jazzahead! 2024: zukunftsweisend zu Ende gegangen

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jazzahead! 2024
Beim Galakonzert zündete die Trompeterin Maite Hontelé mit dem NJJO, dem nationalen Jugendorchester der Niederlande, ein Mambo-Feuerwerk.

Dienstag, 16. April 2024 | (via jazzahead!) Am Sonntag ging in Bremen die 18. jazzahead! Fachmesse und Festival zu Ende. Mit 2.985 registrierten Fachteilnehmenden aus 66 Nationen und 14.490 Besuchenden des jazzahead! Festivals sind die Erwartungen der Veranstalterin MESSE BREMEN mehr als erfüllt.

„Hinter diese jazzahead! wollten wir zwei Ausrufezeichen setzen“, sagt Sybille Kornitschky, Leiterin der jazzahead! in Anspielung auf die beiden großen Themen der diesjährigen Ausgabe: Neben dem Partnerland Niederlande, das sich sowohl auf der Messe als auch im musikalischen Programm von seiner besten Seite zeigte, stand auch der Jazz aus Afrika in diesem Jahr im Mittelpunkt.

Der krönende musikalische Abschluss dieser gelungenen 18. jazzahead! war der überaus emotionale Auftritt des senegalesischen Sängers und Bassisten Alune Wade. Mit seinem Sextett im letzten Showcase am späten Samstagabend begeisterte er ein junges Publikum, das schon zu Beginn des Konzertes aufstand und bis zum Finale tanzte und jubelte. Bei dem ausverkauften Galakonzert am früheren Abend hatte bereits die Trompeterin Maite Hontelé mit ihrem niederländischen Jugendorchester im Galakonzert ein Mambo-Feuerwerk gezündet und das Publikum in jeder Hinsicht bewegt.

„Die vielen begeisterten bis überschwänglichen Reaktionen zeigen uns, dass diese jazzahead! ein voller Erfolg war“, freut sich Götz Bühler, Artistic Advisor. „Besonders in diesen schwierigen Zeiten haben wir als internationale Jazz-Familie Einheit demonstriert und unsere Gemeinsamkeiten gefeiert.“  Die musikalische Bandbreite reichte von besinnlichen Momenten, etwa bei den sehr unterschiedlichen Auftritten der Bands der Saxophonist:innen Kika Sprangers oder Matt Carmichael, über emotionale Ausbrüche und kraftvolles Interplay, beispielsweise bei DZ´OB, Yonglee & The Doltang oder Raw Fish, bis zur ansteckenden Energie und Eleganz der finnischen Bassistin Kaisa Mäensivu und ihrer New Yorker „Machine“, dem nordafrikanisch-niederländischen Marmoucha Orchestra oder der libanesisch-deutschen Formation MASAA. Das erfreulicherweise spürbar jüngere Publikum - die neue Generation! - nahm das mit großer Begeisterung an.

Die Fachmesse ist als wichtigster Marktplatz und Networking-Hub der internationalen Jazz-Szene etabliert. Nicht nur die Niederlande waren mit großen Ständen und Delegationen vertreten, sondern auch Spanien, Italien, Schweden, die baltischen Länder und erstmalig wieder UK haben ihre Szenen mobilisiert. Aus Übersee hat sich bereits zum zweiten Mal Chile der internationalen Szene mit einem Stand präsentiert. Ein Treffen der Repräsentanten der europäischen Radio-Organisation EBU sorgte auch für vermehrte Sende-Aktivität, live aus dem Radiobus von Radio Bremen in der großen Konzerthalle.  

Mark van Schaick bedankte sich im Namen von Buma Cultuur, Performing Arts Fund NL, und allen niederländischen Partnerorganisationen: “Wir haben viele, viele Freunde und Kolleg:innen willkommen geheißen, neue Bekanntschaften geschlossen, Menschen über Grenzen, Genres und Altersgruppen hinweg miteinander verbunden und, ja, eine Menge Kaffee an unserem Dutch inJazz-Stand ausgeschenkt.” Besonders bemerkenswert, so van Schaick, sei es, ein größtenteils professionelles Publikum in einer halben Stunde auf eine musikalische Reise mitzunehmen. „Dies ist keine leichte Aufgabe, aber die niederländischen Künstler:innen haben es geschafft, vom ersten Auftritt am Donnerstagnachmittag bis zu ihrem letzten am Samstagabend.”

Die begeisterten Reaktionen der Zuschauenden, die diese neuen Horizonte (so das Motto der jazzahead! 2024) freudig angenommen haben, sprechen eine klare Sprache. Viele lobten die zeitgemäße und gleichzeitig zukunftsweisende Art der Veranstaltung. So resümierte zum Beispiel Sebastian Scotney, Herausgeber von UK Jazz News: “Besonders beeindruckt hat mich in diesem Jahr der einzigartige Geist der jazzahead! mit seiner Ungezwungenheit und Offenheit sowie die freundliche und positive Einstellung aller, die ich an allen drei Tagen getroffen habe".

Wie kaum eine andere musikalische Kunstform steht Jazz für Innovation und Kreativität – mit großer Spannung erwartet die weltweite Jazz-Gemeinschaft die Neuerungen der Zukunft. Schon jetzt ist die Vorfreude auf die jazzahead! 2025 groß, die vom 24. bis 27. April in Bremen stattfinden wird.

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