hamburg.stream - Hamburg bleibt live!

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Jazz Federation Hamburg fördert erfolgreiches Live-Stream-Projekt. Bereits über 20.000€ Spenden gesammelt. Zweite Runde geplant.

Freie Musiker*innen der Hamburger Kulturszene haben einen neuen Ort für exzellente digitale Konzerte: www.hamburg.stream

Diese Plattform bietet hochwertige Streams und die unkomplizierte Akquisition von Spendengeldern.

Ausgehend von einer Initiative von Prof. Wolf Kerschek (Professor an der HfMT Hamburg, u.a. Echo-Klassik- und Hamburger Jazz-Preisträger) entwickelte sich die Plattform hamburg.stream unter der Trägerschaft der Jazz Federation Hamburg schnell zu einem Vorzeigeprojekt.

Hamburger Musiker*innen, die selbst nicht über ausreichendes Equipment verfügen, können das geräumige Studio von Prof. Kerschek seit April kostenfrei nutzen. Die professionelle Ausstattung vor Ort erlaubt es, in diesem Studio Programme live und in hervorragender Qualität zu streamen und als besonderes Konzerterlebnis anzubieten. Die Streams sind mit einer Spendenfunktion verbunden. Inzwischen werden dabei im Durchschnitt mehr als 1.000 € pro Stream eingenommen, die schwerpunktmäßig den auftretenden Musikern zugutekommen.

Christophe Schweizer, 1. Vorsitzender der Jazz Federation, erklärt, dass eine anfängliche Skepsis schnell einer Euphorie wich, die inzwischen auch beim Publikum zu spüren ist: „Wir erhalten zahlreiche gute Bewertungen, die vor allem die Qualität und Ästhetik in Bild- und Tonübertragung loben.“ Dafür verantwortlich ist das Phina Music Studio in Hamburg Harburg, in dem bereits zahlreiche CD-Einspielungen wie z.B. von Helene Fischer oder Rick Springfield, nebst zahlreichen Jazz- und Klassikproduktionen stattgefunden haben.

Mit finanzieller Starthilfe der Adalbert Zajadacz Stiftung und des Jazzbüros Hamburg konnte das Projektteam die erste Staffel von 20 Streams finanzieren. Aufgrund des großen Erfolgs wird nun die zweite Staffel geplant. Gestreamt wird dreimal in der Woche: Dienstag, Donnerstag und Samstag oder Sonntag. Neben Jazz gibt es auch immer wieder kulturelle Ausflüge in die Welt der Klassik, des Pop und auch Workshops.

Die Plattform lädt zur digitalen Mitwirkung des Publikums ein – ein Vorteil gegenüber analogen Konzerten. So können den Musiker*innen im Stream über eine Chatfunktion Fragen gestellt werden, Zuschauer*innen können sich live über ein Zoom-Meeting ins Studio schalten.

Das Team kann sich vorstellen, dass hamburg.stream auch nach Corona eine Perspektive hat. Christophe Schweizer sagt dazu: “Wer weiß, vielleicht bleibt auch nach der Krise die Idee von hamburg.stream bestehen, natürlich ist nichts schöner als ein Live-Konzert, aber jetzt haben wir auch Zuschauer*innen aus Berlin, Köln, London und New York, von dort wird jetzt nach Hamburg geschaut und Jazz gehört. […] hamburg.stream beweist, welche kreativen Kräfte eine Krise freisetzen kann und wie viel ein kleines Team von Akteuren für seine Community erreichen kann. Dass ein vorwiegend Jazz-orientierter Kanal auf ein so zahlreiches, treues und großzügiges Publikum zählen kann, ist fantastisch und öffnet für die Zukunft neue Perspektiven, denn nun wird die Musik zu einem audiovisuellen Erlebnis, welches Fans rund um den Globus erreicht."

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