Fresu, Zavalloni, Arcelli, Rubino, Bardoscia, Alborada - PopOFF!

Fresu, Zavalloni, Arcelli, Rubino, Bardoscia, Alborada - PopOFF!

Fresu, Zavalloni, Arcelli, Rubino, Bardoscia, Alborada
PopOFF!

Erscheinungstermin: 03.12.2021
Label: Tǔk Music, 2021

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Cristina Zavalloni - voices
Paolo Fresu - trumpet, flugelhorn and effects
Cristiano Arcelli - soprano sax, bass clarinet, flute and melodica
Dino Rubino - piano, philicorda on track #6
Marco Bardoscia - doublebass and effects
Quartetto Alborada - strings
Luca Devito - flute on track #2

popOFF! ist ein Wortspiel zwischen dem berühmten Lied des tollpatschigen Kosaken des Zaren und der Idee, Genre- und Altersgrenzen zu überschreiten. Hier ist Paolo Fresus neue Herausforderung mit einer Prise Verrücktheit: Es ist die Jazz-Neuinterpretation einiger Lieder des Zecchino D'Oro, des weltberühmten Gesangswettbewerbs, der der Kindheit gewidmet ist.

Die Idee zu diesem Projekt entspringt dem Wunsch des Trompeters, die Stadt zu ehren, die ihn seit den 80er Jahren beherbergt und ihn 2017 mit dem Nettuno D'Oro ausgezeichnet hat: Bologna

Der Gedanke ging sofort zum Zecchino D'Oro: das Antoniano, der historische Ort des Ereignisses, befindet sich nämlich in Bologna. Das Interesse von Fresu für Projekte, die der Kindheit gewidmet sind, besteht schon seit geraumer Zeit: Zusammen mit seiner Frau Sonia Peana (Geigerin und Gründerin des Streichquartetts, das auf dem Album zu hören ist) hat er 2010 in Bologna Nidi di Note ins Leben gerufen, ein Projekt, das darauf abzielt, die Musik von klein auf zum Leuchten zu bringen.

Wo sonst könnte man die Musik aufnehmen als in den mythischen Fonoprint Studios in Bologna, der Heimat von Lucio Dalla, Vasco, Gaetano Curreri, Luca Carboni und Samuele Bersani, um nur einige der vielen Künstler zu nennen, die dort ihre Musik aufgenommen haben.

Die Herausforderung war nicht einfach: die musikalische Strenge und die zeitgenössische Atmosphäre mit der Leichtigkeit, der Naivität und der Verspieltheit von Liedern wie "Quarantaquattro Gatti", "Il Valzer del Moscerino", "Caffè della Peppina" und "Volevo un Gatto Nero" in Einklang zu bringen, Lieder, die sowohl als Kinder wie auch als Erwachsene der Soundtrack vieler Generationen waren und einen festen Platz in der kollektiven Wahrnehmung haben.

Ebenso schnell kam Fresu auf die Idee, Cristina Zavalloni als Sängerin für diese Stücke zu engagieren: Zavalloni ist eine Sängerin aus Bologna, die sowohl im Jazz als auch in der zeitgenössischen klassischen Musik zu Hause ist und die Familientradition fortsetzen kann, denn ihr Vater Paolo Zavalloni - alias Zavallone - war von 1989 bis 2003 musikalischer Leiter des Antoniano. Mit dem Album ist es Zavalloni auch gelungen, sich ihren Kindertraum zu erfüllen: beim Zecchino D'Oro zu singen!

Die Besetzung besteht aus dem Streichquartett Alborada (Anton Berovski an der Violine, Sonia Peana an der Violine, Nico Ciricugno an der Viola und Piero Salvatori am Cello), mit Arrangements von Cristiano Arcelli, der auch Sopransaxophon, Bassklarinette, Flöte und Melodica spielt, und wird von Dino Rubino am Piano e Philicorda und Marco Bardoscia am Kontrabass begleitet; das Album markiert das musikalische Debüt von Luca Devito, einem Faktotum des Labels Tuk Music mit einer soliden musikalischen Ausbildung, der auf "Il Valzer del Moscerino" als Gastflötist zu hören ist.

Ist die Herausforderung gelungen?
ist es Fresu selbst, der diese Frage in den Anmerkungen des reichhaltigen Booklets behandelt: "Es liegt nicht wirklich an uns, es zu wissen, und wir halten es auch nicht für so wichtig. Was wirklich zählt, ist, dass wir uns wieder als Kinder fühlen und Geschichten erleben konnten, die zu uns gehören."

Das wunderbare Artwork des Albums und die Bilder des Booklets wurden von Lorenzo Mattotti gezeichnet, der in Brescia geboren wurde und heute in Paris lebt. Seine außergewöhnliche Karriere hat ein Kapitel in Bologna, wo er zusammen mit Igort und Daniele Brolli das Cartoonisten- und Illustratorenkollektiv Valvoline gründete.

Text: Tǔk Music

jazz-fun.de meint:
Die Musik dieses Albums ist melancholisch, aber auch mit einem Hauch von Unruhe... schöne Melodien mischen sich mit fesselnden Jazz-Soli. Wunderbar arrangierte und gespielte Musik! Es besteht eine gute Chance, dass junge Fans, die außergewöhnliche Dinge zu schätzen wissen, danach greifen, und dieses Projekt ist sicherlich eines davon.

  1. Quarantaquattro gatti (Intro)
  2. Il valzer del moscerino
  3. Ninna nanna del chicco di caffé
  4. Il caffé della Peppina
  5. Volevo un gatto nero
  6. Il pulcino ballerino
  7. La giostra del carillon
  8. Il katalicammello
  9. Lettera a Pinocchio
  10. Non lo faccio più
  11. Il pinguino Belisario
  12. Quarantaquattro gatti
  13. Popoff

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