Dominik Hoyer Band - Nachtblau

Dominik Hoyer Band - Nachtblau

Dominik Hoyer Band
Nachtblau

Erscheinungstermin: 27.05.2022
Label: Double Moon Records, 2022

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Dominik Hoyer - Drums
Alberto Garcia - Percussion
Lukas Reinert - Trombone
David Cogliatti - Piano
Marc Mezgolits - Bass

„Nachtblau“ macht schon mit seinem Titel deutlich, dass die Musik auf diesem Album für die gefühlvolle Seite des Jazz steht. Die Band des Schlagzeugers Dominik Hoyer hat einen klaren, transparenten Klang und spielt ausschließlich die Kompositionen ihres Bandleaders. „Ich wollte nicht so typisch schlagzeugermäßig mit schneller-höher-weiter komponieren, sondern eher ruhigere Sachen schreiben, bei denen die Emotionen im Mittelpunkt stehen“, formuliert der Drummer sein künstlerisches Ziel.

Dominik Hoyer wurde 1994 im deutschen Rheinfelden in der Nähe der Schweizer Grenze geboren und kam schon sehr früh zu seinem Instrument. „Mein Opa hat hobbymäßig Schlagzeug gespielt und es stand bei ihm im Keller“, erzählt Hoyer. „Ich durfte mich schon als Kleinkind daran setzen und bekam mit sieben Jahren Unterricht. Vorher habe ich aber schon von meinem Opa was gezeigt bekommen.“

Zum Jazz kam der junge Dominik dann durch einen Drum-Workshop bei Wolfgang Haffner, da war er dreizehn oder vierzehn Jahre alt. „Am Jazz begeistert mich die Freiheit und die Interaktion zwischen den Musikern“, gesteht Hoyer, „aber auch die Unterhaltung auf der Bühne.“

Fast schon logisch war es da, dass er am Jazzcampus Basel Jazz studiert hat, wo er unter anderem Unterricht bei der amerikanischen Drum-Koryphäe Jeff Ballard hatte. „Jeff Ballard ist seit ein paar Jahren Dozent in Basel und ich war im Master-Studiengang bei ihm“, erinnert Hoyer sich. „Er ist sehr erfahren, kann viel erzählen und hat eine beeindruckende Persönlichkeit. Ich habe mich sehr wohl gefühlt bei ihm und sein natürlicher Flow am Schlagzeug hat mich fasziniert.“

In Basel hat der Schlagzeuger auch die Mitglieder seiner Band kennengelernt, die sich aus dem Posaunisten Lukas Reinert, dem E-Bassisten Marc Mezgolits und dem Pianisten David Cogliatti zusammensetzt. Gemeinsam erweist sich die Viererbande als kluge und gefühlvolle Geschichtenerzählerin, die alle Facetten ihrer Besetzung kreativ ausreizen.

Dabei stehen oft Balladen im Mittelpunkt, bei denen Hoyer sich, obwohl er immer prägnant zu hören ist, zugunsten seiner Mitmusiker zurücknimmt. Der klare und lyrische Stil Cogliattis am Klavier, der sonore Klang von Reinerts Posaune und der singende Bass von Mezgolits wechseln sich ständig mit Solo- und Begleitfunktionen ab und machen die Musik verlockend und abwechslungsreich. Doch natürlich sind auch ein paar Up-Tempo-Stücke im Programm, bei denen stärkere Duftmarken gesetzt werden, etwa das locker-lässige „Seven Days“, das witzige „Spanish Ice Cream“ oder das raffiniert strukturierte „Circle“.

Es ist genau diese Vielseitigkeit und ein Sinn für den musikalischen Dialog, den Hoyer an seinen Musikern zu schätzen weiß. „Jeder von uns hat einen guten Ausdruck am Instrument und etwas zu sagen“, hat der Schlagzeuger festgestellt. „Natürlich sind auch alle supervirtuos. Marc kann zum Beispiel superschnell spielen, aber das setzt er sehr geschmackvoll ein und spielt sehr musikalisch.“

Eine Posaune wollte Hoyer unbedingt in seiner Band haben, denn seine Verbindung zu diesem Blechblasinstrument ist eng. „Ich mag den Sound und habe auch Kontakt zu Adrian Mears“, erzählt Hoyer, dessen Bruder ebenfalls Posaune spielt.

So ist „Nachtblau“ ein Album geworden, das eine junge Band präsentiert, deren Begeisterung für ihre Musik und ihren spezifischen Klang bei jedem Ton zu hören ist und die geprägt ist von einer erstaunlichen musikalischen Tiefe und Reife. Die Inspirationen für seine Songs findet Hoyer dabei oft in seinem Alltag. „Ich gehe gerne raus in die Natur und dabei fallen mir oft Melodien und Harmonien ein“, erzählt er. „Die Melodie von ‚Nachtblau‘ ist mir bei einem abendlichen Spaziergang in den Sinn gekommen und weil ich es für eins der gelungensten Stücke auf dem Album halte, ist es auch der Titel-Song geworden.“

Text: Double Moon Records

jazz-fun.de meint:
Dominik Hoyers Kompositionen fesseln auf einzigartige und hypnotische Weise fast sofort, und er und die gesamte Band bilden einen einzigen musikalischen Körper, der den Wunsch, den Hörer zu beeindrucken, zugunsten einer gemeinsamen, bewussten und angenehmen Erzählung aufgibt.

  1. Diavolo
  2. Today not tomorrow
  3. 1243
  4. April mood
  5. Nachtblau
  6. Seven days
  7. Spanish ice cream
  8. 17.3.7
  9. Circle
  10. Ballad for you

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