Bajofondo - Presente

Bajofondo - Presente

Bajofondo
Presente

Erscheinungstermin: 29.03.2013
Label: Sony

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Die Latin-Grammy-Gewinner Bajofondo veröffentlichen bei Sony Music ihr neues Album Presente. Der Titel des Albums bezieht sich auf den augenblicklichen Stil der Band: eine spannende Mischung aus Tango, Milonga, Folklore, Rock, Hip-Hop, Electronica, Jazz, Klassik und der Klangwelt des Río de la Plata, dem Fluss, der Argentinien und Uruguay sowohl trennt als auch verbindet. Presente ist eine epische Tour de Force, bei der 21 energiegeladene Tracks nahtlos eine Vielzahl traditionell unvereinbarer Genres verbinden.
„Nachdem wir beinahe überall auf der Welt aufgetreten sind, könnten wir uns nun kein besseres Zuhause als Sony Music vorstellen, um ein Album herauszubringen, das vermittelt, wie wir als Live-Band klingen“, so Gustavo Santaolalla, Bajofondos preisgekrönter Gründer und Produzent (ihm wurden ein Golden Globe, zwei Oscars, zwei Grammys und 12 Latin Grammys verliehen). „Die Musik vom Río de la Plata hat einen eindeutigen Akzent, aber sie funktioniert weltweit. Wir hätten uns nicht in bessere Hände begeben können.“

