstmals erhielten auch die viert- und fünftplatzierten Ensembles, das Loek van den Berg Quintett aus den Niederlanden und die Tamás Jurisits Group aus Ungarn, Geldpreise. Als herausragender Solist wurde der Schlagzeuger Rino Sivathas vom Bliss Quartett geehrt.

Ob Soloauftritte wie die des jungen Preisträgers Simone Locarni oder große Formationen wie das Orjazztra des Österreichers Christian Muthspiel, ob leisere Töne wie die A-cappella-Gruppe Of Cabbages And Kings oder die musikalische Tour de Force der Big Band Monika Roscher - das Publikum zeigte sich offen und neugierig.

Sehr beeindruckend war das Konzert von Ron Carter, der uns auf wunderbar kreative und bewusste Weise durch die Jazzgeschichte führte, quer durch den Kanon der Kompositions-, Instrumentations- und Interpretationskunst, die Vergangenheit würdigend und gleichzeitig die modernen Elemente der Improvisation mit großer Präzision betonend.

Laura Jurd und ihre Band, bestehend aus jungen Stars der aktuellen Londoner Szene, begeisterten mit emanzipierter, vielfarbiger Musik voller freier, subtiler Improvisationen. Am letzten Tag des Festivals verzauberte uns Emma Rawicz mit ihrer Musik und einer Band, die sich aus bekannten Größen der britischen Jazzszene zusammensetzt.

Als erfolgreich erwies sich auch der neue Veranstaltungsort JUZ, der ein junges Publikum anspricht und einen Kontrapunkt zu den etablierten Konzertorten Wackerhalle und Stadtsaal setzt: "Wir wollten jungen Leuten den Jazz schmackhaft machen, jetzt kommen die Mittvierziger ins JUZ. Wir wollen offen sein für Entwicklungen, so wie unsere Musik offen ist", sagt Andreas Bentlage von der IG Jazz.

Für alle, die nicht dabei sein konnten oder ihr Lieblingskonzert noch einmal erleben möchten, bietet BR Klassik in der ARD Mediathek unter br-klassik/concert für mindestens 30 Tage Videostreams aus der Wackerhalle an. Danach werden alle Konzertvideos in Bild und Ton nachbearbeitet und am 30. April (Internationaler Tag des Jazz) als Konzertfilme in der ARD Mediathek veröffentlicht und in einer 45-minütigen Fassung im BR Fernsehen und/oder auf ARD alpha zeitversetzt ausgestrahlt.

Auch im Radio ist die 53. Internationalen Jazzwoche Burghausen noch einmal zu erleben:

07. April 2024, 0.03 bis 2 Uhr: radioJazznacht auf Bayern 2, Highlights
19. April 2024, 23.05 bis 0 Uhr: Jazztime auf BR-KLASSIK, Laura Jurd
26. April 2024, 23.05 bis 0 Uhr: Jazztime auf BR-KLASSIK, Of Cabbages and Kings

Weitere Radiotermine wird es im Laufe des Jahres auf BR-KLASSIK und auf Bayern 2 geben.

Text: jazz-fun.de
Fotos: Jacek Brun

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