BLUEBLUT - Garden Of Robotic Unkraut

BLUEBLUT - Garden Of Robotic Unkraut

BLUEBLUT
Garden Of Robotic Unkraut

Erscheinungstermin: 28.10.2022
Label: Janka.Industries, 2022

BLUEBLUT - Garden Of Robotic Unkraut - bei bandcamp kaufen

Chris Janka - guitar, Robots Creator
Mark Holub - drums
Pamelia Stickney - Theremin
Nicola Hein - guitar, AI-programmer
THe Totally Mechanized MIDI Orchestra

Blueblut, das weltweit beliebteste Theremin, Gitarre und Schlagzeug Trio ist zurück mit ihrem bisher ambitioniertesten Projekt: Als Nachfolger ihres zum „Preis der deutschen Schallplattenkritik“ gekürten „Critic’s Choice“ Albums „Andenborstengürteltier“ erweitert das Trio seine Reihen sowohl um Roboter- als auch um menschliche Mitglieder und beschreitet musikalisch neue Wege: Als Blueblut Gitarrist Chris Janka anfing sein „Totally Mechanized MIDI Orchestra“ (www.midiorchestra.net) zu kreieren war klar dass das Trio mit den Robotern zusammenzuarbeiten will, aber wie? So begann die Herausforderung für das Trio mit dem Orchester als eine Art „Begleitband“ zu arbeiten. Vorprogrammierte Tracks wurden erstellt die das Trio dann sowohl mit komponiertem als auch mit improvisiertem Material spielen konnte. Blueblut hat diese Musik erstmals live während des ersten COVID-Sommers in Wien uraufgeführt.

Mit der Zeit verfeinerte sich die Zusammenarbeit des Trios mit den im MIDI-Orchestra musizierenden Robotern. Das Resultat bildet die ersten 6 Tracks (erste LP) dieses Albums. 2021 entwickelten Sie dieses Projekt weiter und luden KI-Meister und Gitarren-Supremo Nicola Hein ein an dem Projekt mitzuarbeiten. (www.nicolahein.com). Nicola hatte eine Software entwickelt die es Robotern ermöglicht mit Live-Musikern zu improvisieren, und er konnte diese Software an Jankas mechanisches Orchester anpassen. 2021 wurde die Band, gefördert durch den SKE Fonds, in das Wiener „Radiokulturhaus“ des österreichischen Rundfunks (ORF) eingeladen um beide Ansätze der Orchesterarbeit aufzunehmen.

Die Session war im Wesentlichen in zwei Teile aufgeteilt: ein Tag um mit dem Orchester und Nicola Hein Improvisationen einzuspielen, und ein Tag um die Kompositionen aufzunehmen . Was Sie auf den Tracks 7-11 (zweite LP) hören sind die Improvisationen zusammen mit Nicola Hein und dem KI gesteuertem MIDI-Orchestra.

Bleibt die Frage: Können Roboter eigentlich improvisieren?

Nun, offensichtlich! Aber es ist etwas anderes als eine Mensch-zu-Mensch-Beziehung. Die Band musste erst den Maschinen zuhören da sie den Robotern keine Fragen stellen konnten. Also lernten sie zuzuhören und zu antworten. Die daraus resultierenden Improvisationen haben diesen unverwechselbaren Blueblut-Mix aus Groove, Soundscapes und Noise, das Orchester bewegt die Band aber auch in neue Richtungen. Die Session wurde von der preisgekrönten deutschen Filmemacherin Angela Christlieb (www.angelachristlieb.com) filmisch dokumentiert. Dieser Film tourt derzeit auf Filmfestivals und ist hier in einer Kurzfassung (https://www.youtube.com/watch?v=o6rM7uShty8&t=39s) zu sehen.

Dieses Projekt bringt die Band und ihre Roboterfreunde in ungeahnte Gefilde und 2022/23 werden sie sowohl mit als auch ohne das MIDI-Orchester auf Tour sein.

Über Blueblut:
Aus Wiens Underground Musikszene hervorgegangen, gilt Blueblut als eine ihrer faszinierendsten Combos. Das Trio, gegründet von drei musikalischen Powerhouses, die in ihren jeweiligen Sphären Jazz, Elektronik und AvantRock wohlbekannt sind hat die Intensität des Rock, die Weite und Offenheit der Elektronik und die messerscharfe Präzision und wilde Improvisation des Jazz.

In der nun zehnjährigen Geschichte von Blueblut haben sie auf ihren unermüdlichen Tourneen das Publikum in ganz Europa, Japan und Südamerika begeistert und wurden vom Geschmacksmacher-Blog Louder Than War und Picking als „… der effektivste Weckruf, den Sie jemals erleben konnten“ beschrieben. Lob gab es auch über den großen Teich hinweg, als die Brooklyn Rail (USA) erklärte: „Die meisten dieser Melodien wirken wie hochgradig abstrahierte, gut ausgeführte Coverversionen von Popsongs, die es nie gab.“ Außerdem erhielt das Album „Andenborstengürteltier“ 2020 den „Critic’s Choice“ Preis der Deutschen Schallplattenkritik.

Diese Platte ist die erste Veröffentlichung von Janka.Industries. In diesem Studio wird höchste Audiophilität gepflegt: Daher werden die Vinyl Platten immer von hochaufgelösten DXD Audiofiles geschnitten um die analoge Arbeitsweise möglichst bis zum Rezipienten-Ohr zu konservieren. Dieses Studio/ Workshop/ Probe/ Kunstraum, betrieben von Chris Janka befindet sich im 7. Wiener Bezirk und wurde in Angela Christliebs Film „Under the Underground“ dokumentiert . Im Guardian ist dieser Ort beschrieben als ein Ort in dem „Magie im Chaos liegt, wenn ein stetiger Strom von Künstlern und Musikern in diese jenseitige Oase kommt, um aufzunehmen oder sich einfach in seiner kollaborativen Atmosphäre zu sonnen“. Das Label wird in Zukunft einige dieser Künstler veröffentlichen.

Text: Janka.Industries

jazz-fun.de meint:
Einst war die Natur eine geheimnisvolle, ungezähmte Kraft, der man entweder direkt, physisch oder metaphorisch entgegentreten musste, um unsere eigene menschliche, intime Welt zu schaffen, die wir Fortschritt und Kultur nennen. BLUEBLUT gehen noch einen Schritt weiter, indem sie den von Menschen geschaffenen Maschinen Raum geben. Eine äußerst faszinierende Idee und ein noch interessanteres Ergebnis. Es gibt nur das Dilemma zwischen unserem Bewusstsein, das zuweilen unberechenbar ist, und der programmierten, vorhersehbaren Stimme der Maschine. Das muss man sich einfach anhören!

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