Bajofondo legten von Anfang an erfolgreich los – ihr Debütalbum Bajofondo Tango Club gewann 2003 einen Latin Grammy als „Bestes Instrumentalpopalbum“. Dann wuchs die Gruppe mit Adrián Sosa zu einer vollständigen Band zusammen (er ist der Schlagzeuger, der BAJOFONDOS Rhythmen ihren organischen Klang und Antrieb verleiht), und als Nächstes erschien 2007 Mar Dulce, auf dem Gaststars wie Elvis Costello, Julieta Venegas und Nelly Furtado mitwirkten.
Im Gegensatz zu den bisherigen Alben, die von Anfang an explosive Tanzhits zündeten, beginnt dieses Album mit einem ruhigen, streicherbasierten Stück; es handelt sich um den geheimnisvollen Beginn einer brandneuen Reise durch die Welt von Bajofondo, die energiegeladene Live-Shows und ausgeklügelte Studioexperimente umfasst. Das aus Santaolalla und dem Gitarristen Juan Campodónico bestehende Produktionsteam hat wieder einmal die verbindenden Elemente und individuellen Eigenheiten der Musik auf beiden Seiten des Flusses eingefangen, doch diesmal mit einem eindeutig internationalen Ansatz, der Presente zu BAJOFONDOS bislang ambitioniertesten Album macht.
Der Titel der Singleauskopplung „Pide Piso“ bezieht sich auf einen Slangausdruck vom Río de la Plata für eine unangenehme Person, die quasi „nach dem Boden fragt“ (also danach, zu Boden geschlagen zu werden), doch der Titel könnte sich auch darauf beziehen, den Tanzboden unsicher zu machen. In diesem Song finden sich alle Bajofondo-Zutaten: der Beat, die organische Mischung aus modernen elektronischen Klängen und alten Tangoinstrumenten wie Bandoneon und Geige, das Milonga-Klavier und die Doppelsinnigkeit, die man den gesamten Album anmerkt (ein weiteres Beispiel dafür ist das starke „Código de barra“, das auf das dazu im Kontrast stehende sanfte Intro folgt und dem Hörer mit voller Wucht um die Ohren fliegt; der Titel bezieht sich sowohl auf einen einfachen Barcode als auch auf figürliche Redensarten, die nur Tango-Bar-Stammgäste oder Gruppen von Freunden verstehen).
„Olvidate“ („Vergiss es“) demonstriert Bajofondos einzigartige Fähigkeit, Kultiviertheit mit profaneren Popkultur-Elementen zu verbinden. Es beginnt mit einem pulsierenden Beat, bei dem Disco auf Bandoneon trifft, und dann setzt völlig unerwartet ein Refrain ein, der direkt aus einem argentinischen Fußballstadion stammt. Es wird augenzwinkernd geprotzt, dass „sogar die Toten“ zu Bajofondo tanzen würden, ein angeberischer Ton, der sowohl aus der Welt des Hip-Hop als auch aus der des Tango stammt.
Mehr als bei irgendeinem anderen Album übernehmen hier Bajofondos eigene Mitglieder wichtige Gesangspartien. Santaolalla singt eine leidenschaftliche Version von „Pena en mi corazón“ („Kummer in meinem Herzen“); Campodónico (der gerade 2012 erst einen Latin Grammy als Produzent der uruguayischen Rockband El Cuarteto de Nos gewann) ist Hauptsänger bei „Lluvia“, und Sosa debütiert als Sänger mit „Cuesta arriba“ und wird dabei von einer fantastischen Bandoneon-Melodie untermalt.
„Oigo Voces“, Bajofondos erstes A-capella-Stück, ist von der legendären argentinischen Neo-Tango-Gesangsgruppe Buenos Aires 8 inspiriert, die wiederum von den französischen viermaligen Grammy-Gewinnern The Swingle Singers angeregt wurden. Doch Santaolalla, der alle Gesangsstimmen selbst einsang und dabei immer die Beatles und Brian Wilson als große Inspirationsquelle vor Augen hatte, verlieh diesem Stil einen völlig neuen Touch und verwandelte den Song in einen „Fab-Four-treffen-auf-Beach-Boys“-Hybriden in der Art von Astor Piazolla, dem Mann, der den Tango revolutionierte.
Nach Hunderten von Auftritten überall auf der Welt haben Bajofondo sich zu einer Live-Musik-Maschine entwickelt. Es ist eine Band, die aus individuell erfolgreichen, etablierten Künstlern besteht. Außer den oben genannten Musikern gehören zu Bajofondo weiterhin:
Martín Ferrés (der deutliche Beweis dafür, dass es noch junge Argentinier gibt, die sich dem komplexen Bandoneon widmen), Verónica Loza (die für die Film- und Videoprojektionen zuständig ist, welche eine Schlüsselkomponente der Live-Auftritte von Bajofondo darstellen) und Gabriel Casacuberta (ein vielseitiger Bassist, der von Hip-Hop bis zu traditionell uruguayischer Volksmusik alles gespielt hat). Javier Casalla lieferte immer schon einen bedeutenden Beitrag zur Magie von BAJOFONDO und auf Presente wird sein außergewöhnliches Violinspiel von einer fantastischen Streichergruppe begleitet, deren Stimmen vom berühmten argentinischen Musiker Alejandro Terán arrangiert und dirigiert wurden.
Mit elf Geigen, vier Bratschen, drei Celli und drei Kontrabässen ist Presente das streicherbasierteste Album in der Geschichte von Bajofondo. „Dieses Mal haben wir wirklich an den Orchesterstimmen gefeilt“, sagt Santaolalla. „Wir haben bei Mar Dulce (2007) etwas Ähnliches gemacht, doch Presente ist ein viel größeres Projekt und wir haben für dieses Album mehr Zeit in diesen Bereich investiert. Wir sind begeistert vom Ergebnis.“ Einige Tracks des Albums enthalten auch Blech- und Holzbläser, Harfe und Percussion. Heute haben Bajofondo längst die „Elektrotango“-Schublade verlassen und sich zu einer der vielseitigsten Bands überhaupt entwickelt. Mit ihrer Energie und ihrer Rock-and-Roll-Einstellung zwingen sie geradezu zum Tanzen.
“Ich denke, die passendste Beschreibung wäre wohl: Bajofondo machen Bajofondo-Musik“, so Santaolalla. „Presente ist eine Reise, die einen von den magischsten Situationen zu den epischsten Großstadtmomenten führt.“

  1. Intro
  2. Centenario
  3. Mi Montevideo
  4. A Evaristo Carriego
  5. Por donde andara
  6. Nocturno
  7. Pena en mi corazon
  8. Caminante
  9. La trufa y el sifon
  10. Sabelo
  11. Pasos por la noche
  12. Piazzoleses amb
  13. Oigo voces
  14. Cuesta arriba
  15. Rendezvous
  16. Lluvia
  17. Noviembre
  18. Circular
  19. A repechaje
  20. Azabache
  21. Asi es (Propergol)
  22. Feliz Domingo
  23. Outro

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