Chris Thile - Laysongs

Chris Thile - Laysongs

Chris Thile
Laysongs

Erscheinungstermin: 04.06.2021
Label: Nonesuch, 20211

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Das Album ist sein erstes echtes Soloalbum: nur Thile, seine Stimme und seine Mandoline, auf neuen Aufnahmen von sechs Originalsongs und drei Covers, die alle seine Ideen über Spiritualität kontextualisieren und mit ihnen scherzen. Das Herzstück von Laysongs, das während der Pandemie in einer umgebauten Kirche im Bundesstaat New York aufgenommen wurde, ist das dreiteilige "Salt (in the Wounds) of the Earth", das von C.S. Lewis' The Screwtape Letters inspiriert wurde. Das Album enthält außerdem einen Song, den Thile über Dionysos geschrieben hat, eine Interpretation des vierten Satzes von Béla Bartóks Sonate für Solo-Violine, "God Is Alive, Magic Is Afoot", das auf Buffy Sainte-Maries Adaption eines Gedichts von Leonard Cohen basiert, eine Coverversion der Bluegrass-Legende Hazel Dickens' "Won't You Come and Sing for Me" und ein originelles Instrumentalstück, das lose an das Präludium aus J.S. Bachs Partita für Solo-Violine in E-Dur angelehnt ist.

Thile, der in einem christlichen Haushalt aufgewachsen ist, erklärt die Inspiration für Laysongs mit einem Backstage-Gespräch mit dem emeritierten Vorsitzenden von Nonesuch, Bob Hurwitz, der ihm sagte: "Du solltest eine Platte mit dem Thema Gott machen, es ist überall in deiner Arbeit. Es ist eine lebenslange Besessenheit von mir, auch nach dem Christentum, was die Auswirkungen dieser Art von Hingabe an eine organisierte Religion sind." Als die Welt im Frühjahr 2020 von COVID abgeschottet wurde und die von Thile moderierte öffentliche Radiosendung Live from Here eingestellt wurde, hatte er endlich Zeit, ernsthaft über diese Idee nachzudenken. Wiederum gab Hurwitz ihm einen Anstoß und ermutigte ihn, einen "Schnappschuss" seiner Erfahrungen mit der Pandemie zu machen.

Thiles Frau, die versierte Schauspielerin Claire Coffee, fungierte als Koproduzentin von Laysongs: "Sie hat einen unglaublichen Geschmack und erzählerisches Gespür. Sie konnte mir helfen, das originale und nicht originale Material miteinander zu verweben." Im Sommer 2020 lebte die Familie vorübergehend in Hudson, NY, wo sie in einer alten Kirche ein Aufnahmestudio, Future-Past, fanden. "Ich ging hinein, um mir den Raum anzuschauen und fühlte mich sofort wie zu Hause", erinnert sich Thile. "Ich liebte die Menge an Klang um den Sound herum. Bei dieser Platte hatte ich zwei Klangpartner: den großartigen Toningenieur Jody Elff und diese Kirche."

Thile erkannte - und veranschaulicht dies in diesen Liedern - dass seine größte spirituelle Nahrung aus der Gemeinschaft mit anderen kommt. "Ich sehnte mich mehr als je zuvor danach, mit Menschen zu singen, mit Menschen Musik zu machen, aber vor allem nach dieser sehr selbstlosen Art des Musizierens, die in der Kirche stattfindet. Im besten Fall denkt man nicht an sich selbst oder gar an die Leute, mit denen man Musik macht. Man macht es einfach gemeinsam und es geht um etwas anderes. Das ist wirklich schön. Und es ist vielleicht das Einzige an der organisierten Religion, das ich vermisse."

Text: Nonesuch

jazz-fun.de meint:
Es gibt eine Menge guter, schön gespielter Musik. Chris Thile muss nichts beweisen, und das tut er auch nicht, er spielt sein eigenes Ding, und so funktioniert es am besten. Das Ergebnis ist ein äußerst wichtiges, im besten Sinne monografisches Album, das auf einem kohärenten Konzept beruht.

  1. Laysong
  2. Ecclesiastes
  3. God Is Alive Magic Is Afoot
  4. Salt (in the Wounds) of the Earth, Pt. 1
  5. Salt (in the Wounds) of the Earth, Pt. 2
  6. Salt (in the Wounds) of the Earth, Pt. 3
  7. Sonata for Solo Violin, Sz. 117: IV. Presto
  8. Dionysus
  9. Won't You Come and Sing for Me

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