Caroll Vanwelden - Sings Shakespeare Sonnets 2

Caroll Vanwelden - Sings Shakespeare Sonnets 2

Caroll Vanwelden
Sings Shakespeare Sonnets 2

Erscheinungstermin: 24.10.2014
Label: Jazznarts, 2014

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Caroll Vanwelden - piano, voice, sansula, concertina
Thomas Siffling - trumpet, flughelhorn
Mini Schulz - double bass
Rodrigo Villalon - drums, percussion

Vorhang auf und Bühne frei für Shakespeare Reloaded! Vor zwei Jahren katapultierte sich die Belgierin Caroll Vanwelden hierzulande geradezu schlagartig ins Rampenlicht und wurde gleichsam hymnisch als Entdeckung gefeiert. „Als Sängerin, als Pianistin, und besonders als Komponistin weist sie eigene und auch neue Wege auf“, begeisterte sich Mauretta Heinzel - mann, die der Wahl-Heidelbergerin zudem bescheinigte „Shakespeares Rhythmen kongenial umzusetzen, mit minimalistischen Wiederholungen und zuweilen auch mit komplizierten Taktwechseln“ – und kürte die 2012 veröffentlichte CD im Norddeutschen Rundfunk zum „Album der Woche“. Nicht minder beeindruckt zeigte sich Thomas Hintze in Stereo, der in Caroll Vanwelden Sings Shakespeare Sonnets (JAZZNARTS RECORDS) ein Projekt sah, „welches das Zeug hat, zur CD des Jahres gewählt zu werden“ – und gleich das Prädikat „CD und Audiophiles Highlight des Monats“ mitverlieh. Wenig verwunderlich also, dass das Kapitel zwischen Shakespeare und Vanwelden noch längst nicht abgeschlossen ist. Mit Caroll Vanwelden Sings Shakespeare Sonnets 2 (JAZZNARTS RECORDS) stellt die Absolventin der Londoner Guildhall School of Music & Drama einmal mehr gefühlvoll und lebendig ihren „offenbar unerschöpflichen Einfallsreich tum“ (NDR) unter Beweis – gemeinsam mit ihren bewährt-kongenialen Begleitern: Thomas Sifflings elegante Melodien auf Trompete und Flügel horn umgarnen ihren ausdrucksstarken Gesang, während Mini Schulz seinen Kontrabass mal mit dem Bogen streicht, mal lässig-groovend zupft. Für die Ak zen tuierung der flexiblen Rhythmen ist neuerdings Rodrigo Villalon zuständig, der neben Schlagzeug auch unterschiedliche Perkussion nutzt und dadurch ebenfalls zum Klang reich tum der Band beiträgt. Keine Frage: Shakespeare würde dieses musikalische Feuer - werk zu seinem 450. Ge burts tag sicher lich gefallen.

„Die Gedichte entführen dich in eine unendliche Welt, in der du bei jedem Lesen etwas Neues entdeckst“, schwärmt die Belgierin Caroll Vanwelden von der Kunst des 1664 geborenen Dichterfürsten William Shakespeare. Und präsentiert zwei Jahre nach ihrem von Publikum und Presse gleichermaßen gefeierten JAZZNARTS RECORDS-Debüt Caroll Vanwelden sings Shakespeare Sonnets rechtzeitig zum 450. Jubiläums jahr das Nachfolgealbum – sechzehn weitere Sonette, die nicht nur als gelungene Fortsetzung überzeugen, sondern auch als musikalische Weiterentwicklung überraschen. „Mein Ziel ist, die Hörer auf eine Reise mitzunehmen und dabei die Emo - tionen, die Shakespeare in seine Sonette gesteckt hat, mit meiner Musik zu vermitteln“, erklärt die gleichermaßen sympathische wie charismatische Wahl-Heidelbergerin. Na tür lich empfindet sie es als Heraus forderung, die klassische Lyrik in zeitgemäße Klänge zu kleiden. „Allein schon, weil es so lange dauert rauszufinden, wie man das alte Englisch richtig ausspricht und singt.“

Caroll Vanwelden gelingt das so überzeugend, dass sie mittlerweile zu einer der herausragenden Shakespeare-Inter pre - tinnen gehört, die ihre Kunst und ihr Können auf zahlreichen europäischen Shakespeare-Festivals unter Beweis stellt. Rauschen den Beifall erhält sie aber nicht nur auf den Live - bühnen, sondern auch von schreibenden und sendenden Presse ver tretern, die bereits bei ihrem Shakespeare-Debüt zu einem vielstimmigen Kritikerkanon ansetzten: „eine wunderschöne europäische Jazzplatte“ (Crescendo); „ein packendes Erlebnis mit erstaunlichen Wandlungen“ (Financial Times); „voll berührend-sinnlicher Schönheit“ (Jazz Podium); „eine Entdeckung“ (Norddeutscher Rundfunk); „ein ausgewogenes Verhältnis von Eloquenz und Emotionalität“ (Westdeutscher Rundfunk).

