Wer tiefer einsteigen möchte, findet zu vielen Meldungen weiterführende Inhalte: detaillierte Album-Reviews, exklusive Interviews, ausführliche Konzert und Festivalreportagen und fundierte Künstlerbiografien. Unsere kuratierten Besten Jazz-Alben bündeln darüber hinaus die prägendsten Veröffentlichungen eines Jahres – als Orientierung in einer stetig wachsenden Jazzwelt.
Marcin und Bartłomiej - die Oleś-Brüder - gehören zu den kreativsten Künstlern der polnischen Jazzszene. Sie sind zweifelsohne ein echter nationaler Schatz. Der Kontrabassist und der Schlagzeuger verfügen beide über eine außergewöhnliche Vorstellungskraft und eine unvergleichliche musikalische Sensibilität. Mit ihrem Pioniercharakter, der neue musikalische Gebiete entdeckt, sprengt ihr Schaffen oft den Rahmen des Jazz. Ein klarer Beweis dafür ist das Projekt "Koptycus".
Die Musik von TRIAZ lässt sich auf zwei Arten beschreiben, und die kurze Variante geht so: Die Musik der fünfköpfigen Band ist besonders. Punkt. Die etwas ausführlichere Variante hat mit Jazz-Einflüssen zu tun, mit Klassik und Pop, mit eingängigen Melodien und doch komplexen Arrangements.
Eine Auswahl der heißesten neuen Musik, die in diesem Monat von den wichtigsten europäischen Jazzmagazinen und Websites veröffentlicht wurde.
"Nikos Chatzitsakos Tiny Big Band" wurde im Jahr 2018 gegründet. In diesem Projekt arrangiert Nikos Jazz-Standards für eine einzigartige Besetzung von sechs Bläsern und Klaviertrio plus einige Gastauftritte an Gesang, Gitarre und Vibraphon. Obwohl diese Besetzung heutzutage selten zu sehen ist, war sie in der Blütezeit der Swing-Musik, vor dem Aufkommen der Big Bands, üblich.
Dieses Album ist eine Art sentimentale Reise, die gleichzeitig die hohe Kunstfertigkeit und den Einfallsreichtum der Interpreten widerspiegelt. Sie bewahren das Klima der Originale, legen jedoch originelle Arrangementideen frei.
Bilico ist ein italienisches Jazz-Duo, bestehend aus dem Trompeter Jacopo Fagioli und dem Pianisten Nico Tangherlini. Das Duo spielt ausdrucksstarke Originalmusik im Bereich des modernen Kammerjazz.
"Alone Together" ist das Debütalbum der dänisch-schwedischen Saxophonistin und Sängerin Johanna Linnea Jakobsson. Indem sie stilistische und instrumentale Elemente des Jazz mit ihrer persönlichen Interpretation des Singer-Songwriter-Genres kombiniert, schafft sie ein einzigartiges Cross-Over-Universum, das ganz ihr eigenes ist. Das Album enthält sowohl Johannas eigene Kompositionen als auch persönliche Interpretationen bekannter Klassiker, von Duke Ellington bis zu den Beatles.
Get Your Goat ist ein junges Jazz-Quartett, das die Musik des in Oslo lebenden Trompeters Øyvind Mathisen spielt und aufführt. Die Band wurde 2018 an der renommierten Jazz-Akademie in Trondheim, Norwegen, gegründet und tourt seitdem durch Norwegen und Skandinavien. Get Your Goat repräsentiert die neueste Generation engagierter skandinavischer Jazzmusiker, von denen wir in Zukunft noch viele großartige musikalische Erlebnisse erwarten können.
Hier treffen pointierte Kommentare zum Zeitgeschehen auf üppige Bläsersätze und eine pochende Rhythmusgruppe. Tenor des Ensembles Kuhle Wampe – das sich bewusst auf den gleichnamigen kommunistischen Film “Kuhle Wampe oder: Wem gehört die Welt (1932)” mit seiner prononciert avantgardistischen Formensprache (Regie: Brecht/Dudow/Ottwalt) und grandioser kontrapunktischer Filmmusik (Eisler) bezieht – ist die künstlerische Auseinandersetzung mit Politik und Gesellschaft.
Nach seinem furiosen und von der Presse hochgelobten Debüt „Elephants Marching On“ beim Schweizer Label Unit Records im September 2021, widmet sich der Schlagzeuger und Komponist Jonas Sorgenfrei in seiner zweiten Veröffentlichung dem transparenten Sound eines Trios ohne Harmonieinstrument: dem Saxofon Trio.
