Fischermanns Orchestra - Space Friction

Fischermanns Orchestra - Space Friction

Fischermanns Orchestra
Space Friction

Erscheinungstermin: 04.11.2022
Label: enja records, 2022

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Bodo Maier, Samuel Blättler - tp
Lino Blöchlinger - as
Sebastian Strinning - ts
Simon Petermann - tb, musical director
Nik Gross - bs
Samuel Blatter - synth, voc
Dominic Landolt - g
Urban Lienert - eb
Reto Eisenring - snare drum, dr
Thomas Reist - Bass Drum, dr, Leader

Im Sommer dieses Jahres ging das Fischermanns Orchestra auf eine sehr besondere Tour. Nicht auf die kommode Art mit Flightcase, Maske und Handgepäck, sondern the rough and rowdy way: Die Blue Sky Tour im Juli umfasste Clubgigs, große Bühnen und Straßenmusik – alle gemeinsam mit Rucksack und Raststättenverpflegung im Tourbus. Von Luzern über Rom südöstlich die Balkanroute entlang bis Budapest und über Wien zurück nach München zum Abschlussgig in der Unterfahrt.

Ein Raum, den zu durchmessen, sicher nicht reibungslos zu machen ist, was sich im aktuellen Album Space Friction äußerst produktiv niederschlägt. Dabei sind die Reibungen in diesem Schweizer Kollektiv schon der Besetzung und Konzeption nach positiv angelegt: Einerseits der große Bläsersatz mit Pauke und Snare nach Art einer Marching Band direkt aus NOLA, dazu ein klassisches Rocktrio mit Stromgitarre und E-Bass, gelegentlich bizarre Gesangseinlagen sowie digitale und analoge Störgeräusche. Synkopenseligkeit trifft auf Taktwechselwahn, eine kontra-chorische Bläseraufstellung im Call-and-Response, zwischendurch waschechte Bigband-Patterns, garniert mit stilsicheren Post-Bop-Improvisationen und erfrischend schwerelosen Ausbrüchen ins Freie. Kompositionen und Arrangements gehen potentiell auf alle Beteiligten zurück. Ein Klangkosmos, aufgespannt zwischen Zappa und Sun Ra, der sich beständig ausdehnt.

Fischermanns Orchestra vereint die Wendigkeit eines Large-Ensembles mit dem massiven Druck einer ausgewachsenen Bigband. Die Fischermänner und –frauen fischen mit ihrem Raumschiff in den Randgewässern des Universums, in interstellaren Spülflächen und Auen. Und sie füllen ihre Netze mit reicher Beute aus Reibungsverlusten, die es im Outer Space physikalisch gesehen eigentlich nicht geben kann.

Text: enja records

jazz-fun.de meint:
Hier gibt es nichts, was nach einem Standardverfahren gespielt wird. Dies gilt sowohl für die klanglichen Proportionen als auch für die Nutzung der Leistungsfähigkeit der einzelnen Instrumente. Man könnte sagen, dass der Stil dieses Albums von der Aufmerksamkeit für unvorhersehbare Klangkombinationen geprägt ist, die impressionistische Klangwunder erzeugen.

  1. Hypoxia
  2. Krone
  3. Road runner
  4. The weedlunch with the loonies
  5. Cairo
  6. Yummy chummy
  7. Powehi
  8. neuneu

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