Christian Bekmulin & Anton Mangold - Duo Time

Christian Bekmulin & Anton Mangold - Duo Time - Album cover
Christian Bekmulin & Anton Mangold - Duo Time

Christian Bekmulin & Anton Mangold
Duo Time

Erscheinungstermin: 14.11.2025
Label: Rosenau Records, 2025

Christian Bekmulin & Anton Mangold - Duo Time - bei JPC kaufen

jazz-fun`s recap:

Ein außergewöhnliches Treffen zweier Musiker, die nicht nur brillante Instrumentalisten, sondern vor allem hochsensible Klangpoeten sind. Christian Bekmulin und Anton Mangold erschaffen in ihrem Duo einen Farbenreichtum, der verblüfft – und berührt. Zwei Instrumente, zwei Klangwelten, zwei Temperamente, die sich zu einem einzigen, wunderbar schwebenden Ausdruck verbinden.

Dieses Duo lebt nicht von Virtuosität um der Virtuosität willen, sondern von einer tiefen Aufmerksamkeit füreinander. Die Musik wirkt, als folgten beide schlicht dem, was sie in ihren Herzen hören. Genau dadurch entsteht diese besondere Transparenz, dieser warme Atem, der jede Phrase trägt.

Duo Time ist geprägt von einer bemerkenswerten Klarheit: reine Töne, fein ziselierte Linien, improvisierte Passagen, die keinerlei Dringlichkeit zum Eindruckmachen verspüren. Stattdessen entfaltet sich eine Schönheit der Ruhe – ein konzentriertes, poetisches Miteinander, das sich Zeit nimmt und uns Zeit schenkt.

Ein Album von stiller Größe, das uns im besten Sinne umhüllt. Musik, die nicht laut sein muss, um überwältigend zu wirken. Wir sind begeistert.

(Jacek Brun, 06.12.2025)

Besetzung

Anton Mangold - Harfe
Christian Bekmulin - Gitarre

Ein Duo wie kein anderes – Bekmulin & Mangold im Einklang

Zwei Saiteninstrumente, die sich selten begegnen, und doch klingt es, als hätten sie seit jeher miteinander geschwungen. Auf ihrem Album „Duo Time“ entfalten die Jazzharfe von Anton Mangold und die Gitarre von Christian Bekmulin eine Sprache, die zugleich fragil und kraftvoll wirkt. Sie bewegt sich irgendwo zwischen modernem Jazz, folkigen Anklängen und der lyrischen Tradition europäischer Kammermusik.

Die acht Eigenkompositionen tragen die Spuren jener Linien, die seit Billy Strayhorns „Take the 'A' Train“ den Jazz prägen. Sie nehmen Motive auf, verschieben Harmonien und biegen Bekanntes in neue Formen. Coltranes Rastlosigkeit flimmert in „Restless“ am Horizont, Pat Methenys Weite schwingt in „New Day“ nach – und doch bleibt im Zentrum eine Ruhe und Gelassenheit, die diese Aufnahmen auszeichnen. Man fühlt sich an legendäre Duo-Alben von Charlie Haden, Keith Jarrett oder Pat Metheny erinnert. Auch Anton Mangold und Christian Bekmulin suchen nicht den schnellen Effekt einer One-Man-Show. Es geht um den Dialog zweier Freunde, die sich schätzen und verstehen. Ihre Musik lebt von Intimität, von der Kunst des Zuhörens und dem Vertrauen in Melodie und Stille. „Was uns antreibt, ist die Lust am Zuhören und die unermüdliche Suche nach neuen Formen des Austausches”, sagt Christian Bekmulin, und Anton Mangold ergänzt: „Uns interessiert das Schweben der Klänge, die Art, wie eine Harfenseite noch nachhallt, wenn die Gitarre längst weitergezogen ist.”

Die Konzertharfe erzeugt diesen ganz eigenen, selten gehörten Sound, der dieses Album prägt. Dass die Harfe im Jazz eine „Außensaiterin“ ist, liegt unter anderem an den Eigenheiten ihrer Klangerzeugung. Jede Saite schwingt lange nach, Dämpfen und Pedalarbeit erfordern Erfindungsgeist, um elegant durch die Tonarten zu wandeln. „Man muss ständig neue Wege finden, wie man die Klänge kontrolliert, ohne sie dabei zu ersticken“, erläutert Anton Mangold.

Beide Musiker bringen ihre eigenen Biografien und Persönlichkeiten mit. Bekmulin, dessen musikalische Prägung ihn von ersten Gitarrenlektionen in Frankreich über Studienjahre in Hamburg nach Würzburg führte, fungiert als Sprachrohr und Kommunikator zum Publikum. Mangold, der früh zwischen Harfe, Saxophon und Flöte wechselte und sowohl in Franken als auch in China seine musikalischen Fäden spann, ist der Strippenzieher und Netzwerker im Hintergrund. Die beiden Saitenvirtuosen sind bereits preisgekrönt: Anton Mangold erhielt den Kulturförderpreis seiner Heimatstadt Schweinfurt, gewann mit seinem Quartett den Jungen Deutschen Jazzpreis und wurde als Mitglied von Rebecca Treschers Ensemble 11 mit dem Bayerischen Kunstförderpreis ausgezeichnet. Beim Jungen Münchner Jazzpreis sicherte er sich zudem den Solistenpreis. Christian Bekmulin wiederum wurde 2019 mit seinem Duo Findling mit dem Bayerischen Jazzpreis geehrt.

In ihrem nun erschienenen ersten gemeinsamen Duo-Debüt führen sie ihre Qualitäten zusammen. „Duo Time” ist ein Album voller Tiefe und Schönheit. Kein Prahlen, kein Beweisen trübt diesen friedvollen Einklang. Anton Mangold und Christian Bekmulin weben zusammen einen wunderbar warmen, zeitlosen Klangteppich. Mit 54 Saiten für die Ewigkeit.

Text: Rosenau Records

Titelliste

  1. Train Ride
  2. You
  3. Yellow River
  4. Little Choro
  5. New Day
  6. Waves
  7. Restless
  8. Going Hom

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