Joey Alexander - Eclipse

Joey Alexander - Eclipse

Joey Alexander
Eclipse

Erscheinungstermin: 04.05.2018
Label: Motema, 2018

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featuring Ruben Rogers, Eric Harland und Special Guest Joshua Redman

Joey Alexander geht mit seinem vierten Album, Eclipse einen großen Schritt nach vorn. Zusammen mit fünf Coverversionen präsentiert er sechs Eigenkompositionen, die seine beeindruckende Entwicklung unter Beweis stellen. Dieses ebenso anspruchsvolle wie immens unterhaltsame Album wird von der unvergleichlichen Rhythmussektion von Bassist Reuben Rogers und Drummer Eric Harland getragen. Saxofonist Joshua Redman ist als Gast auf drei Stücken vertreten.

Am 21. August 2017, dem Tag der totalen Sonnenfinsternis in Woodstock, NY, entstand der Titel Eclipse und wurde zum Herzstück des Albums. Die spontane Verarbeitung der Erfahrung dieses außergewöhnlichen astronomischen Ereignisses unterstreicht Alexanders Spontanität, mit der er das Unbekannte sowohl musikalisch als auch persönlich feiert.

Zu oft überschätzen junge Talente ihre eigenen Fähigkeiten, so dass sie ihr wahres Potenzial in ihrem jeweiligen Bereich aus dem Auge verlieren. Glücklicherweise gibt es andere Künstler, die darum kämpfen, die Musik mit Enthusiasmus, Leidenschaft und emotionaler Tiefe auf ein neues Niveau zu bringen. So einer ist der Pianist Joey Alexander, der schon als Vierzehnjähriger zwei GRAMMY-nominierte Studioalben, My Favorites Things (2015) und Countdown (2016), sowie Joey.Monk.Live! (2017), eine von der Kritik gefeierte Überraschungsveröffentlichung zu Ehren von Thelonious Monk aufgenommen hat. Mit seinem dritten Studio-Album Eclipse, seinem persönlichsten bisher, macht Joey einen weiteren großen Schritt nach vorn und untermauert seine Fähigkeiten als Komponist, Bandleader und Musiker, die ein enormes künstlerisches Potential für die kommenden Jahre und Jahrzehnte ankündigen.

Eclipse wurde in einem dreitägigen Zeitraum aufgenommen, der am Tag der Sonnenfinsternis 2017 begann. Auf dem Album erleben wir Alexander als Pianist zusammen mit Bassist Reuben Rogers und Schlagzeuger Eric Harland als Rhythmusgruppe. Joshua Redman ist auf drei Stücken zu hören. Das Programm reicht von Jazz-Klassikern von John Coltrane und Bill Evans zum Beatles-Hit "Blackbird" und einer ehrwürdigen Neuvertonung des Gospel-Hymnus "Draw Me Nearer" von 1875. Vor allem aber zeigt Eclipse Alexanders Entwicklung hin zum scharfsinnigen Komponisten, denn sechs der elf Stück schrieb der Ausnahme-Musiker selbst.

Alexander, der 2003 in Bali geboren wurde, zog mit seinen Eltern mit acht nach Jakarta, verbrachte dort zwei Jahre und ging 2014 nach New York, wo er zu einem der einflussreichsten, aufstrebenden Jazz-Musiker wurde. GRAMMY-Gewinner Jason Olaine, der als Director of Programming für Jazz At Lincoln Center fungiert und die vier Alben Alexanders produziert hat, erklärt, er stehe nach wie vor im Bann des fantastischen Talent des jungen Pianisten. "Es ist toll, was aus Alexander herauskommt. Er will Spaß haben, wenn er spielt. Es geht ihm nicht um die Auszeichnungen oder den Applaus.“, sagt er und fügt hinzu: „Eclipse zeigt, welche erstaunliche Reise Joey zurückgelegt hat."

"Joey hat ein ansteckendes Spielgefühl und eine tiefe Faszination für die kaleidoskopischen Möglichkeiten des Jazz", ergänzt Motéma-Gründerin Jana Herzen, die den Künstler als Zehnjährigen unter Vertrag genommen hat. "Was waren diese vier Jahre mit Joey für ein unglaubliches Abenteuer! Mit jedem Album wird seine Musikalität tiefer und breiter. Und im vergangenen Jahr war Joey.Monk.Live! eine große Inspiration. Mit seiner ausgeklügelten und lebendigen Herangehensweise an die Songs des sehr häufig interpretierten Jazz-Komponisten brachte Joey selbst die härtesten Kritiker dazu, sich zu ihm zu bekennen. Und mit Eclipse entwickelt er sich zu einem multidimensionalen Komponisten. Ich kann es kaum erwarten zu hören, was als nächstes bei ihm passiert."

