Elliott Sharp's Terraplane - Livin’ Hear

Elliott Sharp's Terraplane - Livin’ Hear - Album cover
Elliott Sharp's Terraplane - Livin’ Hear

Elliott Sharp's Terraplane
Livin’ Hear

Erscheinungstermin: 26.09.2025
Label: enja, 2025

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jazz-fun`s recap:

Elliott Sharp muss man nicht mehr vorstellen. Seit Jahrzehnten steht er für kompromisslose Musik zwischen Rock, Blues, Jazz und Avantgarde – immer mit unverwechselbarer Energie, Schärfe und Tiefgang.

Auf Livin’ Hear bleibt Sharp seiner Linie treu: kraftvolle, kantige Gitarrenriffs, dichte Grooves und diese besondere, leicht melancholische Note, die seine Musik seit jeher prägt. Zusammen mit Sänger Eric Mingus entsteht ein raues, elektrisierendes Klangbild – durchzogen von Blues-Feeling, Rock-Spannung und jazziger Improvisationslust.

Das Album knüpft an die Traditionen amerikanischer Roots-Musik an und erweitert sie zugleich um avantgardistische Elemente. Es ist Musik mit Haltung, voller Energie und emotionaler Intensität – ehrlich, direkt und unverkennbar Elliott Sharp.

(Jacek Brun, 22.10.2025)

Besetzung

Elliott Sharp - mandocello, e-guit, electr, voc
Eric Mingus - voc
Dave Hofstra - b
Don McKenzie - dr

Rauer Sound, große Emotionen – Terraplane entfacht das Feuer

Sharp ist seit den 1960er Jahren Mitglied der umtriebigen New Yorker Downtown-Szene. Schon damals spielte der Multiinstrumentalist „Rockmusik der Zukunft“ (Diedrich Diederichsen). Immer wieder hat sich der „New Yorker mit wenig Haaren und viel Schädel“ (Diederichsen) auf den Blues konzentriert und seine Energien an der nordamerikanischen Musikform aufgeladen.  Die ewige Leidenschaft des Klangzauberers für den Blues spiegelt sich auch in seinem neuen Album wider. Sharp lotet die kaum untersuchten Grenzbereiche der Elektroakustik aus. Er nutzt die Möglichkeiten von Effektgeräten oder Echo-Maschinen und integriert abstrakte Klänge der modernen Musik in ausufernde Klang-Expeditionen. Natürlich betreibt der Blues-Künstler Sharp keine Sound-Archäologie: Hier werden die Ansätze großer Meister wie Jimi Hendrix oder Howlin‘ Wolf nicht etwa reproduziert, sondern konsequent weitergedacht.

Zu Sharps Partnern zählten als zentrale Figuren der Avantgarde- und Experimentalmusikszene New Yorks die Radio-Sinfonie Frankfurt, die Sängerin Debbie Harry, das Ensemble Modern, der Qawwali-Sänger Nusrat Fateh Ali Khan, das Kronos Quartet, das Ensemble Resonanz, die Cellistin Frances Marie Uitti, die Blueslegenden Hubert Sumlin und Pops Staples, der Pipa-Virtuose Min-Xiao Feng, die Jazzgrößen Jack deJohnette, Oliver Lake und Sonny Sharrock, die Multimediakünstler Christian Marclay und Pierre Huyghe sowie Bachir Attar, der Leiter der Master Musicians of Jajouka.

Text: enja

Titelliste

  1. A Jackson
  2. Where The Green Grasses Grow
  3. Three Hours Until Morning
  4. Livin' Here
  5. Last Night I Saw Sun Ra
  6. You Only Miss Me When I'm Gone
  7. Call Me The Devil
  8. Outside Forces
  9. Long Time

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