Janiece Jaffe & Monika Herzig - Both Sides of Joni

Janiece Jaffe & Monika Herzig - Both Sides of Joni

Janiece Jaffe & Monika Herzig
Both Sides of Joni

Erscheinungstermin: 31.03.2023
Label: ACME Records, 2020

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Jeremy Allen - bass (except Track 9)
Carolyn Dutton - violin (Track 3. 4)
Cassius Goens - drums
Monika Herzig - piano
Janiece Jaffe - vocals
Peter Kienle - bass (Track 9)
Greg Ward - saxophone (except Track 4, 9)

Both Sides of Joni ist eine Neuinterpretation der Musik von Joni Mitchell, arrangiert von der Pianistin Monika Herzig, interpretiert von der preisgekrönten Sängerin Janiece Jaffe und aufgenommen mit einer Gruppe renommierter Jazzmusiker, darunter Greg Ward am Saxophon, Jeremy Allen am Bass, Carolyn Dutton an der Violine und Cassius Goens am Schlagzeug mit dem Gastbassisten Peter Kienle.

Das Projekt Both Sides of Joni war das Ergebnis einer Sinnsuche während des Covid Sommers in 2020. Die Sängerin Janiece Jaffe begann die Musik und Texte von Joni Mitchell intensiv zu hören. Sie fand Wahrheit und Weisheit in dieser Musik, die sie inspirierte und die sie teilen wollte, um andere zu inspirieren. Sie vertiefte sich in die Texte und beschloss die Jazz-Arrangements neu zu interpretieren. „Ich konnte sie fast ‚hören‘!“ Zusammen mit ihrer Freundin und Kollegin Monika Herzig verbrachte sie im Corona Sommer des Jahres 2020 viel Zeit mit Keyboard in der angrenzenden Scheune ihres Hofes, um Arrangements zu erarbeiten und Jonis Musik neu zu entdecken. Im März 2021 wurden die Arrangements im Jazz Kitchen in Indianapolis unter großem Beifall uraufgeführt. Die Themen, wie die Überwindung von Hindernissen im Leben, Ausdauer, Rebellion, Liebe und Reue resonierten mit den Musikerinnen und dem Publikum und so beschlossen sie, die neuen Arrangements mit einer Gruppe hervorragender Musiker und mit Unterstützung einer erfolgreichen Kickstarter-Kampagne aufzuneh-men. Nur wenige Tage nach der Fertigstellung der Aufnahme verstarb Janiece Jaffe ganz unerwartet nach einer Herzoperation. Das Album ist ihr Vermächtnis, ihr Traum, und dieses musikalische Geschenk wird mit unendlicher Dankbarkeit mit Tourneen in den USA und Europa mit der bekannten New Yorker Sängerin Alexis Cole in diesem Jahr gefeiert.

Janiece Jaffe wuchs in einer musikalischen Familie auf. Ihre Mutter war Vorschullehrerin und Opernsängerin, ihr Vater war Professor für klassische Musik.

Als Künstlerin hat Janiece mit vielen namhaften Musikern zusammengearbeitet, darunter Freddie Hubbard, Frank Vignola, Keter Betts, Dominic Spera und Al Cobine. Über sie geschrieben hat Scott Yanow in seinem Buch „Jazz Singer: The Ultimate Guide”.

Die Sängerin hat 11 Alben aufgenommen und ist zusätzlich als Gast auf mehr als 25 Aufnahmen zu hören. Im Laufe ihrer Karriere hat Janiece Texte für die Musik von Miles Davis, Thelonious Monk und Freddie Hubbard geschrieben. Sie war auch als Texterin für die Komponisten Marcos Cavalcante (Standing on the Edge), Monika Herzig, David Ward Steinman und Curtis Cantwell Jackson tätig.

Janiece wurde 1999 Reiki-Meisterin und begann, sich mit Klangheilung zu beschäftigen. Sie schuf drei Meditations-CDs: The Lotus and the Rose, Heartones und Fire in the Lotus. Janiece produzierte mit der Harfenistin Amy Camie Begleitmusik für das Buch The Atlantean Legacy von Paula Bates. Außerdem arbeitete sie mit Amy Camie in St. Louis bei Soundscape Concerts zusammen, so entstand die CD mit dem Titel Beyond Words Into the Soul.

