Ida Sand - Young At Heart

Ida Sand - Young At Heart

Ida Sand
Young At Heart

Erscheinungstermin: 27.03.2015
Label: ACT, 2015

Ida Sand - Young At Heart - bei JPC kaufenIda Sand - Young At Heart - bei Amazon kaufenIda Sand - Young At Heart - bei iTunes kaufen

Schon immer war Ida Sand für Überraschungen gut. Als sie mit 29, nach dem Studium an der Göteborger Musikhochschule und den Lehrjahren in der Stockholmer Jazzszene, 2007 ihr ACT-Debüt „Meet Me Around Midnight“ vorlegte, klang das so ganz anders, als man es von einer schwedischen Sängerin erwartet hatte: Kein ätherischer, „nordischer“ Pop-Jazz, sondern purer, von ihrem dramatischen Timbre befeuerter Soul. Denn Gospel Music und der Soul einer Nina Simone, Etta James und Aretha Franklin, eines Sam Cooke, Donny Hathaway oder Stevie Wonder waren Sands prägende frühen Einflüsse gewesen. Immer wieder verwandelte Sand auf ihren bisherigen drei ACT-Alben Songs dieser Heroen „mit ihrer dunklen, samtig-kraftvollen Stimme in funkelnde Pretiosen“, wie die Financial Times schrieb. Presse wie Publikum waren sich einig, mit Ida Sand eine neue „große weiße Soulstimme“ gehört zu haben.

Schon auf dem Album „True Love“ findet sich mit „Heart of Gold“ eine Interpretation eines Neil Young Klassikers, dass Sand aber jetzt mit „Young At Heart“ der kanadischen Folk-Rocker- und Singer-Songwriter-Legende ein ganzes Album widmet, kommt sicher unerwartet. Doch Sand sieht gute Gründe dafür, zunächst einmal grundsätzliche: „Man hat oft gesagt, dass die schwedische und die kanadische Mentalität einander ähneln. Unsere Länder haben das gleiche Klima und nicht selten wurden unsere beiden Kulturen als ‚melancholisch‘ beschrieben.“ So ist auch ihre Verbindung zu Neil Young enger, als man bisher vermutete: „Mit seinen Texten und Melodien zu existentiellen menschlichen Fragen, die uns alle angehen, hat er meine musikalische Welt früh bereichert. Darin liegt für mich die Anziehungskraft dieses Projekts: Seine Melancholie einzufangen, die auch ein starker Parameter meiner künstlerischen DNA ist.“ Nach ihrer eigenen Methode durchforstete sie Neil Youngs opulentes, von Stilbrüchen und Experimenten geprägtes Werk:

„Primär ist es der Text, auf den ich achte, dann das Feeling und die Energie, die ein Song ausstrahlt. Wenn dabei etwas in mir zu schwingen beginnt, dann setze ich mich ans Klavier. Ich höre mir nie die Akkorde des Originals heraus, weil ich meinen ersten Eindruck nicht verderben möchte. Ich versuche, das Stück in einer mir passenden Tonart nach zu improvisieren und zu singen. Und dann lasse ich es wachsen.“

Sand meisterte die Herausforderung mit bewährter Hilfe. Ihr Entdecker und Mentor Nils Landgren übernahm auch bei „Young At Heart“ wieder die Produzentenrolle und ließ es sich nicht nehmen, mehrfach seine markant soulige Posaune und seine unverwechselbare Stimme beizusteuern. Ida Sands Mann Ola Gustafsson, der bereits ganz im Mittelpunkt ihres Albums „True Love“ stand, führt sozusagen als Neil Youngs Alter Ego an den Gitarren die exzellente Band an, zu der neben Jesper Nordenström an Keyboards und Orgel und Schlagzeuger Christer Jansson auch e.s.t. Bassist Dan Berglund gehört. Der für seinen souligen Ton bekannte Tenorsaxofonist Per „Texas“ Johansson und Sven Lindvall am E-Bass stießen als Gäste zu der mit Background-Sängern verstärkten Truppe. Und schließlich gibt der bekannte schwedische Rock-Sänger Bo Sundström mit Sand ein ergreifendes Duett zum Besten („Helpless“).

„Ich bin Schwedin, aber ich habe mein Bestes versucht, trotz meines persönlichen Ansatzes die Essenz der Musik zu bewahren.“ Man mag Sand versichern, dass dies gelungen ist, ob bei Klassikern wie „Cinnamon Girl“, „Harvest Moon“ oder „Helpless“, ob bei intimen Balladen wie „Birds“, bei Tempo-Groove-Nummern wie „Sea Of Madness“, bei folkigen Protestsongs wie „War Of Man“ oder bei opulenten Rockhymnen wie „Ohio“.

Willkommen in Neil Youngs vibrierendem, kraftvollem und epischem Klangkosmos!

Ida Sand, vocals & piano
Jesper Nordenström, keyboards
Ola Gustafsson, guitars
Dan Berglund, acoustic bass
Christer Jansson, drums & percussion

Guests:
Sven Lindvall, electric bass
Per Texas Johansson, tenor saxophone
Nils Landgren, trombone & vocals
André De Lange & Paris Renita, background vocals
Bo Sundström, vocals

  1. Cinnamon Girl
  2. Hey Hey, My My
  3. Don‘t Let It Bring You Down
  4. Harvest Moon
  5. Woodstock
  6. Birds
  7. Only Love Can Break Your Heart
  8. Ohio
  9. Old Man
  10. Helpless
  11. War Of Man
  12. One Of These Days
  13. Sea Of Madness

Einen Kommentar schreiben

Bitte rechnen Sie 6 plus 3.