Dimitri Monstein Ensemble - The Cello Session

Dimitri Monstein Ensemble - The Cello Session

Dimitri Monstein Ensemble
The Cello Session

Erscheinungstermin: 18.03.2023
Label: Unit Records, 2021

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Dimitri Monstein - drums, percussion
Mischa Podstransky - piano, synth, rhodes
Robert Pachaly - bass, marimba
Manon Leutwyler - violine
Sorin Spasinovici - viola
Andreas Kühnrich - cello
Fany Kammerlander - cello
Redi Hasa - cello

Cellos im Jazz? Aber ja! Cellisten gaben dem Jazz von Anfang an eine einzigartige, reiche Stimme.

Der Schweizer Schlagzeuger Dimitri Monstein ist fasziniert vom Cello. Er spielt das Instrument zwar selber nicht, aber die Sounds des Cellos haben eine zentrale Bedeutung für dessen jetztige neue Kompositionen. Schon bei Monstein’s Debüt-Album „Landscape“ und bei den dazugehörigen Konzerten reagierte das Publikum mit Begeisterung und sie schwärmten von der Wärme und den Klangfarben, die der Cellist des Monstein Ensembles hervorbrachte. Für Monstein ist das Cello das Instrument, das am nächsten zur menschlichen Stimme steht. Vielleicht berührt deswegen das Cello jeden Zuhörer so eindringlich und emotional.

Monstein hat die Lockdown Zeit genutzt und an dem neuen Konzept Melodien, Bögen und Grooves gefeilt und hat dann sogleich das ganze Album im eigenen Bandraum zusammen mit dem Bassisten Robert Pachaly aus Freiburg (D) und dem Pianisten Mischa Podstransky (CH) in Eigenregie aufgenommen und produziert. Nachdem die Rhythmsection zusammen gleichzeitig eingespielt wurde, hat dann die Schweizer Geigerin Manon Leutwyler bei gewissen Songs die Violinen Parts aufgenommen und gedoppelt und Sorin Spasinovici (RO) aus Zürich, welcher übrigens bereits Konzerte mit Wynton Marsalis spielte, seine groovenden Viola Parts dazu eingespielt.

Auf dem Album sind drei Weltklasse Cellisten und Cellistinnen vertreten. Den speziellen, jeweils eigenen Cellosound bringen die drei Cellisten*innen Andreas Kühnrich, Fany Kammerlander und Redi Hasa auf diesem Album ein. Das Cello erhält mehr Freiheiten in der kleineren Ensemble-Besetzung, um auch in Solos und Klang- Improvisationen zu glänzen und dem ganzen Album einen speziellen Touch durch die einzigartigen Spielarten der Solisten zu verschaffen.

Andreas Kühnrich ist ein Schweizer Cellist aus welcher vor allem im Pop Bereich mit div. Schweizer Stars zusammen arbeitet. (Polo Hofer, Sina, Adrian Stern, Jael uvm). Er spielt als feat. auf der ersten Single „Warum Syt Dir So Truurig“ von Mani Matter in einem Arrangement von Dimitri Monstein. Der Kreis schliesst sich, da Matter den Song selber leider nie aufnehmen konnte, dies dann dafür Polo Hofer machte. Und jetzt spielt Kühnrich welcher mit Hofer spielte mit uns auf dem Album, sowohl auch in der Live Besetzung.

Die Münchnerin Fany Kammerlander (Konstantin Wecker, Peter Gabriel), lernte Monstein bei einem Konzert kennen, als Kammerlander das Ensemble 2020 in München für Ihre Veranstaltungsreihe engagierte. Sie ist auf den Titeln „Monstein Sonate Adagio“ und „Little Brother“ mit Ihrem feinen, warmen Cello spiel zu hören. Fany Kammerlander ist in Deutschland aktuell auch als spezielles featuring live mit Dimitri Monstein zu hören und erleben.

Last but not least, fragte Monstein Redi Hasa (Ludovico Einaudi) an, für einen Song Cello aufzunehmen, welcher glücklicherweise auch zusagte und Interesse bekundete. Der Musiker ist normalerweise mit Ludovico Einaudi und seinem eigenen Projekt auf Welttournee. Hatte jetzt aber natürlich auch mehr Zeit in der aktuellen Situation und nahm für den Song „Good Morning World“ sein Cello in Italien im Homestudio auf. „Ich hatte für diesen Song genau den speziellen Sound von Hasa im Kopf und bin überglücklich, dass ich Ihn dafür gewinnen konnte“.