Jetzt also Shakespeare Reloaded in einer weiteren Version von Caroll Vanwelden: Ein Satz im Booklet des neuen Albums Caroll Vanwelden sings Shakespeare Sonnets 2 (JAZZNARTS RECORDS) verrät, welche Sonnets diesmal fokussiert werden: „Diese CD ist allen möglichen und unmöglichen Beziehungen dieser Welt gewidmet. Hört niemals auf, daran zu glauben.“ Es geht also um ergreifende Liebeserklärungen, um die magische Kraft von Schönheit oder um die Faszination für eine mysteriöse Gestalt. „Shakespeare spielt mit Emo tionen rund um zwischenmenschliche Beziehungen, die Ende des 16. Jahrhunderts ebenso stark waren wie heute“, erklärt Vanwelden. „Seine Poesie wirkt auf mich wie ein Spiegel: man fängt beim Lesen an, sich Fragen über viele Aspekte des Le - bens zu stellen.“ Unwillkürlich komme man auch zu anderen Sichtweisen, findet Vanwelden. „Seine Poesie ist multidimensional. Sie handelt von unendlicher Liebe zwischen Seelen - verwandten, über alle soziale Klassen und Geschlech ter hinweg. Oder sie erzählt davon, Schönheit zu bewahren, was ja heutzutage ebenfalls sehr in Mode ist.“

Auch bei den neuen Einspielungen hat sich die 1971 in Gent geborene Musikerin entschieden, ihre Ideen im Quartett um - zusetzen. „Ich mag es, wenn die Arrangements luftig bleiben“, hält Caroll Vanwelden fest, die mit sieben Jahren begann, Klavier zu spielen und 1998 ihr „Postgraduate Di ploma“ an der traditionsreichen Londoner Guildhall School of Music & Drama abschloss – bekannt für Absolventen wie Orlando Bloom¸ Daniel Craig, Dave Holland oder Beatles-Produzent George Martin. „Die Texte sind einfach das wichtigste und sollten im Vordergrund stehen. Meine Musik sehe ich wie Farben, die um die Texte fließen und Emotionen verstärken“, erläutert Caroll Vanwelden ihre kompositorische Heran - gehens weise. Um dabei noch mehr Nuancen in der Farb pa - lette leuchten zu lassen, gibt es diesmal einen Wechsel in der Band. Während Vanwelden den Sound des aktuellen Al bums entwickelte, lernte sie zufällig Rodrigo Villalon kennen. Der Deutsch-Kolumbianer nutzt parallel Schlagzeug und afro-karibische oder orientalische Perkussion. „Er spielt mit vielen verschiedenen Klängen, und genau das hatte ich ge sucht“, freut sich Caroll Vanwelden. Obwohl sie als Kompo nistin und Produzentin die Fäden in der Hand hält, lässt sie den Musikern Raum, Ideen einzubringen, was die Stimmung in - ner halb der Band beflügelt.

„Ich bin kein Fan von Overdubs und vielen Schnitten. Bei uns wird alles direkt live gesungen und gespielt“, beschreibt Vanwelden die atmosphärische Gemeinschaftsarbeit im Stu - dio. Bereits auf der ersten Shakespeare-CD konnten Thomas Siffling und Mini Schulz ihr Einfühlungsvermögen beweisen; wie erwartet glänzen sie auch jetzt wieder mit Sen si bilität und Nuancen. Sifflings elegante Melodien auf Trompete und Flügel horn umgarnen Vanweldens ausdrucksstarken Gesang, während Schulz seinen Kontrabass mal mit dem Bogen streicht, mal entspannt-groovend zupft oder mit sanften Tönen „singen“ lässt.

Grundsätzlich ein lebensfroher Mensch, liebt Caroll Vanwelden trotzdem Moll-Tonarten und melancholische Songs. Stilistisch ist sie offen, verarbeitet souverän Elemente aus Jazz und Pop, Latin und Musical. „Wenn ich Shakespeare singe, muss ich na - türlich seinen Sprachrhythmus beachten und habe dadurch etwas weniger Freiraum als bei eigenen Texten“, stellt Van - welden fest. Letztlich geht es ihr aber nur in zweiter Linie um Stil und Form: „Am wichtigsten ist, dass ich fühle, was ich singe.“

  1. Let Those Who Are In Favour
  2. If My Dear Love
  3. Since Brass Nor Stone
  4. O, From What Power
  5. When In The Chronicle Of Wasted Time
  6. So Is It Not With Me As With That Muse
  7. I Never Saw That You Did Painting Need
  8. How Oft, When Thou, My Music Play'st
  9. Betwixt Mine Eye And Heart
  10. Those Lips
  11. Those Lines That I Before Have Writ Do Lie
  12. O, Call Not Me To Justify The Wrong
  13. Thy Gift, Thy Tables, Are Within My Brain
  14. Against That Time
  15. The Little Love-God
  16. My Love Is A Fever

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