Tägliche Neuigkeiten, Albumankündigungen, Festivalmeldungen, Interviews, Releases und Entwicklungen aus Deutschland, Europa und der weltweiten Jazzszene.

Wer tiefer einsteigen möchte, findet zu vielen Meldungen weiterführende Inhalte: detaillierte Album-Reviews, exklusive Interviews, ausführliche Konzert und Festivalreportagen und fundierte Künstlerbiografien. Unsere kuratierten Besten Jazz-Alben bündeln darüber hinaus die prägendsten Veröffentlichungen eines Jahres – als Orientierung in einer stetig wachsenden Jazzwelt.

Szymon Mika - Attempts

Einer der führenden polnischen Gitarristen der jungen Generation hat beschlossen, ein Album allein mit seinem Instrument aufzunehmen. Wie viele ähnliche Projekte der letzten Zeit, wurde auch diese Aufnahme durch die Pandemie erzwungen. Hört man sich jedoch das gesamte Album an, so wird deutlich, dass Szymon Mikis Idee für ein solches Projekt schon lange gereift sein musste.

Hub Hildenbrand - Athem

Auf seinem neuen Soloalbum „Athem“ rückt Gitarrist und Komponist Hub Hildenbrand seine Gesangsstimme in den Fokus, und das auf völlig unkonventionelle Weise, denn für die Texte hat er eine neue Sprache geschaffen. Sprache, die wie Sprache klingt, jedoch in ihrer Auswahl der Sprachlaute, Silben und Wörter rein assoziativen und klanglichen Kriterien folgt.

Emiliano D´Auria - In-Equilibrio

Genau wie beim Radio, man hört zu und macht sich die Bilder im Kopf. Dieses Album beschwört Bilder herauf, es weckt Gedanken und Emotionen mit seinen kunstvollen Arpeggien, seiner makellosen Musikalität (die Credits sind so lang wie die italienische Küste) und seiner tadellos produzierten instrumentalen Mischung. Er hat Atmosphäre und er hat Abenteuer. Es ist ein Film... in Ton.

Jazzkantine - Discotheque

Wie es sich für die experimentierfreudige Jazzkantine gehört, entsteht auf "Discotheque" ein Sound, den man "Disco Jazz" nennen könnte – alles im bandeigenen Mix aus Funk, Soul und Rap, gewürzt mit jazzigen Bläser-Riffs und virtuosen Soli. Songs, die Lust machen, die neun Musiker endlich wieder live auf der Clubbühne zu erleben.

Fama M'Boup - in June

"in June" hat seine Wurzeln im Jazz, in melancholischen Volksliedern und klassischen Kunstliedern. Das Ergebnis dieser Synthese ist jedoch alles andere als das, was man erwarten würde. Aus diesen Elementen entwickelt Fama M'Boup ihre ganz eigene Sprache der vierstimmigen A-cappella-Musik, die sie hin und wieder mit Synthesizern oder Schlagzeug veredelt.

Snarky Puppy - Empire Central

Für Snarky Puppy, die genreübergreifende Superband, ist dieses Album eine Rückkehr zu ihren Wurzeln in Dallas, Texas, wo im Jahr 2004 alles begann. Bassist und Hauptkomponist Michael League gründete die Band, die ganz unauffällig als eine Gruppe von College-Freunden im Jazz-Studiengang der University of North Texas begann.

Sophie Stockham - Ria

Wir leben in einer Zeit, in der schon fast alles gesagt wurde. Immer wieder gibt es KünstlerInen, die - mit mehr oder weniger Erfolg - das Neue suchen. Sie versuchen, neue Ausdrücke, neue Phrasen oder sogar völlig neue Sprachen in der Musik zu finden. Ein Beispiel dafür ist dieses Album, auf dem das Saxophon im Kontrast zu einem Streicherquintett steht.

Lars Duppler - Unbound

Lars Duppler ist ein Geheimtipp, den fast jeder kennt: Von John Taylor und Joachim Kühn ausgebildet, Finalist beim Martial Solal Klavierwettbewerb, Preisträger des Landes NRW an der Cité des Arts in Paris, unterwegs mit eigenen Bands und an der Seite von Nils Wülker, Jens Düppe, Niels Klein und vielen mehr.

Stanisław Aleksandrowicz Quintet - Relativity Theory / Teoria Względności

"Relativity Theory / Teoria Względności" ist ein Album voller lebendiger Musik, die dank des Zusammenspiels von Trompete und zwei Saxophonen (oder Saxophon und Flöte) und der Betonung der melodischen Aspekte des Spiels in der Rhythmusgruppe in bunten Farben erstrahlt. Dabei scheut das Quintett auch vor Wendungen nicht zurück, was das Erlebnis der auf dem Album enthaltenen Klänge noch steigert.

ZIEMIA - Ziemia Dniem

Die Band ZIEMIA wurde in Polen von vier äußerst aktiven und suchenden Musikern gegründet. Von den ersten Minuten an markiert ihr erstes Album eindeutig einen künstlerischen Weg voller unbestimmter, aber konstanter Kombinationen und hat eine ganz eigene musikalische Farbe.

Chico César - Vestido De Amor

Vestido de Amor (in Liebe gekleidet), das zehnte Studioalbum des Brasilianers Chico César, klingt lebhaft, einfalls-, als auch umfangreich. Es beschäftigt sich mit dem Thema des Panafrikanismus, diesmal aus der Sicht der Diaspora. Der Sänger und Songwriter hat zwei grofle Persönlichkeiten der afrikanischen Musik eingeladen, um ÑVestido de Amorì zu bereichern: Salif Keita und Ray Lema.

Michał Barański im Gespräch mit jazz-fun.de

Michał Barański - Gitarrist und Kontrabassist, einer der kreativsten, suchendsten und wagemutigsten Künstler der zeitgenössischen polnischen Jazzszene. Sein Werk umfasst neben seinen Club-, Bühnen- und pädagogischen Aktivitäten mehrere Dutzend Platten, die er zusammen mit führenden Vertretern verschiedener, manchmal extremer Bereiche der Musikszene aufgenommen hat. Anlässlich der Veröffentlichung seines ersten eigenen Album "Masovian Mantra" haben wir diesen außergewöhnlichen Künstler zum Gespräch eingeladen.

Windisch Quartet - Meander

Das Ziel von Julius Windischs Musik ist es, außerhalb von Kategorien zu denken und verschiedene Arten von Musik zu verbinden, die ihn inspirieren. Julius will Musik spielen, die er noch nie gehört hat. Inspiriert von der abenteuerlichen Berliner Jazz- und Improvisationsszene hat er ein Quartett aus einfühlsamen, rücksichtslos ehrlichen und intelligenten Spielern zusammengestellt.

Angel Bat Dawid & Tha Brothahood am 04.09.2022 in der Elbphilharmonie in Hamburg

Afrofuturismus, eine Art Ästhetik, die die Kultur der afrikanischen Diaspora mit Technologie verbindet, wurde von vielen erforscht - Sun Ra, Parliament-Funkadelic, Janelle Monáe, Erykah Badu und sogar Beyoncé. Komponistin, Klarinettistin, Pianistin, Sängerin und DJ Angel Bat Dawids gehört auch dazu und ihr Ausdruckswille kennt keine Grenzen.