Für Eclipse haben sich Joey, seine Familie und Produzent Jason Olaine dazu entschlossen, die Aufnahmesituation von der belebten Stadt New York in die friedlichen Dreamland Studios in den Bundesstaat New York zu verlegen. "Da herrschte naturgemäß eine ganz andere Stimmung" , sagt Alexander: "Alles war grün und es fühlte sich an wie zu Hause auf Bali. Das war eine entspannte Zeit für uns alle, und dieser Ort hat mich inspiriert."

Als Pianist klingt Alexander weder aufdringlich noch bombastisch. Er nähert sich dem Instrument mit Disziplin, wie auf dem Eröffnungsstück "Bali" zu hören ist, das in einigen Abschnitten subtil und sanft mit zarten Harmonien spielt, in anderen spielerisch und berauschend klingt, während Alexander die Rhythmen hin- und herschiebt. Sein tiefes Verständnis der Melodie ist bei der Originalkomposition "Peace" zu erleben. Sie lässt uns seine Geduld und seinen Instinkt erleben, mit dem er die melodischen Aussagen richtig trifft. "Ich habe gelernt, ein guter Zuhörer zu sein", sagt Alexander bescheiden.
 
Dann gesellt sich zu Alexander der Tenor-Titan Joshua Redman. "Faithful" handelt von den Opfern und Herausforderungen, denen er und seine Familie sich auf der Suche nach der Kunst gegenüberstanden. "Fourteen" handelt von seinem Geburtstag und gibt zugleich einen Hinweis auf die Bedeutung dieser Zahl in der biblischen Überlieferung. Und mit der zeitlosen Ballade "The Very Thought of You" von Ray Nobel aus dem Jahr 1934 liefern Alexander und Redman ein tolles Duett.

Wie bei seinen früheren Studioterminen kehrt Alexander auch hier wieder zu den harmonischen Kniffen des Meisters John Coltrane zurück. Diesmal liefert Alexander eine optimistische Interpretation von "Moment's Notice" aus dem Album "Blue Train" von 1957. "Ich spiele Coltrane gerne, weil er mir so spirituell ist", sagt Alexander. "Für mich ist das, was Jazz ausmacht. Es gibt ein erhebendes Gefühl in seinen Songs, und ich versuche, meine eigene Meinung dazu zu entwickeln."

Kurz nachdem die Band am 21. August 2017 eine Studio-Pause eingelegt hatte, um die Sonnenfinsternis zu erleben, schlug Produzent Olaine vor, dass das Trio frei spielen sollte und schauen, wohin es gehen würde. Das Ergebnis war das Herzstück des Albums, es heißt "Eclipse". Es ist eine 10-minütige Tour de Force, in der Alexander sein ganzes emotionales Spektrum zwischen Nachdenklichkeit und Dramatik verarbeitet.

"Das war völlig unvorbereitet", lacht Alexander. "Nachdem wir die Sonnenfinsternis gesehen hatten, kamen wir zurück ins Studio und begannen zu spielen, ohne uns abzusprechen. Ich bin Gott dankbar, dass ich das Selbstvertrauen und den Mut hatte, das zu tun. Es geht auch darum, wie sehr wir einander vertrauen. Ich wusste, dass die anderen für mich da sein würden - obwohl niemand wusste, wo hin die Reise geht. Wir wollten etwas Neues entdecken.“ Olaine bemerkt dazu: "Das war eine erstaunliche Erfahrung für einen so jungen Künstler, sich ins Unbekannte zu werfen."

Mit der Veröffentlichung von Eclipse hat Joey Alexander die bisher persönlichste und kraftvollste Interpretation seiner einzigartigen künstlerischen Vision erschaffen. Seine Arbeiten basieren weiterhin auf Inspirationen aus der Vergangenheit. Aber er drückt der Musik seinen progressiven Stempel auf, indem er sie sowohl auf der Bühne als auch im Studio ständig neu erforscht.

  1. Bali
  2. Faithful, feat. Joshua Redman
  3. Draw Me Nearer
  4. Moment's Notice
  5. Blackbird
  6. Eclipse
  7. Fourteen feat. Joshua Redman
  8. The Very Thought of You feat. Joshua Redman
  9. Space
  10. Time Remembered
  11. Peace

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