Pharoah Sanders mit 81 tot.

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Pharoah Sanders
Pharoah Sanders, Foto: Eric Welles-Nyström/Luaka Bop

Der Saxofonist und Jazz-Musiker Pharoah Sanders ist tot. Er starb im Alter von 81 Jahren im Beisein seiner Familie in Los Angeles, wie seine Plattenfirma Luaka Bop mitteilte.

Pharoah Sanders entwickelte zusammen mit John Coltrane die ersten Formen des Free Jazz. Nach Coltranes Tod arbeitete er mit dessen Witwe Alice Coltrane weiter. Die beiden fanden Inspiration vor allem in der Spiritualität und Musik afrikanischer und asiatischer Religionen, weswegen ihre gemeinsamen Alben als Geburt des Spiritual Jazz galten.

1969 komponierte Sanders das Stück "The Creator has a Masterplan" der auf dem Album "Kharma" erschien, auf dem der Sänger Leon Thomas eine Art gejodeltes Gebet sang. Dieser Song wurde zum einzigen Hit des Free Jazz. Louis Armstrong spielte das mit Thomas nochmal in einer Orchesterversion ein. In den Londoner Clubs wurde das als Standard aufgenommen.

Sanders galt auch als einer der Begründer des Ethno-Jazz, wobei er den Islam und die spirituellen Traditionen Afrikas oft in seine Arbeiten einbezog und zum Thema seiner Musik machte.

Obwohl sein Output in den 90er Jahren nachließ, ging Sanders in den 2000er Jahren weiterhin auf Tournee und arbeitete mit anderen Künstlern zusammen. Mitte der 2010er Jahre hörte Sanders eine Komposition des britischen Elektronikproduzenten Sam Shepherd, auch bekannt als Floating Points, und bat um eine Zusammenarbeit mit ihm. Das daraus resultierende Album "2021's Promises", das 2019 mit dem London Symphony Orchestra aufgenommen wurde, war Sanders' erstes neues Album seit mehr als einem Jahrzehnt und wurde von vielen Seiten gelobt.

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