Der Weise Panda

Der Weise Panda
Der Weise Panda

Biographie

Der Weise Panda ist eine deutsche Jazz-Band um die Sängerin und Komponistin Maika Küster.

Maika Küster - vocals
Felix Hauptmann - piano
Yannik Tiemann - bass
Anthony Greminger - drums
Talia Erdal - cello

„Ich stehe auf Bandgefüge“, sagt Maika Küster nachdrücklich, „ein Name wie 'Maika Küster Quartett' kam von Anfang an überhaupt nicht in Frage.“ Als Sängerin, Haupt-Komponistin und -Songtexterin sowie als Produzentin des aktuellen Albums steht sie zwar seit Gründung der Gruppe im Zentrum, versteht sich aber nicht als alleinige Anführerin. Obwohl sie häufig fertige Kompositionen einbringt, werden auch die Arrangements ihrer Stücke meist gemeinsam entwickelt. „Essentiell dabei ist, Räume zu öffnen, um in bester Jazz-Tradition frei miteinander zu spielen“, sagt Küster. Verglichen mit dem Debüt des Weisen Pandas wurden die Improvisationen und spontanen Expressionen auf dem neuen Album zwar zurückgenommen, der Jazzbezug aller Beteiligten bleibt aber über die klug platzierten Soli hinaus klar erkennbar.

Küster und ihre Bandpartner schätzen auch die magische Kraft des Ungestümen, die sie in den ersten Jahren zur Begeisterung vieler konsequent entfacht haben. Die Jury des Sparda Jazz Award, darunter immerhin Klaus Doldinger, verlieh dem Newcomer-Ensemble bereits 2015 den 1. Preis und lobte neben Zusammenspiel und Bühnenpräsenz das Natürliche und Ungekünstelte des damaligen Quartetts. Nach dem Erscheinen des Panda-Debüts Mam im Rahmen der Jazzthing Next Generation-Serie 2016 erhielt die Band viel Lob. „Wer neugierig genug ist, entdeckt ein Wunderland der schönen Klänge und eine Lyrik die berührt“, befand das Jazzpodium und Jazzthing sekundierte: „Das Quartett […] hat sich auf den Weg gemacht, in der Gattung Vocal-Jazz eigene Wegmarken zu setzen.“ 2018 erspielte sich Der Weise Panda den Prix du Public beim Tremplin Jazz d’Avignon.

Seit 2018 verstärkt die Cellistin Talia Erdal das Quartett. Schon 2016 lernten sich Der Weise Panda und Erdal bei einem Doppelkonzert in Berlin kennen, in der Folge freundeten sich die Israelin und Maika Küster immer enger an, besuchten sich gegenseitig und tausch(t)en musikalische Ideen aus. Eigentlich in der klassischen Musik zuhause und derzeit mit einem Master-Abschluss in London beschäftigt, schreibt Talia Erdal auch eigene Songs, die sie in ihrer eigenen Band selbst singt. „Wir sind in gewisser Weise Seelenverwandte und können gut kommunizieren, selbst wenn wir zu bestimmten Themen sehr unterschiedliche Ansichten haben“, sagt Küster. „Darüber hinaus kennt sich Talia extrem gut in traditioneller Musik ihrer Region aus, die ihr anders als die Klassik ein freieres, spontaneres Spiel erlaubt.“ Changierend zwischen diesen unterschiedlichen Spielhaltungen kreiert Erdal variable Klangfarben, die den Bandsound perfekt ergänzen.

Geboren und aufgewachsen in Dinslaken, zwischen Ruhrgebiet und Niederrhein, fand Maika Küster viel Zeit für Musik und Literatur. Den magischen Realismus von Gabriel García Márquez hat sie im Dschungel Malaysias verschlungen, ebenso ist sie von antiker griechischer Dichtkunst fasziniert. Ihre Mutter, eine bildende Künstlerin, schenkte ihr ein Talent zur ausdrucksstarken Abstraktion ihr Vater „versorgte“ sie mit einer umfangreichen Vinylplattensammlung. Darin entdeckte Maika Küster u.a. den besagten Progressive Rock, von Jefferson Airplane bis zu Child In Time. Mit neun Jahren begann sie, animiert von Ian Anderson und Jethro Tull, Querflöte zu lernen, spielte in Orchestern, begann sich dort zu langweilen und wechselte zu einer Schul-Jazzband. Von dort war es nicht mehr weit zu Monk, Mingus und Coltrane, später folgte das Jazz-Studium an der Essener Folkwang-Uni. Natürlich spielt Küster auch Klavier, darüber hinaus „zum Mitnehmen“ Gitarre. ihre Inspirationsquellen hat sie in den letzten Jahren noch weiter aufgefächert, von Sidsel Endresen über Devendra Banhart bis zu Folk, vom katalanischen Impressionisten Frederic Mompou (1893-1987) bis zu Michael Wollny und Trio [em] wegen dessen charakteristischer Wechsel von romantischen Einflüssen und totaler Entfesselung.

Diskographie

Links

Der Weise Panda Internetseite:
https://derweisepanda.de/

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