Jacob Anderskov - I Sang

Jacob Anderskov - I Sang
Jacob Anderskov - I Sang

Jacob Anderskov
I Sang

Erscheinungstermin: 02.02.2024
Label: April Records, 2023

Jacob Anderskov - I Sang - bei bandcamp kaufen

jazz-fun`s recap:

Jacob Anderskov setzt seine musikalische Grenzüberschreitung fort. Sein neues Werk ist eine konzentrierte, eher ernste und gefühlsbetonte Musik, die nicht durch harte Rhythmen und Klänge zu beeindrucken versucht, sondern durch den logischen Aufbau von Stimmungen und den Einfallsreichtum der Solisten. Ein schönes, entspannendes Album, das jedem gefallen dürfte, der für schöne Klänge offen ist.

Jacob Anderskov - Piano
Kasper Tranberg - Trumpet
Jakob Høyer - Drums
Soffie Viemose - Vocals, Effects
Jakob Munch - Vocals, Tuba, Trombone
Hospitalskoret Cartilago - Communal Singing (fællessang) (track 5 only)

Der dänische Pianist/Komponist Jacob Anderskov, der bereits über 25 Alben veröffentlicht hat und von der internationalen Presse mit zahlreichen Preisen und Auszeichnungen geehrt wurde, gilt als transformative Kraft in der zeitgenössischen Musik. Mit seinem neuen Album wagt er den Dialog mit dem dänischen "Højskolesangbogen" - einer beliebten Sammlung von Singalongs, Volksliedern und Hymnen aus dem späten 19. Jahrhundert, die bis heute fest mit der kulturellen Identität Dänemarks verwoben ist.

Auf dem Album werden zehn Musikstücke auseinandergenommen und wieder zusammengesetzt - ein Prozess, der ihre Formen dehnt, ihre Kontexte neu erfindet und alle Erwartungen zunichte macht. "I Sang" balanciert auf dem schmalen Grat zwischen avantgardistischer Musik und vertrauter Tradition, setzt sich über Konventionen hinweg und ist gleichzeitig fest in der geliebten Musik der Vergangenheit verankert.

Anderskovs zartes, subtiles und strukturiertes Klavierspiel dient als Grundlage für kompositorische und improvisatorische Erkundungen. Das Ensemble bewegt sich mühelos zwischen vertrauter, funktionaler Folkbegleitung und dichter, komplexer Harmonik, wobei die Grenze zwischen Vertrautem und Herausforderndem das ist, was das Ensemble vorantreibt. Jakob Høyers phantasievolles Schlagzeugspiel, Kasper Tranbergs meisterhafte Melodien auf der Trompete und Soffie Viemoses behutsame Hinzufügung von Delay, Hall und Effekten tragen dazu bei, die ätherische Welt zu schaffen, in der die Platte lebt.

Um die Dualität zu unterstreichen, die der Musik zugrunde liegt, gibt es auf dem Album zwei gegensätzliche Sängerinnen, die eine Brücke zwischen den beiden Welten schlagen, die Anderskov erkunden wollte. Viemoses Gesang beschwört die ätherische "Idee" der Lieder herauf, während Muncks Stimme den warmen und vertrauten Ton des gemeinsamen Singens im dänischen Alltag widerspiegelt.

"Das ganze Album handelt vom TRAUM dieser Lieder, von der Idee der Lieder, von der Erinnerung an die Lieder. Und es geht darum, die bekannten Versionen zu öffnen, um existenzielle Dimensionen des Materials zu erschließen, jenseits oder unterhalb der üblichen Ansätze".

"I sang" ist eine innovative Erzählung über Identität und Ort, die an die Vergangenheit anknüpft und gleichzeitig die Grenzen der Gegenwart verschiebt; ein komplexer Wandteppich, gewebt mit Liebe, Respekt und einem tiefen Gefühl der Ehrfurcht vor einer Musik, die ganz und gar dänisch ist und doch universell.

Text: April Records

  1. Jeg ved en lærkerede
  2. Du danske sommer, jeg elsker dig
  3. Danmark, nu blunder den lyse nat
  4. Se, det summer af sol over engen
  5. Se nu stiger solen
  6. Sommersolhvervssang
  7. Du danske sommer, jeg elsker dig II
  8. I sne står urt og busk i skjul
  9. Underlige aftenlufte
  10. Jeg ved en lænkerede II

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