François de Ribaupierre spricht mit Lune de Jour eine inspirierende Einladung aus, klanglich geschlossene Räume zugunsten von poetisch gestalteten Freiräumen zu verlassen.
Garn das sind die Herren Meier, Stucki, Mueller, Steiner und Müller Was für eine verrückte Textur! Garn! Hört man sich rein in die individuelle Fadenfabrikation der Formation Garn, dann ist man erstaunt über das Gewebe, die farblichen Nuancen und der Vielfalt, die jeder Einzelne der Band Garn in diese Formation einbringt. Das Geflecht der Band garantiert live mit jedem präsentierten musikalischen Gewebestück einen überraschenden Fadenverlauf.
Der Schlagzeuger ist Preisträger des renommierten Hamburger Jazzpreises, der 2021 zum achten Mal vergeben wird. Der mit 10.000 Euro dotierte Preis zeichnet alle zwei Jahre Musiker*innen aus, die einen besonders qualifizierten künstlerischen Beitrag zur Jazzmusik in Hamburg geleistet und sich für die Belange des Jazz in der Stadt eingesetzt haben.
Mit einem umjubelten Auftritt der Nils Landgren Funk Unit auf der Hauptbühne bei Blohm+Voss und einem beeindruckenden Konzert von US-Sängerin Lady Blackbird im Großen Saal der Elbphilharmonie ist das zweitägige ELBJAZZ vergangene Nacht als eines der ersten großen Kulturevents in Präsenz erfolgreich zu Ende gegangen und bewies, wie hungrig Fans und Publikum nach zwei Jahren ELBJAZZ-Pause auf Livemusik vor der einzigartigen Kulisse des Hamburger Hafens waren.
"da Vinci" ist eine weitere Inkarnation des Tomasz Chyła Quintet, eine der interessantesten Entdeckungen der polnischen Jazzszene in den letzten Jahren. Ihr drittes Studioalbum bezieht sich auf einen Renaissance-Maler, Architekten, Mathematiker und... Musiker.
Wie bleibt die Kunst lebendig? Indem wir sie immer wieder lesen, hören und betrachten. Indem Worte, die vor langer Zeit geschrieben wurden, ganz unmittelbar in uns anklingen. Und besonders beglückend ist es, wenn die Kunst sich selbst fortschreibt. Wenn vergangene Werke zu neuen inspirieren.
Moritz Preisler veröffentlicht mit „Raureif“ sein erstes Album als Bandleader. Sein Trio mit David Helm am Kontrabass und Jan Philipp am Schlagzeug arbeitet seit Mai 2017 zusammen. Ausgangspunkt sind die Kompositionen des Namensgebers, die im Kollektiv erarbeitet, bearbeitet und arrangiert werden.
Die Musik von Ausfahrt ist verwurzelt in den eigenen Erfahrungen von Christina Zurhausen und folgt der Asthetik des Grungerock. Die Bandleaderin, aus dem rauen Alltag des Ruhrgebietes kommend, komponiert die Songs der Band – Songs, welche trotz ihrer klaren Struktur und Melodik auf Improvisationen basieren und von Eingangigkeit gepragt sind.
Nach dem viel beachteten Debütalbum meldet sich O.N.E. mit neuem, sehr spannendem Material zurück. Seit der Veröffentlichung ihres ersten Albums sind zwei Jahre vergangen, in denen sich in den Reihen der Band viel getan hat. Der Hauptunterschied ist die veränderte Besetzung - das zweite Album wurde als Quartett aufgenommen. "Auch 'Entoloma' ist sicherlich ein nachdenklicheres, reiferes Material", sagt Pola Atmańska.
Quadro Nouevo ist eine Band, die keiner besonderen Vorstellung bedarf. Ihre Musik steht für sich selbst. Arabesken, Balkan-Swing, Balladen, waghalsige Improvisationen, Melodien aus dem alten Europa und mediterrane Leichtigkeit verdichten sich zu märchenhaften Klangfabeln. Zusammen mit Izabella Effenberg haben sie in Hamburg eine wunderbare Atmosphäre geschaffen und ein großartiges Konzert gegeben.
