Clémence Manachère Unterwasser & Helge Sunde - Serpents et Échelles

Clémence Manachère Unterwasser & Helge Sunde - Serpents et Échelles
Clémence Manachère Unterwasser & Helge Sunde - Serpents et Échelles

Clémence Manachère Unterwasser & Helge Sunde
Serpents et Échelles

Erscheinungstermin: 19.04.2024
Label: JazzHausMusik, 2023

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jazz-fun`s recap:

Alles schimmert hier in instrumentalen Farben. Flöte, Posaune, Vibraphon, Kontrabass und zwei Schlagzeuge bilden ein komplexes Gewebe, ein flüchtiges Netz, das den Zuhörer gefangen hält. Mal wird der Zuhörer von statischen Klangkonstellationen gefangen genommen, um im nächsten Moment von einer bezaubernden Melodie oder einer treibenden Perkussionslinie mitgerissen zu werden. Es ist eine Musik voller Charme, die Zeit braucht, um sich auf sie einzulassen, sich ihr hinzugeben und ihr die volle Aufmerksamkeit zu schenken. (Jacek Brun, 26.04.2024)

Clémence Manachère - fl, ss
Max Boehm - as
Nico Bauckholt - b
Patrick Huss - vib, perc
Dirk-Achim Dhonau - dr, perc
Moritz Hamm - dr
Helge Sunde - tb

Die junge französische Flötistin und Sopransaxofonistin Clémence Manachère hat mit ihrer Hamburger Band UNTERWASSER bereits zwei Alben veröffentlicht. Auf „Serpents et Echelles" führt sie dieses Ensemble nun mit ihrem zweiten Projekt „Introspection Quartet" zusammen und erhält so eine neu strukturierte, klanglich überzeugende Version der Band UNTERWASSER. Ein Leitgedanke, der sich durch beide Projekte zieht, ist die Erforschung neuer Texturen und Improvisationsformen, die Suche nach hybriden Klängen zwischen Jazz und zeitgenössischer Musik und das Ausloten rhythmischer und harmonischer Möglichkeiten, oft mit ungeraden Metren und mikrotonalen Harmonien.

Zusätzlich zu den Musikern, mit denen Clémence bisher am häufigsten in Hamburg zusammengearbeitet hatte, lud sie den norwegischen Posaunisten, Big-Band-Leiter und ECHO-Preisträger Helge Sunde (*1965) ein, die Band zum Septett zu komplettieren. Ermöglicht wurde dies durch das Mixed Generations Stipendium der Feldtmann Stiftung und der Jazz Federation Hamburg. Das Material für Serpents et Echelles" wurde im Juni 2022 in einer zweitägigen Aufnahmesession im Tonstudio Fattoria Musica in Osnabrück eingespielt.

Die Idee zum Albumtitel Serpents et Echelles (Schlangen und Leitern) kam Clémence Mana-chère durch das gleichnamige englische Brettspiel in Salman Rushdies Buch Midnight's children". Und die Bedeutung der Metapher in diesem Titel liegt für Clémence darin, dass in jeder Lebenssituation, die einen Menschen glauben lässt, auf dem Weg zum Glück zu sein, immer ein möglicher Absturz, eine Schlangengrube auf ihn wartet - aber in jeder Schlangengrube auch immer ein Weg, der ihn retten kann.

Unter den vielen großartigen Kompositionen des Albums ist One Word - Lille Tre ein besonderes Juwel. Dieses Stück von Helge Sunde basiert auf dem Gedicht „Eit Ord" („Ein Wort") des norwegischen Dichters O-lav H. Hauge. Darin heißt es: „Ein Wort / Ein Stein / In einem kalten Strom / Ein weiterer Stein / Ich werde viele Steine brauchen, wenn ich es schaffen will". Diese Metapher schlägt für Clémence Manachère die entscheidende Brücke zwischen dem Universum Helge Sundes und der Aura von UNTERWASSER.

Text: JazzHausMusik

  1. Serpents et Échelles
  2. Gli
  3. Will It Happen?
  4. Waving
  5. One Word - Lille Tre
  6. Serpents et Échelles (Interlude)
  7. Rasa

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