Eva Cassidy - I Can Only Be Me

Eva Cassidy - I Can Only Be Me

Eva Cassidy
I Can Only Be Me

Erscheinungstermin: 03.03.2023
Label: Blix Street, 2023

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„I Can Only Be Me“ ist das jüngste Kapitel einer unvergleichlichen posthumen Karriere und ein bahnbrechendes neues wegweisendes Album in Zusammenarbeit mit dem London Symphony Orchestra. Neun Songs wurden von William Ross (Star Wars, Harry Potter) und Christopher Willis (The Twilight Saga, X-Men, Death Of Stalin) mit neuen Arrangements versehen. Das Projekt wurde durch die jüngsten Fortschritte in der Audio-Restaurierungstechnologie möglich. Mit neuestem Studio-Equipment wurden die Original-Gesangsparts isoliert, sorgfältig restauriert und so verbessert, dass ein bisher ungehörtes Maß an Klarheit und Tiefe erreicht wurde. Das Ergebnis ist ein gefühlvolles, atmosphärisches Album mit voluminösen Klanglandschaften, die den unverfälschten Gesang von Eva Cassidy begleiten.

Das Album „I Can Only Be Me“ wurde einen Monat nachdem Eva Cassidy ihren 60. Geburtstag (02.02.23) gefeiert hätte, am 03. März 2023 veröffentlicht. Der Titelsong ist eine radikale Neubearbeitung eines wenig bekannten Songs von Stevie Wonder, einem von Eva Cassidys musikalischen Helden.

"Ich kann unmöglich die Worte finden, um meine Gedanken und Gefühle über Eva auszudrücken. Sie ist eine der einzigartigsten und kraftvollsten Sängerinnen aller Zeiten. Ihre Stimme durchdringt mein ganzes Wesen. Ich verstehe nicht, was sie mit mir macht, aber ich bin überwältigt von dieser Erfahrung“, sagt William Ross, der „Autumn Leaves“ neu arrangierte. Christopher Willis kümmerte sich um die anderen acht Tracks: "Der erste Song des Albums ist Evas kultige Interpretation von ´Songbird`. Die wunderbare, mitschwingende Wahrheit an diesem Song ist, dass Eva der Songbird ist, der natürlich aus ihrem Herzen singt. Das Ziel bei der Orchesterversion war es, ihre reine stimmliche Essenz mit einem Instrumentalarrangement zu ergänzen - eine üppige musikalische Landschaft mit Evas Stimme im Zentrum."

In den letzten Jahren ist Eva Cassidy zum Vorbild für eine jüngere Generation von Sängerinnen geworden. Jedes Jahr gibt es unzählige neue Verwendungen von Evas Musik in Film, Fernsehen und darüber hinaus: Eiskunstlauf-Meisterin Michelle Kwan lief während der Abschlussfeier der Olympischen Winterspiele 2002 zu „Fields Of Gold“. Evas Musik wurde in „Maid in Manhattan“, „Alpha Dog”, „Party of Five”, „So You Think You Can Dance”, „CSI: Crime Scene Investigation”, „Smallville” und sogar beim deutschen „Tatort” eingesetzt. 2007 belegte Eva Cassidy in einer BBC-Umfrage Platz 21 der 100 Stimmen des 20. Jahrhunderts und 2015 wurde bei den 67. Emmy Awards ihre Version von „Over The Rainbow“ als Untermalung der „In Memoriam“-Verleihung gespielt, mit dem die Fernsehbranche das Ableben bedeutender Persönlichkeiten würdigt. In jüngerer Zeit haben Shows wie „Firefly Lane“, „This Is Us“, „CSI: Vegas“ und auch eine COVID-19-Impfkampagne Evas Musik verwendet. In Talent-Shows wie „The X Factor“, „The Voice”, „American Idol”, „America's Got Talent”, „Dancing With The Stars” und „The Masked Singer” hängen Evas Arrangements und Aufnahmen weiterhin die Messlatte weit nach oben.

Weltweit hat Eva Cassidy inzwischen mehr als 12 Millionen Alben verkauft und viele Top-Stars wie Paul McCartney, Eric Clapton und Adele („Ich habe mich als Slipknot-Fan verkleidet und nach der Schule bin ich nach Hause gelaufen und habe Eva Cassidy gehört.“) sind Fans von ihr.

