Union Deutscher Jazzmusiker legt gemeinsam mit über 50 Veranstaltern Willenserklärung zu Mindestgagen und Clubförderung vor

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Das Logo der Union Deutscher Jazzmusiker

Berlin, 25. April 2014 | Gemeinsam mit über 50 Veranstalterinnen und Veranstaltern hat die Union Deutscher Jazzmusiker eine Willenserklärung vorgelegt. Darin werden Mindeststandards für die Förderung von Spielstätten und die Bezahlung von Musikerinnen und Musikern festgelegt. Demnach soll eine Einstiegsgage von 250,- Euro pro Musiker gelten, wenn die Spielstätte gleichzeitig zu mindestens 1/3 öffentlich gefördert ist.

„Jazz ist aktuell eine der innovativsten und kulturell bedeutsamsten Kunstformen“, so Gebhard Ullmann, Vorsitzender der Union Deutscher Jazzmusiker (UDJ). „Auch wenn es noch ein weiter Weg ist, bis wir die Ziele der Willenserklärung erreicht haben, so ist dieses gemeinsame kulturpolitische Signal der zentralen Protagonisten im Jazz längst überfällig“.

Mit einer Podiumsdiskussion auf der Musikmesse jazzahead! in Bremen hatten die Initiatoren die Willenserklärung vorgestellt. In dem Text werden ebenfalls Standards in Bezug auf Festivals oder Rundfunkmitschnitte festgelegt. In den kommenden Monaten sollen weitere Unterzeichner gewonnen und der Text dann auf politischer Ebene und gegenüber Förderinstitutionen verbreitet werden.

„Der besondere Stellenwert des Jazz ist kulturpolitisch mittlerweile weithin anerkannt“, so Wolfgang Groß, Unterzeichner und Vorsitzender des Bunker Ulmenwall in Bielefeld. „Es wird Zeit, dass wir als Jazzszene mit dem nötigen Selbstbewusstsein endlich zentrale Mindeststandards einfordern, um nicht die momentane Selbstausbeutung der Musiker sowie die zumeist ausschließlich ehrenamtliche Arbeit in den Clubs als faktischen Standard zu manifestieren“.

Die Willenserklärung findet sich im Volltext unter: www.u-d-j.de/willenserklaerung
Weitere Unterzeichner können sich der Willenserklärung unter diesem Link anschließen.

Über die Union Deutscher Jazzmusiker
Seit rund 40 Jahren versteht sich die Union Deutscher Jazzmusiker e.V. (UDJ) als Sprachrohr der Jazzmusikerinnen und Jazzmusiker in Deutschland. Im Jahre 1973 wurde sie von renommierten Persönlichkeiten der Jazzszene ins Leben gerufen. Seitdem tritt sie für die Belange von Jazzmusikern in Deutschland ein und hat sich nicht zuletzt kulturpolitisch als Ansprechpartner etabliert.

Seit 1994 verleiht die UDJ den von der GEMA-Stiftung mit 15.000 Euro dotierten Albert-Mangelsdorff-Preis. Dieser gilt als die wichtigste Auszeichnung für Jazz aus Deutschland.

Die Union Deutscher Jazzmusiker im Internet auf www.u-d-j.de

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