Benjamin Schmid & Andreas Martin Hofmeir - Stradihumpa

Benjamin Schmid & Andreas Martin Hofmeir - Stradihumpa

Benjamin Schmid & Andreas Martin Hofmeir
Stradihumpa

Erscheinungstermin: 23.03.2018
Label: Act, 2017

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Benjamin Schmid - violin
Andreas Martin Hofmeir - tuba

Welcher Tubist träumt nicht davon: Ein Duo mit einer schönen Geigerin! Ein intimes Verschmelzen in ätherischen Klängen, versüßt durch optische Betörung im langen schwarz glänzenden Kleid… Nun ja, Träume sind nun mal Schäume und die Schaumkrone der Begeisterung ist dann doch eine rein männliche Angelegenheit: Das weltweit einzigartige Duo von Tuba und Violine, bestehend aus zwei der schillerndsten Vertreter ihrer Zünfte: Andreas Martin Hofmeir und Benjamin Schmid.

So unterschiedlich die Instrumente, so ähnlich doch die beiden Lebensläufe von Schmid und Hofmeir: Beide sind ECHO Klassik Preisträger und Professoren am renommierten Salzburger Mozarteum, beide in Klassik wie Jazz zuhause.

Benjamin Schmid ist ein „Könner in der Liga der führenden Geiger seiner Generation“ (Der Standard, AT). Der aus Wien stammende Österreicher gastiert auf den wichtigsten Bühnen der Welt mit namhaften Orchestern wie den Wiener Philharmonikern, Philharmonia Orchestra London, Petersburger Philharmoniker, Concertgebouw Orchester Amsterdam oder dem Tonhalle Orchester Zürich. Ohne Zweifel kann man Schmid als kompletten Geiger bezeichnen: Seine solistische Qualität, die außerordentliche Bandbreite seines Repertoires – neben den üblichen Werken etwa auch die Violinkonzerte von Hartmann, Gulda, Korngold, Muthspiel, Szymanowski, Weill, Lutoslawski oder Reger - und insbesondere auch seine improvisatorischen Fähigkeiten im Jazz machen ihn zu einem Geiger mit unvergleichlichem Profil.

Die musikalische Neugier des Tubisten Andreas Martin Hofmeir ist schier unbegrenzt. Der Grenzgänger zwischen verschiedenen Genres zählt zu den besten und vielseitigsten Instrumentalisten der Gegenwart. Als Solist konzertierte er u.a. mit den Münchner Philharmonikern, dem SWR Rundfunkorchester Kaiserslautern, dem Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin, dem Konzerthausorchester Berlin und der NDR Radiophilharmonie. Er war Gründungsmitglied und Tubist der bayerischen Kult-Band LaBrassBanda und er steht neben seiner Tätigkeit als klassischer Musiker auch als gefeierter (Musik-)Kabarettist auf der Bühne.

Neben bekannten „Klassikern“ in neuem Gewande wie der „Passacaglia“ von Halvorsen über ein Thema von Händel oder der „Etudes Caprices“ von Wieniawski sowie dem halsbrecherischen „Le Ronde des Lutins“ von Bazzini stehen vier Originalkompositionen im Mittelpunkt von „Stradihumpa“:

Hofmeirs Haus- und Hofkomponist Jörg Duda steuerte ein ausgesprochen klassisches und virtuoses „Duetto“ bei, während in Christof Dienz’ „Concertino vom Lande“ österreichische Morbidität federführend ist: Dem stotternden ersten Satz („Der wankende Traktorfahrer“) folgt die kunstvoll auskomponierte abendliche Langeweile („Am Abend dann“), die schlussendlich nur durch den gemeinsamen Fernsehgenuss gebrochen werden kann: „Beim Fernsehen“ zitiert zwischen der stilisierten Zapp-Unruhe mehrere Sendungs- und Werbethemen aus der österreichischen Fernsehlandschaft, wie z.B. Sport aktuell, McDonalds, Hornbach oder die Tagesschau.

„1+1=3: The Abstraction Of Beauty“ ist das Werk des jungen und vielversprechenden Komponisten Florian Willeitner, der bei Benjamin Schmid in Salzburg Geige studiert und ihm auch schon ein überaus hörenswertes Violinkonzert gewidmet hat. Ausgehend von einem hymnenhaften Choral entfaltet sich ein fast symphonisches Werk, das, von Jazz, HipHop bis hin zu Prokofjew und John Williams inspiriert, alle technischen und klanglichen Extreme der Instrumente auslotet. Musikalischer Höhepunkt ist dabei das akustische Übergeben des Tubisten in sein Instrument, lethargisch begleitet von einer resignierenden Geige.

Die „Unterkagner Ländler“ stammen von Jan Koetsier, ehemals Dirigent des Symphonieorchesters des Bayerischen Rundfunks. Von den insgesamt neun Weisen haben Schmid und Hofmeir die zwei schönsten ausgewählt.

Drei Jazzstücke runden das Album ab: Als „Beinahe-Originalkompositionen“ dürfen die beiden Werke „Miniature“ und „Schnabulescu Bandini“ des österreichischen Tausendsassas Georg Breinschmid bezeichnet werden, wurden sie doch ursprünglich für Geige und Kontrabass geschrieben. Gänzlich vertauschte Rollen findet man dann bei João Boscos „Latin Lover“, denn hier übernimmt die Geige die harmonische Begleitung der Tuba, um schließlich selbst in einer Soloimprovisation zu glänzen.

  1. Miniature
  2. Duetto op. 5/5 (Andante con moto)
  3. Duetto op. 5/5 (Allegro capriccioso)
  4. 1+1=3: The abstraction of beauty
  5. Schnabulescu bandini
  6. Etude in g-moll, op. 18
  7. Concertino vom Lande (Der wankende Traktorfahrer)
  8. Concertino vom Lande (Am Abend dann)
  9. Concertino vom Lande (Beim Fernsehen)
  10. Passacaglia
  11. Unterkagner Ländler No. 4
  12. Unterkagner Ländler No. 5
  13. Latin lover
  14. La ronde des lutins

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