Die Musik von Monstein spiegelt und vermischt Melancholie mit positiver Energie. „Ich hatte Lust, in Zeiten wie jetzt auch etwas Fröhliches zu schreiben und spielen wie z. B. den Song „Step It Up“, eine Groovenummer die sogar zum Tanzen anregt. „Monstein Sonate Adagio“ ist quasi der 2. Satz passend zur „Monstein Sonate“, welche auf dem Debutalbum „Landsacpe“ veröffentlicht wurde. The Cello Session schafft erneut wie auch beim Vorgänger Album Landscape Stimmungen, sphärische Klanglandschaften bei welchem sich die Grenzen verschmelzen und sich auflösen, Elemente von Jazz und Klassik treffen auf- und miteinander. Dem Schlagzeug, das nebst dem Cello im Zentrum der Darbietung steht, kommt dabei eine doppelte Rolle zu. So ist es nicht nur Soloinstrument des Programms, sondern dient zugleich als rhythmisches Bindeglied zwischen den Mitgliedern des Ensembles, um einen stimmungsvollen Teppich / Vibe zu legen, auf welchem alle weiteren Stimmen aufgebaut werden können zum Wegfliegen. Es entstehen nach wie vor bei Monsteins Musik und dessen Zusammenspiel mit dem Ensemble individuelle, sphärisch anmutende Klangwelten, die durch ihren Reichtum an Bildern und Assoziationen nicht selten an Filmmusik erinnern. Das ganze kommt eine Prise eingängiger daher als beim Debütalbum, auch mit schönen Melodien, atmosphärischen Solos und treibenden, energetischen Grooves. Übrigens findet man den zweiten Satz der Monstein Sonate (Landscape) jetzt auf dem Album The Cello Session „Monstein Sonate Adagio“.

Dimitri Monstein
Bereits im frühen Kindesalter erlernte Dimitri Monstein das klassische Schlagzeugspielen, war Mitglied diverser Jugendsinfonieorchester und teilte bereits mit Stars wie Andrea Bocelli und als Gastsolist mit Daniel Hope, wie auch Torsten Goods die Bühne. Seine Leidenschaft für den Jazz lebt er schon seit seines Musikstudiums in Zürich und Freiburg in so renommierten Bands wie u. a. Swiss Army Big Band, Zurich Jazz Orchestra, Swiss Jazz Orchestra und Nicole Johänntgen aus. Wenn Monstein nicht mit dem Monstein Ensemble unterwegs ist, trommelt(e) er u. a. auch für Salto Natale, das Zürcher Kammerorchester, Pe Werner und Pirmin Huber’s Swiss Folk. Der junge umtriebige Künstler aus der Schweiz ist einer der ganz wenigen seiner Generation, die sowohl in der Klassik, im Jazz als auch im Popsegment zu Hause ist. Zudem ist Monstein seit 2021 Gründer und Veranstalter der neuen Konzertreihe „Blue Monkey Jazz“ in seiner Heimatstadt Zürich.

Text: Unit Records

jazz-fun.de meint:
Man kann sich bei dieser Musik nicht langweilen, sie erfordert keine besondere Konzentration oder Vorbereitung, sie ist wirkungsvoll und ansprechend, was keineswegs bedeutet, dass sie künstlerisch anspruchslos und kompromisslos wäre. Das mit beeindruckender Meisterschaft vorgetragene Material mag beim ersten Hören nicht faszinieren. Doch mit jedem weiteren Track (oder Ansatz) taucht man unwillkürlich in eine sehr bildhafte Welt ein, die von einer fast märchenhaften Aura umgeben ist. In diesem Sinne handelt es sich um ein einzigartiges, völlig eigenständiges und kompromissloses Werk, für das sich nicht einmal eine gute stilistische Schublade finden lässt.

  1. Good Morning World
  2. Little Brother
  3. Step It Up
  4. Monstein Sonate Adagio
  5. Forty-Seven Days Of Autumn
  6. Warum Syt Dir So Truurig
  7. Blue & Yellow

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