John Mc Laughlin trifft Susan Weinert

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John Mc Laughlin trifft Susan Weinert

John McLaughlin 2008 in Limburgerhof by Fotograf: Frank C. Müller

Gronau - Fans handgemachter Musik sind beim Jazzfest ohnehin an der richtigen Adresse. Wenn es aber um Gitarren geht, dann am 25. April (Sonntag) in der Gronauer Bürgerhalle umso mehr: Ab 17 Uhr steigt dort ein Konzertabend, der ganz unter dem Motto „A Guitar Night“ steht.

Mit dabei sind zum Beispiel „John Mc Laughlin & 4th Dimension“ aus Großbritannien. „Never again“ waren seine letzten Worte, als John Mc Laughlin beim Jazzfest Gronau 1991 unter unsäglichen Rahmenbedingungen seinen Auftritt in der altehrwürdigen „Jazzfabrik“ beendete. Permanent war der Gitarrenvirtuose wegen der atemberaubenden Luftfeuchtigkeit in dieser „location“ gezwungen, seine Gitarre zu stimmen. „Wir haben damals Wiedergutmachung gelobt - es muss bei ihm aber wohl lange nachgewirkt haben, hat es doch sage und schreibe 19 Jahre gedauert, dass John Mc Laughlin wieder einmal bei uns zu erleben ist“, so die Jazzfest-Organisatoren.

Ihn vorzustellen, hieße im wahrsten Sinne des Wortes, Eulen nach Athen zu tragen, heißt es in der Ankündigung. John Mc Laughlin zähle zweifelsohne zu den weltbesten Gitarristen, und seine Vita verzeichnet Kooperationen mit dem Who´s who der Jazz- und Fusionmusiker: Dave Holland, Tony Williams, Miles Davis, Jan Hammer, Billy Cobham, Al di Meola, Paco de Lucia, Denis Chambers etwa.

Weltruhm erlangte er in den 70er-Jahren mit seinem Mahavishnu Orchestra und den Aufnahmen zu „A Friday Night in San Francisco“.

In Gronau wird John Mc Laughlin im Quartett zu erleben sein mit Dominique di Piazza ( Bass ), Mark Mondesir ( Drums ), Gary Husband ( Keyaboard & Drums ).

Mit dabei ist an diesem Abend in der Bürgerhalle auch Susan Weinert. Beim Jazzfest 1995 war die sympathische Gitarristin zum ersten Mal in Gronau zu Gast. Mit ihrem Trio gestaltete sie damals das „Warm-up“ für die John Scofield Group und das Rosenberg Trio.

Trotz aller Begabung und Ausbildung (ihre Lehrer waren unter anderem John Abercrombie, Mike Stern ) hat sie mit ihrem Trio die „Ochsentour“ absolviert und die Jazzclubs und Festivals der Republik von Nord nach Süd bespielt. Es gibt nach wie vor nur wenige deutsche Bands, die so konstant (über 20 Jahre ) erfolgreich auf der Bühne agieren. „Das liegt vor allem daran, dass die Band inzwischen einen Grad interaktiven Verständnisses erreicht hat, den man getrost als schlafwandlerisch bezeichnen kann. Die drei verstehen es exzellent, eine entspannte und mit Spaß erfüllte Konzertatmosphäre zu schaffen. So unkompliziert werden Jazz und Fusion selten geboten“, so die Jazzfest-Macher in der Ankündigung.

» Karten kosten 25 Euro (zzgl. Gebühr) im Vorverkauf, 32 Euro an der Abendkasse.

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