Harri Stojka - Stones Free

Harri Stojka - Stones Free - Albumcover
Harri Stojka - Stones Free

Harri Stojka
Stones Free

Erscheinungstermin: 14.06.2024
Label: Gipsy Production, 2024

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jazz-fun`s recap:

Das Alte ist neu! Und wie! Harri Stojka hat uns bereits an den Klang seiner Gitarre und die Art und Weise, wie er Musik auf seine eigene, unbestreitbare Weise verarbeitet, gewöhnt. Die Jagger/Richards-Kompositionen klingen trotz ihres rauen Klangs bisweilen sogar ein wenig nostalgisch. (Jacek Brun, 14.06.2024)

Peter Dürr - Vocals
Harri Stojka - Guitar
Peter Strutzenberger - Bass
Sigi Meier - Drums

„Blame it on the Stones“ sang Kris Kristofferson schon auf seinem ersten Album 1970. Damals war noch nicht absehbar, dass die so besungenen Rolling Stones mehr als 50 Jahre später als wahre Titanen der globalen Pop- und Rockkultur im globalen Bewusstsein verankert sein würden, dass nicht wenige ihrer Songs für mehrere Generationen identitätsstiftend sein würden und dass ihre letzte Welttournee im Jahr 2022 vielen als echtes Ereignis in Erinnerung bleiben würde.

1970 darf auch als das Jahr gelten, in dem Harri Stojka, der 1956 in Wien geborene und bis heute hier lebende und arbeitende Ausnahmegitarrist, seine musikalische Karriere in jungen Jahren nachhaltig begann, als Jano und Harri Stojka in der ihrerseits geschichtsträchtigen Arena auftraten. Mit zahlreichen Stationen folgte Stojka in den folgenden Jahren und Jahrzehnten seiner Musikalität und Muse, ließ seine Lust am Spiel mit der „Zeit“ immer neue Formen finden. Als Solist ebenso wie mit diversen Bands, seien es Gipsy Love oder sein eigener Harri Stojka Express, nicht zu vergessen seine Mitgliedschaft in Novaks Band, auf deren berühmtem 78er Album „Naked“ er zu hören ist. So sehr der Saitenkünstler Harri Stojka für seine Virtuosität und sein musikalisches Einfühlungsvermögen zwischen Jazz, (Gipsy-)Swing und diversen Spielarten der so genannten „Weltmusik“ international geschätzt und gerühmt wird, so wenig darf man vergessen, dass er mit seiner Gitarre auch in Sachen Rock und Psychedelic einiges und Tiefgründiges zu „sagen“ hatte und hat.

Was nicht zuletzt sein 2020 auf CD erscheinendes „Salut To Jimi Hendrix“ beweist! Vor allem die gerne etwas lauteren Konzerte mit Stojkas kongenialen Partnern im Sound, Bassist Peter Strutzenberger und Schlagzeuger Sigi Meier, im Jahr von Hendrix' 80. Geburtstag 2022, ließen viele Ohren genüsslich klingeln und Herzen begeistert schneller schlagen.

Wenn sich dieses eingespielte Dreamteam der Stones annimmt, mit einer Setlist, die viele der ganz großen Klassiker der Herren Jagger, Richards & Co. auf ihre ganz eigene Weise interpretiert, vom unverwüstlichen „Satisfaction“ bis hin zu „Start Me Up“, dem vielleicht letzten wirklich super prägnanten Riff und Song der Band, dem vielleicht letzten wirklich superprägnanten Riff und Song der Band, dann macht der geplante Tonträger schon jetzt unbändige Lust auf die Konzerte dazu (nebenbei sei noch erwähnt, dass Hari Stojka den ewigen Antagonisten der Stones, den Beatles, bereits 2016 ein Album gewidmet hat). Zumal bei dieser beseelten musikalischen Aneignung der mächtigen Stones die nicht unwichtige Frage nach dem Frontmann mit Sänger Peter Dürr bestens beantwortet ist. Dürr seinerseits ist mit allen Bühnenwassern gewaschen, ein erprobter Rock-Routinier, dem es zugleich nie an der unverzichtbaren Leidenschaft und Hingabe fehlt.

Es macht einfach Spaß, Stojka, Dürr, Strutzenberger und Meier dabei zuzuhören, wie sie sich als Quartett Songs zu eigen machen, die nie weniger als fünf Stones gespielt haben. Zu hören, wie Harri Stojka auf den Spuren gleich vierer Gitarristen- und Musikerikonen - Keith Richards, Brian Jones, Mick Taylor und Ron Wood - seinen eigenen Weg geht, mit seinem unverkennbar eigenen Ton und Stil, sei es beim großartigen „Miss You“ oder anderen überlebensgroßen Songs wie „Sympathy For The Devil“, „Midnight Rambler“ oder „Gimme Shelter“, geht weit über die Idee des „Nachspielens“ oder einer sklavisch den Originalen verpflichteten Hommage hinaus. Vielmehr handelt es sich um einen lebendigen Dialog mit einer Musik, die auf diese Weise wieder sehr lebendig wird und bei der nicht zuletzt das Wort „Free“ im Albumtitel Stones Free eine nicht zu unterschätzende Bedeutung hat.

Da glühen die Lippen ganz rot, da schnalzt die Zunge vor Freude - um nur das vielleicht berühmteste Bandlogo aller Zeiten zu erwähnen!

Text: Gipsy Production

  1. Jumpin' Jack Flash
  2. (I Can't Get No) Satisfaction
  3. Honky Tonk Women
  4. Miss You
  5. Start Me Up
  6. Midnight Rambler
  7. Can't You Hear Me Knocking
  8. Gimme Shelter
  9. Sympathy For The Devil
  10. Play With Fire
  11. Under My Thumb
  12. We Love You

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