Die Nominierten des Deutschen Jazzpreises stehen fest

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Berlin, 11. März 2025 I Nachdem die international besetzte Fach- und Sonderjury in den vergangenen Wochen 1.193 Einreichungen gesichtet und bewertet hat, stehen nun die diesjährigen Nominierungen fest. Die insgesamt 76 Nominierten überzeugten im vergangenen Jahr mit außergewöhnlichen künstlerischen und innovativen Musikproduktionen, Live-Performances, Kompositionen, Festivals, journalistischen Beiträgen und weiteren Leistungen. Eine bedeutende Neuerung ist die Kategorie Musikvermittlung und Teilhabe, die den bisherigen Sonderpreis der Jury ersetzt und gesellschaftlich relevante Projekte in den Mittelpunkt rückt.

In diesem Jahr in der Sonderjury vertreten, berichtet Django Bates von seinen Erfahrungen als Jurymitglied: “Eingeladen zu werden, die Kompositionseinreichungen für den Deutschen Jazzpreis dieses Jahres zu begutachten, gab mir die Gelegenheit, über die unendliche Breite und Tiefe dessen nachzudenken, was das Wort „Jazz“ umfassen kann, und die Freude, einen großen Teil der stets lebendigen deutschen Jazzszene wiederzusehen. Es ist ermutigend, dass Jazz in Deutschland so geschätzt und gefeiert wird, und ich fühle mich geehrt, an den diesjährigen Auszeichnungen beteiligt gewesen zu sein.”

Die Hauptjury, bestehend aus Mitgliedern der Fachjury sowie namhaften Persönlichkeiten aus der Jazzszene und dem Kulturbereich, wird nun die 22 Preisträger:innen auswählen, die sich über die begehrte Auszeichnung sowie ein Preisgeld von jeweils 12.000 Euro freuen dürfen. Nominierte, die keinen Preis gewinnen, erhalten ein Nominierungsgeld in Höhe von 4.000 Euro.

Welche Bedeutung diese Auszeichnung für Künstler:innen hat, beschreibt die ehemalige Preisträgerin Mirna Bogdanović eindrücklich: „Als ich von der Nominierung erfuhr, hat es mich definitiv überrascht, aber dann folgte sofort ein Gefühl von Glück und Freudentränen! Der Preis war eine Art Bestätigung, dass ich auf dem richtigen Weg bin. Als Künstlerin zweifelt man oft an sich selbst, und diese Art der Anerkennung und Wertschätzung für meine Arbeit gab mir die Motivation und das Selbstvertrauen, weiter an meiner Musik zu arbeiten. Durch den Preis habe ich Anerkennung gewonnen, was mir beim Booking von Konzerten hilft, und das ganze Event war eine großartige PR für meine Musik – mehr Menschen konnten sie zum ersten Mal hören. Auch das Preisgeld, das damit einhergeht, hilft mir enorm, meine neuen Produktionen und zukünftige Albumaufnahmen zu finanzieren.“

Auszeichnungen in 22 Kategorien

Der mit jeweils mindestens 10.000 Euro dotierte Deutsche Jazzpreis wird in insgesamt 22 Kategorien vergeben, darunter Künstler:innen, Aufnahme/Produktion, Live, Komposition/Arrangement sowie drei Sonderpreise. Damit setzt der Preis ein starkes Zeichen für die Anerkennung und Förderung des Jazz und der improvisierten Musik.

Erleben Sie die Preisverleihung live – Ticketverkauf startet Anfang April

Die Preisverleihung des Deutschen Jazzpreises kann am 13. Juni 2025 im E-Werk Köln hautnah miterlebt werden. Neben der feierlichen Ehrung der 22 Preisträger:innen, moderiert von Hadnet Tesfai und Götz Bühler, erwartet die Gäste ein hochkarätiges musikalisches Programm mit drei exklusiven Live-Acts. Die Tickets sind in limitierter Anzahl über rausgegangen.de erhältlich. Der VVK startet am 3. April 2025.

Die Nominierten für den Deutschen Jazzpreis 2025

KÜNSTLER:INNEN

Vokal
Enji
Erik Leuthäuser
Heidi Heidelberg
Sera Kalo

Holzblasinstrumente
Camila Nebbia
Ingrid Laubrock
Johannes Schleiermacher
Luise Volkmann

Blechblasinstrumente
Lina Allemano
Dima Bondarev
Bastian Stein
Sebastian Studnitzky

Piano/Tasteninstrumente
Aron Ottignon
Kit Downes
Moses Yoofee
Olga Reznichenko

Saiteninstrumente
Fabiana Striffler
Johan Leijonhufvud
Matthias Pichler
Nick Dunston

Schlagzeug/Perkussion
Bex Burch
Mariá Portugal
Philo Tsoungui
Simon Popp

Großes Ensemble des Jahres
Brigade Futur III
Carl Wittigs Aurora Oktett
Fuchsthone Orchestra
Sonic Interventions

Großes Ensemble des Jahres international
Black Lives
Federico Calcagno Octet
Jihye Lee Orchestra
Synesthetic Octet

AUFNAHME/PRODUKTION

Album des Jahres
Deranged Particles – Felix Henkelhausen
Ellington – Aki Takase & Daniel Erdmann
Love Avatar – Peter Gall
threads to knot – TRAINING with Ruth Goller

Newcomer:in des Jahres
Do you remember? – Sonic Interventions
Holy Noon – MAIKA
Mer Tan Itev – Tigran Tatevosyan
Octopetala – RGR

LIVE

Festival des Jahres
Jazzfest Berlin
jazzwerkstatt Peitz
moers festival
PENG Festival

Live Act des Jahres
Andromeda Mega Express Orchestra
Fuasi Abdul Khaliq's Organ Ensemble
Omer Klein Trio I Sonic Interventions

Live Act des Jahres international
Cécile McLorin Salvant
Nduduzo Makhathini
Shabaka
Sofia Jernberg

KOMPOSITION/ARRANGEMENT

Komposition/Arrangement des Jahres
Etch Nonspirituals/Tellur/Antielectrons/Antiphotons – Elias Stemeseder
PlanetWoman – Birgitta Flick
Rainbows – Tilo Weber
While She Sleeps – Niko Seibold

SONDERPREISE

Journalistische Leistung
"JazzFacts Deutschlandreise" – Deutschlandfunk
"Jazz Is My Democracy" – Lorenzo Dolce
"Laut & Leipzig" – Musikjournalistische Medienwerkstatt der 48. Leipziger Jazztage 2024
"Mutige Muster – Die Sängerin und Komponistin Miriam Elhajli" – Sophie Emilie Beha

Musikvermittlung und Teilhabe
10 Jahre Groove Inclusion Jubiläumskonzerte
Jazzpilot*innen
Pinc Music
Shared Planet 9

Rundfunkproduktion des Jahres
Allgäu meets India – hr-Bigband featuring Matthias Schriefl
Colouring Hockets – John Hollenbeck & NDR Bigband
Mädchen, Frau etc. (Hörspiel und Soundtrack) – Sebastian M. Purfürst, Jackie Thomae, Laura Laabs
Enso: A Simplified Space – Stefan Schönegg

DEUTSCHER JAZZPREIS

Seit 2021 prämiert der Deutsche Jazzpreis herausragende künstlerische Leistungen der nationalen und internationalen Jazzszene. Hauptfördernde des Preises ist die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM). Die fünfte Preisverleihung findet am 13. Juni 2025 in Kooperation mit der Stadt Köln und dem Land Nordrhein-Westfalen im E-Werk Köln statt.

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