Eva Cassidy hat ihren späteren immensen Erfolg nicht mehr erleben können; sie starb im Alter von nur 33 Jahren. Ihre Interpretationen klassischer Titel aus den Genres Jazz, Blues, Gospel und Soul sollten erst Jahre später die Charts erobern. Schon früh interessierte sie sich für Musik, lernte als Kind Gitarre und spielte aber erst nur im Kreis der Familie. Inspiriert hat sie die große Plattensammlung der Eltern – hören allein war ihr nicht genug, sie wollte selbst singen und spielen. Die ersten öffentlichen Auftritte absolvierte Cassidy auf Hochzeiten und Straßenfesten, später wurde sie Sängerin einer High School Band und bekam immer mehr Aufträge als Studio- und Backgroundsängerin, bis sie ihre eigene Formation, die Eva Cassidy Band, gründete. Fast alle der heute existierenden Aufnahmen wurden mit ihrer Band eingespielt oder resultieren aus Studio-Sessions aus dem Black Pond Studio.

Während sie zwar Auszeichnungen der Washington Area Music Association (WAMA) erhielt (1993, 1994 und 1995 in der Kategorie „Beste Sängerin für Jazz/Traditional“, 1994 in der Kategorie „Beste Sängerin für Roots Rock/Traditional R&B“, 1995 als „Beste Sängerin Jazz/Contemporary“), wollte ihre Karriere aber ansonsten keine Fahrt aufnehmen.

Eva Cassidys mittlerweile legendäre Konzerte im Nachtclub Blues Alley am 2. und 3. Januar 1996 waren in gewisser Weise ein glücklicher Zufall. Obwohl sie jahrelang mit dem Produzenten Chris Biondo im Studio verbracht hatte, um ein Meisterwerk aufzunehmen, beschlossen die beiden, dass ein Live-Album der schnellste Weg war, um ihr unmittelbares Ziel zu erreichen, eine CD zu produzieren, die bei Live-Shows verkauft werden konnte. So kratzte man Geld zusammen und buchte den berühmten Jazzclub Blues Alley in ihrer Heimatstadt Washington D.C. in der ruhigsten Zeit des Jahres, direkt nach den Silvesterknallern am 2. und 3. Januar 1996. Das zweites Ziel war, genug Profit zu erwirtschaften, um ein ordentliches PA-System für zukünftige Shows zu kaufen. Die Songs des zweiten Abends fanden dann den Weg auf das Album „Live At Blues Alley“, welches im Sommer 1996, wenige Monate vor ihrem Tod, veröffentlicht wurde. Das erste Studioalbum „Eva By Heart“ war zu diesem Zeitpunkt in Arbeit, wurde aber erst nach ihrem Tod fertiggestellt. 25 Jahre nach der Veröffentlichung von „Live At Blues Alley“ wurde das Album im letzten Jahr neu gemastert und auf CD und erstmals auf Vinyl veröffentlicht. Es ist ein Eckpfeiler einer großen posthumen Karriere.

Text: Blix Street

jazz-fun.de meint:
Diese Veröffentlichung ist ein großes musikalisches Ereignis. Ein Ereignis, das sich nicht nur aus dem edlen Anlass der Präsentation dieser einzigartigen Aufnahmen ergibt, sondern vor allem aus den künstlerischen und expressiven Werten, die in ihnen enthalten sind. Ein weiteres Mal entdecken wir die vielseitigen und außergewöhnlichen Fähigkeiten der Künstlerin, die uns mit ihrer kraftvollen und doch von weiblicher Sensibilität geprägten Stimme verzaubert. Dies ist kein reines Jazz-, Pop-, Klassik- oder Blues-Album. Eva Cassidy präsentiert einen Stil, der Elemente der genannten Ästhetiken enthält, sich ihnen aber auch erfolgreich entzieht. Sie konstruiert Inhalte, denen man mit angehaltenem Atem lauscht. Sie formt faszinierende Geschichten aus ungewöhnlichen Melodien, verblüffenden stimmlichen Zusammenhängen und der ... die Schönheit der Musik an sich. Ihr Stil, ihre Gelehrsamkeit, ihr Reichtum an Artikulation, Dynamik und Phrasierung sind beeindruckend.

  1. Songbird
  2. Autumn leaves
  3. People get ready
  4. Waly waly
  5. Time after time
  6. Tall trees in georgia
  7. Ain't no sunshine
  8. You've changed
  9. I can only be me

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