Urs Johnen ist neuer Geschäftsführer der Union Deutscher Jazzmusiker

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Urs Johnen, Geschäftsführer der UDJ seit Juni 2016
Urs Johnen, Geschäftsführer der UDJ seit Juni 2016

Berlin, 1. Juni 2016 | Der Musiker und Kulturmanager Urs Johnen ist vom Vorstand der Union Deutscher Jazzmusiker (UDJ) zum neuen Geschäftsführer des Vereins berufen worden. Sein Vorgänger Jonas Pirzer wechselt nach vierjähriger Amtszeit in das Kulturmanagement eines Großkonzerns.

„Jazzmusik ist ein einzigartiger Botschafter für Werte wie Toleranz, Selbstbestimmtheit und Offenheit – und das ist keine Geschmacksfrage“, so Urs Johnen. „Als Geschäftsführer der UDJ will ich dazu beitragen, dass wir diese Potentiale des Jazz kulturpolitisch wie gesellschaftlich noch besser nutzen und unsere Stimme nicht nur in der Szene noch deutlicher hörbar wird.“

Urs Johnen wurde 1982 in Tübingen geboren, ist in Calw im Schwarzwald aufgewachsen und lebt mit seiner Frau in Berlin. Er studierte Musik, Wirtschaftswissenschaften und Medien- und Kommunikationsmanagement in Weimar, Jena und Calw. Seine beruflichen Erfahrungen als Musiker und selbstständiger Kulturmanager, aber auch im Produktmanagement eines großen Plattenlabels und der strategischen Managementberatung eröffnen ihm einen Blick aus verschiedenen Perspektiven auf den Kulturbereich.

„Wir freuen uns sehr, dass wir mit Urs Johnen einen so profilierten und engagierten Kulturmanager finden konnten, mit dem wir als UDJ einen weiteren großen Schritt nach vorn tun werden“, so Gebhard Ullmann, Vorsitzender der UDJ. „Gleichzeitig sind wir Jonas Pirzer für seine großartige Arbeit der letzten Jahre überaus dankbar, wünschen ihm alles Gute für die Zukunft und freuen uns, dass er weiterhin aktiver Unterstützer der UDJ bleiben wird.“

Die Union Deutscher Jazzmusiker blickt auf eine über 40jährige Tradition zurück und hat in den vergangenen Jahren den Beginn einer neuen Erfolgsstory geschrieben. Nach einer Neustrukturierung im Jahr 2012 haben sich die Mitgliederzahlen des „Sprachrohrs der Jazzmusiker in Deutschland“ auf rund 700 Mitglieder annähernd verfünffacht. „Der rasante Mitgliederzuwachs der letzten Jahre zeigt, dass auch den freiheitsliebenden Akteuren der Jazzmusikszene eine berufspolitische Interessenvereinigung immer wichtiger wird“, sagt Johnen. Die Zielsetzung der UDJ, die politischen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen für Jazzmusiker in Deutschland zu verbessern, hat auch durch die jüngst veröffentliche „Jazzstudie 2016“ neue Aufmerksamkeit erfahren.

Die Geschäftsführung des Vereins übernimmt Urs Johnen zu einem aus seiner Sicht günstigen Zeitpunkt: „Vor den bisherigen Leistungen des Vorstands und der Geschäftsführung ziehe ich meinen Hut. Es ist toll, was das Team um Gebhard Ullmann, Felix Falk und meinen Vorgänger Jonas Pirzer in den letzten Jahren bewegt hat!“. Um der Jazzmusik und ihren Akteuren noch mehr Gewicht im kulturpolitischen Diskurs auf Bundesebene zu geben, will Johnen den positiven Trend fortsetzen: „Unser und mein Ziel ist es, die 1.000-Mitglieder-Marke so bald wie möglich zu knacken!“

Die Geschäftsstelle der UDJ verlagert sich durch den Personalwechsel von Stuttgart nach Berlin und befindet sich somit nun am Ort des Vereinssitzes.

Über die Union Deutscher Jazzmusiker

Seit sie im Jahre 1973 von renommierten Persönlichkeiten der deutschen Jazzszene ins Leben gerufen wurde, engagiert sich die Union Deutscher Jazzmusiker für die Belange der Jazzmusikerinnen und Jazzmusiker und um die verbesserte Präsenz und Wahrnehmung des Jazz in Deutschland. Zu ihren zentralen Zielen gehört es, eine funktionsfähige Infrastruktur aufzubauen, in der Musikerinnen und Musiker leben, arbeiten und kreativ sein können. Nach der „Initiative für einen starken Jazz in Deutschland“ erfuhr die Union Deutscher Jazzmusiker Anfang 2012 eine grundlegende Neustrukturierung und Stärkung, die zu einer Verdreifachung der Mitgliederzahlen führte. Die Union Deutscher Jazzmusiker hat sich kulturpolitisch als wichtiger Ansprechpartner etabliert und ist in nationalen und internationalen Gremien und Organisationen vertreten. Dazu gehören die Bundeskonferenz Jazz, der Deutsche Musikrat oder die Künstlersozialkasse. Sie entsendet Experten in Jurys von Preisen oder Förderprogrammen.
http://www.u-d-j.de/

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