Inga Lühning - Daughters And Sons

Inga Lühning - Daughters And Sons - Albumcover
Inga Lühning - Daughters And Sons

Inga Lühning
Daughters And Sons

Erscheinungstermin: 27.09.2024
Label: JazzSick, 2024

Inga Lühning - Daughters And Sons - bei JPC kaufen Inga Lühning - Daughters And Sons - bei Amazon kaufen

jazz-fun`s recap:

Perfekt gesungene und großartig gespielte Musik. Songwriting auf höchstem Niveau. Gute Texte, die zusammen mit der feinsinnig gespielten Musik in eine bunte, traumhafte Musikwelt entführen. (Jacek Brun, 05.10.2024)

Inga Lühning - Vocals
Thomas Rückert - Piano, Fender Rhodes
Andrè Nendza - Bass
Marcus Möller - Drums, Percussion
Kai Brückner - Guitars, Dobro
Ludwig Nuss - Trombone
Matthias Bergmann - Trumpet
Oliver Leicht - Alto Clarinet
Alfonso Garrido - Percussion

Eine der bekanntesten und profiliertesten Stimmen des Jazz stellt ihr neues Album vor: Inga Lühning, bekannt durch ihre langjährige Zusammenarbeit mit dem Frankfurter Nu-Jazz-Kollektiv [re:jazz] sowie durch ihre enge Verbindung mit dem Düsseldorfer Pianisten Sebastian Gahler, dem „Poetry Clan“ des Kölner Komponisten und Pianisten Andreas Schnermann und ihre beiden eigenen Alben unter dem Bandnamen „Lühning“, veröffentlicht mit „Daughters and Sons“ ihre dritte CD mit eigenem Material.

Nach zwei Alben im Duoformat, die sie 2017 und 2020 mit dem Bassisten ihrer aktuellen Band, dem Echo-Preisträger André Nendza, veröffentlichte, widmet sie sich nun wieder ihrer Leidenschaft und Stärke: dem Schreiben eigener Songs. Wie schon auf den beiden Vorgängeralben unter eigenem Namen „Lühning“ (Jazzhausmusik, 2001) und „Entfernung“ (Herzog Records, 2008) lässt sich ihre Musik nicht in eine einzige traditionelle Schublade stecken, sondern bedient sich in den Bereichen Jazz, Pop, Singer-Songwriter, mal mit bluesigen, mal mit folkigen Anleihen.

Es ist faszinierend zu hören, wie sich das alles - getragen von Inga Lühnings wunderbarer, virtuos fesselnder und immer hundertprozentig authentischer und angenehmer Stimme - zu einem Gesamtwohlklang zusammenfügt, der sich förmlich in die Ohren der Zuhörerinnen und Zuhörer saugt.

Worum geht es in den Stücken? Kurz gesagt: Um das Menschsein. Sich immer weiter zu entwickeln, im Idealfall: zur besten Version seiner selbst. Mit all seinen Hindernissen, Erfahrungen, Schwierigkeiten, Glücksmomenten, Alltäglichkeiten - dem Leben. Wie fühlt es sich an, verliebt zu sein? Wie fühlt es sich an, mit zwei kleinen Kindern kreativ zu sein? Wie schafft man den Übergang vom Alleinsein zur Partnerin, dann zur Mutter und was macht das mit der Beziehung zu den eigenen Eltern? Was macht man mit all den Zweifeln an der eigenen Kunst, am eigenen Aussehen, am eigenen Alter? Vor allem angesichts von Instagram, Facebook, Youtube? All das war Inga Lühnings Leben in den letzten Jahren, und sie lädt die Zuhörerinnen und Zuhörer ein, daran teilzuhaben, auf die schönste Art und Weise - durch ihre Musik.

Großen Anteil an diesem ganz eigenen Lühning-Klangkosmos haben die Musiker, mit denen sie sich für diese Produktion zusammengetan hat. Mit ihrem Duo-Partner André Nendza am Bass, dem langjährigen Lee Konitz-Pianisten Thomas Rückert und dem vielseitigen Schlagzeuger Marcus Möller sowie einer Reihe illustrer Gäste (Kai Brückner - git, Ludwig Nuss - trb, Matthias Bergmann - trp, Alfonso Garrido - perc, Oliver Leicht - altcl) ist es offenbar gelungen, während des Aufnahmeprozesses eine gewisse Magie zu erzeugen und einzufangen, die in der heutigen Musiklandschaft selten geworden ist.

Warme, weiche Klänge. Dynamische, akustische Musik, nicht flach, laut, totkomprimiert. Immer wieder diese Stimme, die über allem schwebt, traumhaft klar und einzigartig. Improvisation? Ja, natürlich, auch von Lühning. Aber nie um ihrer selbst willen. Pop, manchmal, aber nie stumpf oder einfältig. Die Gitarren, manchmal wie im Folk, dann wieder zupackend und elektrisch, in einem Stück sogar: eine Dobro. Das alles passt auf „Daughters and Sons“ wunderbar zusammen.

Die zehn Tracks wurden bewusst akustisch und gemeinsam als Band im Bonner Hansahaus-Studio von dem mehrfach Grammy-prämierten Toningenieur Klaus Genuit aufgenommen und abgemischt. In den meisten Fällen wurden die Stücke nur zwei- oder dreimal gespielt und dann so veröffentlicht.

Text: JazzSick

  1. it’s ok (that you’re not ok)
  2. you are more
  3. gentle and quiet
  4. tonight
  5. wie im märchen am ende
  6. let´s play jesus
  7. in deinem licht
  8. you plus me
  9. du kannst zaubern
  10. wenn die sonne
  11. atme ein atme aus

Einen Kommentar schreiben

Was ist die Summe aus 1 und 5?