Union Deutscher Jazzmusiker e.V.

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Appell für mehr Musik aus Deutschland im Rundfunk veröffentlicht

Die Union Deutscher Jazzmusiker ruft mit anderen Musikautorenverbänden in einem gemeinsamen Appell an die Ministerpräsidenten der Bundesländer für eine bessere Musikauswahl im Rundfunk auf. Zu den Unterstützern und Erstunterzeichnern gehören u. a. der Deutsche Komponistenverband, Composers Club, Vereinigung Deutscher Musik-Bearbeiter, Rock & Popmusikerverband, Tonkünstlerverband und der Deutscher Musikverleger-Verband.

Die Berliner Pianistin Julia Hülsmann ist Vorsitzende der Union Deutscher Jazzmusiker.In dem Appell werden die öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten an die Erfüllung ihres Kulturauftrags auch hinsichtlich der Musikauswahl erinnert und aufgefordert Musik aus Deutschland stärker zu berücksichtigen. Ziel ist eine Selbstverpflichtung des öffentlich-rechtlichen Hörfunks durch Entwicklung von verbindlichen Mindeststandards und überprüfbaren Kriterien und eine Präzisierung des Kulturauftrags in der nächsten Fassung des Rundfunkstaatsvertrags.

Zahlen der ARD belegen, dass Musik jeglichen Genres an den Hörfunkprogrammen einen Anteil von 62 Prozent stellt. Damit trägt Musik entscheidend zur Erfüllung des Programmauftrags des öffentlich-rechtlichen Rundfunks bei. Der breite Raum, den angesichts der föderalen Struktur des öffentlich-rechtlichen Rundfunks, allerdings regionale Themen einnehmen, müsse sich auch in einer angemessenen Berücksichtigung von Musikautoren und Interpreten aller Genres aus den jeweiligen Sendegebieten niederschlagen.

In dem gemeinsamen Appell wird darauf hingewiesen, dass die Ernste Musik im Hörfunk immer stärker auf das historische Repertoire bis ca. 1945 reduziert wird, während im Bereich der U-Musik das anglo-amerikanische Repertoire dominiert.

Der vollständige Wortlaut des Appells ist nachzulesen unter http://komponistenverband.de/2013/01/fur-mehr-musik-aus-deutschland-im-rundfunk/

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