Amina Claudine Myers - Solace of the Mind

Amina Claudine Myers - Solace of the Mind - Album cover
Amina Claudine Myers - Solace of the Mind

Amina Claudine Myers
Solace of the Mind

Erscheinungstermin: 20.06.2025
Label: Red Hook Records, 2025

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jazz-fun`s recap:

Dieses Album ist wie ein großer Film: Es beeindruckt beim ersten Hören – und entfaltet danach Schicht um Schicht seine ganze Tiefe. Solace of the Mind ist weit mehr als nur ein weiteres großartiges Werk im Œuvre von Amina Claudine Myers – es ist ein herausragendes Album, das unter die Haut geht. Die Künstlerin zeigt sich hier auf dem Höhepunkt ihrer musikalischen Ausdruckskraft. Ohne jeglichen Effekt oder künstliche Dramatik erzeugt sie einen intensiven, meditativen Klangraum, der zum Innehalten inmitten des Alltags einlädt. Das noble Klangbild, die Tiefe der bluesgetränkten Harmonien und die Fülle an fein gearbeiteten Details zeugen von außergewöhnlicher Musikalität und künstlerischer Reife. Solace of the Mind ist ein ernstes, aufrichtiges Werk voller Würde und innerer Stärke – eine berührende, majestätische Musik, die lange nachhallt. Ein stiller Sturm. Ein Meisterwerk. (Jacek Brun, 22.06.2025)

Besetzung

Amina Claudine Myers: piano, Hammond B3

Ein stiller Sturm – Amina Claudine Myers und die tief bewegende Kraft von „Solace of the Mind“

Wir präsentieren Solace of the Mind, das tiefgründige und lyrische Soloalbum der Pianistin, Organistin und Sängerin Amina Claudine Myers, die kürzlich zum NEA Jazz Master ernannt wurde. Diese außergewöhnliche Aufnahme ist die Fortsetzung ihres von der Kritik gefeierten Duos mit Wadada Leo Smith, „Central Park's Mosaic of Reservoir, Lake, Paths and Gardens”. Das Album zeugt von der kompromisslosen Vision einer erfahrenen Musikerin, die einen außergewöhnlichen Weg von ihren Anfängen in Kirchenchören in Arkansas bis an die Spitze der Musikszene zurückgelegt hat.

In ihrer über sechs Jahrzehnte währenden musikalischen Karriere hat Myers immer wieder konventionelle Grenzen überschritten und dabei aus ihren reichen Wurzeln in der baptistischen und methodistischen Kirchenmusik, dem Gospel und dem Rhythm and Blues geschöpft. „Solace of the Mind” ist eine zutiefst persönliche Erkundung ihrer musikalischen Entwicklung. Myers schafft dabei am Klavier, an der Hammond B3-Orgel und mit ihrer Stimme ein ausdrucksstarkes Dokument zwischen Tradition und Moderne. Produziert von Sun Chung, dem Gründer von Red Hook Records und ehemaligen ECM-Produzenten, ist diese Aufnahme ein Meisterwerk klanglicher Präzision, das jede musikalische Nuance mit außergewöhnlicher Genauigkeit wiedergibt. Die atemberaubende Klarheit der Aufnahme verstärkt nicht nur die fesselnden Feinheiten von Myers' Interpretation, sondern schafft auch eine eindringliche Klangbühne, die die zentrale Intimität der Musik in den Mittelpunkt rückt.

Das Album erweist sich als Meditation über musikalische Erinnerungen, in der Myers Kompositionen wie „African Blues”, „Song for Mother E”, „Cairo” und „Steal Away” wieder aufgreift – Stücke, die sie bereits gespielt hat, die sie nun jedoch mit der nuancierten Perspektive einer lebenslangen musikalischen Innovation neu interpretiert. „Ich wollte sie diesmal anders spielen”, sagt Myers. ‚Steal Away‘ habe ich als Kind gehasst, weil es so langsam und traurig war, so wie die alten Leute es sangen. Aber jetzt ist es eines meiner Lieblingslieder.“

Myers' meditative Darbietungen destillieren diese Songs auf ihre Essenz und präsentieren sie mit einer nüchternen, ungeschminkten Klarheit, die die raue Schönheit ihres Könnens offenbart. Ihr bewusst gewähltes Tempo und ihre nuancierten räumlichen Arrangements schaffen ein intimes Hörerlebnis, das die Zuhörer:innen tief in die eigentliche Kraft der Musik hineinzieht.

Der renommierte Jazzjournalist Howard Mandel, der die Liner Notes beigesteuert hat, fasst die Essenz von Myers’ Ansatz treffend zusammen: „Sie verlässt sich auf feines Gespür, innere Ruhe und reines Gefühl, um die Seele – ihre und unsere – mit reiner pianistischer Melodie zu beruhigen. Das Album biete ‚Atempausen ohne Rhetorik oder Glauben, der sich auf etwas anderes als den Klang selbst beruft‘, wobei Myers ‚die Geduld und die Unterscheidungskraft beweist, ihre Akkorde erklingen zu lassen, deren Obertöne nachhallen‘.“

Text: Red Hook Records

Titelliste

  1. African Blues
  2. Song for Mother E
  3. Sensuous
  4. Steal Away
  5. Ode to my Ancestors
  6. Voices
  7. Hymn for John Lee Hooker
  8. Twilight
  9. Cairo
  10. Beneath the Sun

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