Marek Pędziwiatr ist seit über einem Jahrzehnt Teil der Musikszene. Bekanntheit erlangte er durch Projekte wie EABS und Błoto & Jaubi. Dennoch hat er seinen Namen nie durch das Prisma dieser Bands hervorgehoben und stattdessen auf kollektive Arbeit gesetzt. Nun ist es an der Zeit, dass Marek sein Debütalbum mit dem Titel Marianna vorstellt, auf dem er allein als Latarnik in einer Piano-Soloform auftritt.
Für die fünfte Folge seines ambitionierten Conversations-Projekts präsentiert der preisgekrönte Schweizer Schlagzeuger Florian Arbenz das Album Elemental mit der niederländischen Saxophonistin Tineke Postma, dem portugiesischen Akkordeonvirtuosen Joāo Barradas und dem schweizerisch-australischen Bassisten Rafael Jerjen.
Eine Auswahl der heißesten neuen Musik, die in diesem Monat von den wichtigsten europäischen Jazzmagazinen und Websites veröffentlicht wurde.
Alle Musiker dieses Ensembles sind unbestrittene Virtuosen auf ihren Instrumenten. Ihre Interpretationen und Improvisationen sind voller faszinierender Details und fügen sich perfekt in den farbenfrohen Charakter aller sehr interessanten Kompositionen ein.
Mit Fractures präsentiert der Kölner Schlagzeuger, Improvisator, Komponist und elektronische Klangkünstler Fabian Arends seine neueste Perspektive auf das akkustisches Umfeld.
Reckless Abandon handelt von einem aufstrebenden Dramatiker, der im Sommer 1984 in New York City ein "Traumprojekt" entwickeln muss. Die Zeit und das Milieu sind von zentraler Bedeutung für die Reise des Protagonisten, ebenso wie die realen - und imaginären - Schauspieler, mit denen dieser literarische Emporkömmling interagiert - und die alle Einfluss auf die Verfeinerung seines Handwerks haben. Reckless Abandon stützt sich stark auf die Geschichtsschreibung von New York City als Medium für die Erzählung.
Ende Juli 2021 sind Jonas Hoenig, Oliver Felbinger und Thomas Schmeer in Freiburg im Breisgau für 2 1/2 Tage in das Studio „Klangfassung“ gegangen und dort ein Live-Album eingespielt. Ein Raum, drei Musiker, einmal auf „Aufnahme“ und am Ende des Songs auf „Stop“ gedrückt. So ist dieses außergewöhnliche Album entstanden.
Zusammen mit dem Alma-Quartett (alle Streichorchester des Königlichen Concertgebouw-Orchesters), dem Kontrabassisten Dominic Seldis und seinem Stammschlagzeuger Vinsent Planjer beschritt Frerichs einen völlig neuen und unerwarteten Weg. Er brachte das improvisatorische Element zurück in die klassische Musik: eine Praxis, die zur Zeit Mozarts und Beethovens üblich war.
MØW besteht aus vier Persönlichkeiten und vier musikalischen Elementen, angeführt von Ania Bratek. Es genügt zu sagen, dass Aga Derlak am Klavier, Mateusz Szewczyk am Bass und Adam Wajdzik am Schlagzeug eine echte Crème de la Crème der jungen Jazzszene sind.
Die Trennung, die die Musik im 20. Jahrhundert kennzeichnete und ihre klassischen und populären Seiten voneinander abgrenzte, begann sich im letzten Viertel des Jahrhunderts aufzulösen. Dieses allmähliche und natürliche Ereignis führte zur Entstehung der heutigen Musiker des 21. Jahrhunderts.
Der offizielle Soundtrack zum berührenden Dokumentarfilm von Kai Wessel, Katharina Rinderle und Tina Freitag enthält neben großen Hits auch sechs Titel, die bisher noch nie auf CD erschienen sind. Darunter spannende Coverversionen der alltime Soul Klassiker von Prince („Kiss“), Stevie Wonder („Have A Talk With God“) und Al Green („I Gotta Be More (Take Me Higher)“).
Takeshi Asai, der für seine Virtuosität und Vielseitigkeit bekannt ist - Straight-Ahead-Jazzpianist, Elektromusiker, Produzent, Komponist/Arrangeur einer Vielzahl von Theaterprojekten - hat mit seinen langjährigen Partnern, dem Bassisten Bob Gingery und dem Schlagzeuger Brian Woodruff auf dem "Trio Vol. VI" zusammengearbeitet