Rezension des Jazz-Albums "Ayô Dele" von Ireke

Ireke - Ayô Dele - Album cover
Ireke - Ayô Dele

Ireke
Ayô Dele

Erscheinungstermin: 13.03.2026
Label: Underdog Records, 2025

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Afrobeat, Funk und Dub im modernen Groove-Mix

jazz-fun`s recap:

Mit Ayô Dele präsentiert das Projekt Ireke ein Album, dessen Titel aus der Yoruba-Sprache stammt und sinngemäß „Freude kommt zu mir“ bedeutet. Schon dieser Name deutet die Richtung der Musik an: eine klangliche Einladung zu Bewegung, Leichtigkeit und gemeinsamer Energie.

Im Zentrum des Projekts stehen die Multiinstrumentalisten und Beatmaker Julien Gervaix und Damien Tesson. Beide Musiker entwickeln gemeinsam eine dichte, gleichzeitig luftige Groove-Sprache, in der jedes Detail Raum erhält und dennoch Teil eines klar strukturierten Gesamtklangs bleibt.

Die musikalische Basis bildet eine Mischung aus Afrobeat, Dub, Funk, Soul, Roots-Reggae und elektronischer Produktion. Das Studio wird dabei zum kreativen Experimentierfeld: pulsierende Basslinien, warme Bläserarrangements, rhythmisch verschachtelte Gitarren-Arpeggien sowie die charakteristischen Farben von Rhodes und Keyboards formen ein vielschichtiges Klangbild.

Trotz dieser stilistischen Vielfalt bleibt der Groove stets das zentrale Element der Musik. Er treibt die Stücke voran, schafft Bewegung und öffnet gleichzeitig Raum für vokale Linien, die mit großer Freiheit gestaltet sind. Die Musik wirkt präzise und gleichzeitig spielerisch – ein Balanceakt zwischen Kontrolle und spontaner Energie.

Gerade diese Mischung macht Ayô Dele zu einem ausgesprochen zugänglichen Album. Die Kompositionen sind rhythmisch komplex, verlieren jedoch nie ihre unmittelbare Wirkung. Sie laden zum Tanzen ein, ohne ihre musikalische Raffinesse zu verbergen.

So entsteht eine Musik voller Wärme, Optimismus und rhythmischer Vitalität. Ayô Dele ist ein Album, das Körper und Geist gleichermaßen anspricht – ein perfekter Soundtrack für helle Frühlingsabende und lange, tanzbare Nächte.

(Jacek Brun, 04.04.2026)

Besetzung

Julien Gervaix - Alt-Sax, Bass, Keyboards, Beatmaking, Backing Vocal
Damien Tesson - Gitarren, Bass, Keyboards, Dub&FX, Beatmaking, Backing Vocal
Nayel Hóxò - Lead Vocal (Track 2, 6, 7, 9) und Backing Vocals
Agnès Hélène - Lead Vocals (Track 1, 3, 5, 8, 10) und Backing Vocals, Horn, Trompete
Olivya (Dowdelin) - Lead Vocals (Track 4)
Hervé Godard - Bass (Track 7)
Franck Bougier - Bläser (Track 6)

Titelliste

  1. Tout Est Bizarre
  2. Abanije
  3. Soy Dos
  4. Viv Li
  5. Laissez Passer
  6. Ta Logbe Jongo
  7. Soulshine
  8. En Synchro
  9. Aishododo
  10. L'or & Le Sang

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