Rezension des Jazz-Albums "All You Can Beat" von Double Drums

Double Drums - All You Can Beat - Album cover
Double Drums - All You Can Beat

Double Drums
All You Can Beat

Erscheinungstermin: 27.02.2026
Label: GLM, 2025

Double Drums - All You Can Beat - bei JPC kaufen

Percussion-Vielfalt zwischen Klassik, Rock und Pop

jazz-fun`s recap:

Mit All You Can BEAT feiern Double Drums ihr 20-jähriges Bühnenjubiläum. Das Duo – bestehend aus Alex Glöggler und Philipp Jungk – blickt auf zwei Jahrzehnte gemeinsamer Konzerttätigkeit in Deutschland, Europa und Asien zurück. Das Jubiläumsalbum versteht sich als komprimierte Darstellung ihrer stilistischen Bandbreite und performativen Energie.

Das Konzept ist klar: Zwei Schlagwerker, ausschließlich akustische Percussion-Instrumente, ein erweitertes Klanguniversum. Sieben Eigenkompositionen treffen auf fünf Bearbeitungen – von Depeche Mode über Metallica bis hin zu Giacomo Puccini. Diese stilistische Spannweite wird konsequent percussiv interpretiert. Melodie, Harmonie und Form werden nicht durch klassische Harmonieinstrumente getragen, sondern durch rhythmische Struktur, Klangfarben und dynamische Kontraste gestaltet.

Charakteristisch für All You Can BEAT ist die differenzierte Nutzung des Instrumentariums. Neben kraftvollen, treibenden Passagen finden sich fein austarierte Klangflächen und leise, fast kammermusikalische Momente. Rhythmus fungiert hier nicht nur als Puls, sondern als primäres Gestaltungsmittel. Durch Überlagerungen, Call-and-Response-Elemente und wechselnde metrische Strukturen entsteht eine narrative Dramaturgie, die über reine Virtuosität hinausgeht.

Die Produktion legt Wert auf Transparenz und Detailgenauigkeit. Jede Nuance im Anschlag, jede Reibung, jede Resonanz wird hörbar. Dadurch entsteht ein facettenreiches Klangbild, das die percussive Vielfalt des Duos unterstreicht. Präzision und Spielfreude stehen gleichberechtigt nebeneinander und formen ein Programm, das technische Brillanz mit unterhaltender Energie verbindet.

All You Can BEAT präsentiert sich als vielseitiges Werk, das die Ausdrucksmöglichkeiten von Schlaginstrumenten konsequent auslotet. Das Album dokumentiert die Reife eines Duos, das Rhythmus nicht nur als Fundament, sondern als eigenständige musikalische Sprache versteht.

(Jacek Brun, 02.03.2026)

Titelliste

  1. Enjoy the silence
  2. Icon
  3. Nothing else matters
  4. Precious
  5. One more time
  6. Nessun Dorma
  7. Hydra
  8. Handpan horizon
  9. Boom-Whaka
  10. Big five
  11. Beat it up!
  12. Baumarkt

Einen Kommentar schreiben

Was ist die Summe aus 3 und 9?