Am Morgen des 23. November 2022, als Janiece sich auf eine Herzoperation vorbereitete, verschickte sie diese Worte, die ihre letzten werden sollten: „Nachdem ich mein Morgengebet beendet und all eure Liebe und Unterstützung gespürt habe, bin ich bereit für das, was jetzt kommt! Ich möchte euch wissen lassen, wie viel Dankbarkeit ich für die Lieder, Gebete, Gesänge, Heilenergie und Liebe empfinde, die mich erreicht haben. Möge es zehnfach zu euch allen zurückkommen! Ich danke euch so sehr! Ich bin bereit! In Liebe, Janiece.“

Der Bürgermeister von Bloomington, Indiana, erklärte den 12. Dezember zum Janiece-Jaffe-Tag.

Monika Herzigs Karriere als Jazzpianistin und -komponistin erstreckt sich über drei Jahrzehnte und Dutzende von Veröffentlichungen, zuletzt mit ihrer All-Star-Band Sheroes, in der die weltweit führenden Instrumentalistinnen wie Jamie Baum, Reut Regev, Leni Stern, Rosa Avila, Jennifer Vincent und als Gäste Ingrid Jensen, Ada Rovatti, Akua Dixon, Lakecia Benjamin und andere mitwirken. Ihre Kompo-sition „Just Another Day in the Office“ ist in der Publikation New Standards: 101 Lead Sheets by Women Composers (Berklee Press, 2022), die unter der Leitung von Terri Lyne Carrington entstanden ist, erst kürzlich erschienen.

SHEROES ist ein Projekt, an dem einige meiner Lieblingsmusikerinnen beteiligt sind und das von Monika Herzig angeführt wird. Es ist gefühlvoll und nachdenklich. Besonders gut gefällt mir ihre Interpretation von „Ain‘t No Mountain High Enough“ – sie fängt den Geist der Gruppe ein, denn große Künstler lassen sich nicht davon abhalten, große Musik zu machen, wie diese hervorragende Aufnahme beweist. – TERRI LYNE CARRINGTON

Herzig schreibt für DownBeat und JazzTimes und war Herausgeberin von Jazz Education in Research and Practice (JAZZ) sowie Vorstandsmitglied und Leiterin des Forschungsausschusses des Jazz Education Network (JEN). 2019 spielte Sheroes auf dem Jazz Tales Festival in Kairo und Alexandria, Ägypten, und tourte durch viele der wichtigsten Jazzclubs Europas, wie z.B. Porgy & Bess (Wien), Unterfahrt (München), Theaterhaus Stuttgart Jazztage, das Women in Jazz Festival (Halle) und ist auch in Kay D. Rays Dokumentarfilm In Her Hands: Key Changes in Jazz zu sehen, zusammen mit ihren bekannten Weggefährtinnen Anat Cohen, Ingrid Jensen, Sherrie Maricle, Grace Kelly und anderen. Bands unter Herzigs Leitung tourten in Deutschland, Italien und Japan und traten als Vorgruppe von Tower of Power, Sting und den Dixie Dregs auf. Herzig ist Autorin von zwei von der Kritik hochgelobten Büchern, eines davon mit einem Vorwort von Quincy Jones: David Baker: A Legacy in Music (IU Press, 2011) und Chick Corea: A Listener‘s Companion (Rowman & Littlefield, 2017), dem das Darmstädter Jazzinstitut attestiert: „Herzig gelingt eine perfekte Balance zwischen musikalischer Analyse und Kontext für die ausgewählten Aufnahmen sowie Chick Coreas Karriere...leicht zu lesen, gut organisiert und motiviert – was immer noch die höchste Leistung für Musikliteratur ist – zum wiederholten Hören.“ Ihr mitherausgegebener Band Jazz and Gender ist 2022 bei Routledge erschienen. Seit 2020 ist sie Gastgeberin der Radiosendung und Podcasts Talking Jazz. Derzeit ist die Deutsch-Amerikanerin Professorin für Artistic Research und Dekanin für Musikpädagogik an der Jam Music Lab University in Wien, Österreich.

Text: ACME Records

jazz-fun.de meint:
Die sukzessiven Interpretationen der wunderbaren Lieder durch so herausragende Musiker erweitern das bereits bekannte Bild und fügen neben künstlerischen Eindrücken auch viel Nostalgie und Nachdenklichkeit über das Leben und das Vergehen hinzu. Die Arrangements regen die Phantasie an und die gesanglichen Interpretationen von Janiece Jaffe verleihen den bekannten Melodien Originalität und Frische. Dabei spielt es keine Rolle, dass es das alles schon einmal gegeben hat. Über der Geschichte schweben die einprägsame Stimme, die exzellent produzierten Songs und ihre breite Klangstruktur.

  1. Help Me
  2. Both Sides Now
  3. I Think I Understand
  4. River
  5. Don’t Interrupt the Sorrow
  6. My Old Man
  7. The Hissing of Summer Lawns
  8. Sweet Bird
  9. The Circle Game

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