Andy Watts - The Way Back From Here

Andy Watts - The Way Back From Here
Andy Watts - The Way Back From Here

Andy Watts
The Way Back From Here

Erscheinungstermin: 23.02.2024
Label: Self released, 2023

Andy Watts - The Way Back From Here - bei bandcamp kaufen

jazz-fun`s recap:

Musik, die offen und tief durchdacht ist. Andy Watts ist es gelungen, sich von den Klischees zu lösen, in denen Jazzinterpretationen oft stecken bleiben. Wer seinen komplex konstruierten Stücken lauscht, erliegt dem Zauber der Phrasen seiner Musik, die geschmeidig, logisch entwickelt und entgegen allem Anschein voller Melancholie ist.

Andy Watts - Cornet, Effects, Bass, Production
Filippo Galli - Drums
Joe Edwards - Guitar (Track 1)
Richie Sweet - Percussion (Track 3)

Nach mehr als 15 Jahren auf der Bühne und auf Tournee mit dem international renommierten London Afrobeat Collective veröffentlicht der gefeierte neuseeländische Trompeter Andy Watts sein eigenes Album "The Way Back From Here".

In einem Versuch, die durch die Pandemie erzwungene Zeit zu Hause positiv zu gestalten, nutzte Watts die Gelegenheit, sich von der schnelllebigen modernen Musikindustrie zurückzuziehen, um neue Ansätze für sein Instrument zu erforschen.

Watts spielte ein einzigartiges langes Modell eines Kornetts (entworfen und gebaut von Leigh McKinney von Eclipse Trumpets) und experimentierte mit Effektpedalen. Er griff auf seine übliche Übungsroutine zurück, über einen Bordun zu improvisieren, und baute eine Sammlung von Kornettklängen mit Effekten auf, die als kompositorische Bausteine dienen sollten.

"Ich war schon immer fasziniert von Komponisten des 20. Jahrhunderts wie Steve Reich und John Cage und der Art und Weise, wie sie aus auf den ersten Blick unbedeutenden Elementen kraftvolle Kompositionen entwickelt haben. Bei diesem Album habe ich versucht, eine ähnliche Herangehensweise zu wählen, indem ich mit Samples einer digitalen Tanpura (einem indischen Bordun-Instrument) begann, dann kleine thematische Blöcke aufbaute und sie zu etwas viel Größerem entwickelte".

Watts bewegt sich fließend zwischen Groove, Improvisation und moderner Produktion und hat sich die Talente seiner Kollegen Filippo Galli (Schlagzeug), Joe Edwards (Gitarre) und Ritchie Sweet (Perkussion) zunutze gemacht, um seine dichten Klanglandschaften und lyrischen Cornett-Linien in ein energiegeladenes und vielschichtiges Album zu verwandeln. Feurige Gitarrensoli, vom Afrobeat inspirierte Schlagzeuggrooves, von Bebop, Blues und zeitgenössischem Jazz geprägte Melodien und reichhaltige, elektronisch manipulierte Texturen verbinden sich zu der entschlossenen Suche eines Künstlers, der sich wieder in sein Handwerk verliebt.

Die sechs Tracks des Albums sind fast programmatisch und begleiten den Hörer auf seiner Reise durch Watts' Gefühle von Unsicherheit, Frustration, Akzeptanz, Meditation und schließlich Triumph.

Text: Jazzfuel

  1. A Strange Beginning
  2. An Unsure Thing
  3. The Way Back From Here
  4. Out Of Season
  5. Exit Strategy
  6. Working As Intended

Einen Kommentar schreiben

Bitte addieren Sie 9 und 1.