David Friedman

David Friedman
David Friedman

Biographie

David Friedman (* 10. März 1944 in New York City) ist ein US-amerikanischer Jazzmusiker.

David Friedman gilt als einer der einflussreichsten Vibraphonisten in der Geschichte des Instruments. International bekannt als Vibraphonist, Marimbist, Komponist und Jazzpädagoge, hat er seine ganz eigene musikalische Botschaft, die faszinierend vielfältigen musikalischen Einflüssen entspringt. Er hat mit so unterschiedlichen Musikerpersönlichkeiten wie Leonard Bernstein, Luciano Berio, Bobby McFerrin, Wayne Shorter und Yoko Ono zusammengearbeitet – nur wenige Jazzmusiker können ein so breites Spektrum an Bühnen- und Aufnahmeerfahrungen vorweisen. Die Liste ist damit nicht zu Ende. Friedman war live oder auf Aufnahmen u.a. mit Joe Henderson, Horace Silver, Johnny Griffin, Hubert Laws, Jane Ira Bloom, Ron Carter und John Scofield zu hören. Friedmans Vibraphon und seine Kompositionen sind auf Chet Bakers preisgekrönter Enja-Veröffentlichung Peace zu hören, zusammen mit dem Bassisten Buster Williams und dem Schlagzeuger Joe Chambers.

Als engagierter und renommierter Pädagoge gründete David Friedman den Studiengang Jazz an der Universität der Künste (UdK) in Berlin und leitete ihn sechzehn Jahre lang als künstlerischer Leiter. Er gibt weiterhin Meisterkurse in ganz Europa, Nordamerika und Japan. Sein Buch "Vibraphone Technique, Dampening and Pedaling"gilt als die Bibel der Mallet-Lehrbücher.

Im Sommer 2002 lud Friedman den Gesangsvirtuosen Bobby McFerrin ein, um das offizielle 10-jährige Bestehen der Jazzabteilung der Universität der Künste mitzufeiern. Einer der spannendsten Momente dieses ausverkauften Konzertereignisses war ein spontanes Duo mit Friedman und McFerrin. 2004 wurde Friedman vom RBB (Radio Berlin Brandenburg) Fernsehen gebeten, das Berliner Jazz Festival 2004 zu moderieren.

Im Jahr 2006 begann Friedman eine Zusammenarbeit mit dem norwegischen Verlag Norsk Musikforlag und feierte diese neue Partnerschaft mit einer Reihe von Solo-Marimba-Stücken und mehreren Vibraphon-Solostücken, sowie Kompositionen für Mallet-Ensemble. Im August 2007 erhielt er einen Lifetime Achievement Award für seinen Beitrag zur Kunst des Vibraphonspiels und der Ausbildung beim KOSA International Percussion Festival, während er 2008 für sein Lebenswerk beim Ludwig Albert Marimba Festival in Belgien ausgezeichnet wurde.

Im September 2014 spielte David die Uraufführung von Leah Muirs Konzert für improvisiertes Vibraphon und Orchester "By the Reflecting Pool" mit dem Bruckner Symphonieorchester unter der Leitung von Dennis Russell Davies. Die Aufführung war der Höhepunkt des Festivals "Ars Electronica" in Linz. Dieses Werk für komplett improvisiertes Vibraphon ist das erste seiner Art in der Geschichte der Soloperformance mit Orchester.

In den 1970er Jahren unterrichtete David Friedman an der Manhattan School of Music und dem Montreux’s Institute for Advanced Musical Studies. Seit 1989 war er Professor für Vibraphon und Komposition an der Universität der Künste in Berlin und ab 2005 unterrichtete er am dort neu gegründeten Jazz-Institut Berlin.

Ausgewählte Diskographie

  • David Friedman Generations Quartet - A Christmas Gathering, Malletmuse Records, 2021
  • Flight, Malletmuse Records, 2019
  • Rétro mit Peter Weniger, 2010
  • Earfood mit Peter Weniger und Pepe Berns, 2004
  • Birds of a Feather mit Jasper van’t Hof, 1999
  • Duotones mit Dave Samuels, 1997
  • Other Worlds mit Jean Louis Matinier und Anthony Cox, 1996
  • Junkyard mit Chuck Loeb, Dave Charles u. a., 1995
  • Rios mit Dino Saluzzi und Anthony Cox, 1995
  • Greenhouse Fables mit Kenny Wheeler und Jasper van’t Hof, 1994
  • Air Sculpture, Soloalbum, 1994
  • Open Hand mit Dave Samuels, 1993
  • Ternaire mit Jean-François Jenny-Clark und Daniel Humair, 1991
  • Shades of Change mit Geri Allen, Anthony Cox und Ronnie Burrage, 1982
  • Peace mit Chet Baker, Buster Williams und Joe Chambers, 1982
  • In Lands I Never Saw mit Dave Samuels, 1981
  • Of The Wind’s Eye mit Jane Ira Bloom, Harvie Swartz und Daniel Humair, 1980
  • Dawn mit Dave Samuels, Harvie Swartz und Michael Di Pasqua, 1978
  • Double Image mit Dave Samuels, Harvie Swartz und Michael Di Pasqua, 1977
  • Futures Passed mit Rimona Francis, Pat Rebillot, Harvie Swartz und Bruce Ditmas, 1976
  • Winter Love April Joy mit Hubert Laws, Dave Samuels und Harvie Swartz, 1975
  • Tripple Hip Trip mit Harvie Swartz und Daniel Humair, 1972

Links

David Friedman Internetseite:
https://david-friedman.de/

Einen Kommentar schreiben

Was ist die Summe aus 7 und 5?