Joris Dudli - Boundaries Expanded

Joris Dudli - Boundaries Expanded
Joris Dudli - Boundaries Expanded

Joris Dudli
Boundaries Expanded

Erscheinungstermin: 23.02.2024
Label: O-Tone, 2023

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jazz-fun`s recap:

Die Besetzung dieses Albums lässt sofort erahnen, was uns hier erwartet. Viel tolle Musik, wunderbare Soloparts und musikalisches Miteinander. Das Album ist fröhlich, klangvoll, schnell und frei.

Gregor Storf - tenor saxophone + drums
Vincent Herring - alto saxophone
Mike LeDonne - piano
Peter Washington - bass
Wallace Roney Jr. - trumpet
Dave Kikoski - piano
Essiet Essiet - bass
Peter Bernstein - guitar
Eric Alexander - tenor saxophone
Joe Farnsworth - drums
Joris Dudli - drums, vocal

Nach „A Rewarding Journey“, eingespielt mit Musikern wie Jeremy Pelt, Anthony Wonsey und Spezialgast Benny Golson, bringt Joris Dudli sein zweites Album „Boundaries Expanded“ heraus. Diesmal mit noch mehr international anerkannten Jazzgrößen, die Dudli in den Jahren seines New York Aufenthalts zwischen 1986 und 1999 kennenlernen konnte. Von allen war die Zusammenarbeit mit Vincent Herring über fast ein Viertel Jahrhundert die fruchtbarste, mit regelmäßigen Touren in ganz Europa, mehreren CD Einspielungen mit den Bands Earth Jazz und Soul Chemistry (2018 gab es für letztere eine 4 Sterne Kritik im Downbeat!).

2002 sagte Joe Zawinul: „Holt’s den Dudli…“, diese Aussage kam laut seiner Managerin, nach seinem Einspringen beim „Zawinul Syndicate“ im Casino Velden. Mit diesen Worten sollte sich eigentlich die lange Liste von „spielte mit so und so“ erledigt haben. Trotzdem ein kurzer Überblick: Joris war von 1979 bis 1985 festes Mitglied des Vienna Art Orchestra und des Art Farmer Quintet. Nachdem er 1986 in die USA gezogen war, begann er mit vielen der größten Jazzmusiker der Welt zusammen-zuarbeiten: Benny Golson, Curtis Fuller, Johnny Griffin, Mullgrew Miller, Clifford Jordan, Joe Lovano, Joe Henderson, Harold Mabern, Sonny Fortune und vielen mehr.

Mit „Boundaries Expanded“ zeigt Joris, dass er seine Grenzen als Künstler extrem erweitert hat. Nach über vier Jahrzehnten erfolgreicher Karriere als Jazzdrummer auf einmal nach vorne zu gehen und zu singen ist ganz sicher ein Sprung aus der Komfortzone ins eiskalte Wasser! Und obwohl im Booklet detailliert beschrieben ist wie es zu einem Album mit Gesang kam, bringt es wohl das Zitat von Phil Collins auf den Punkt: „Ich bin kein Sänger der ein bisschen Schlagzeug spielt, ich bin ein Schlagzeuger der ein bisschen singt.“

Bei den Aufnahmen bekam er von seinen Musikerkollegen dabei die volle Unterstützung. Die Verbindung zur New Yorker Jazzelite um Eric Alexander, Mike LeDonne, Peter Washington, Joe Farnsworth und Wallace Roney Jr. besteht zwar noch nicht ganz so lange wie die zu Vincent Herring, Peter Bernstein, Dave Kikoski und Essiet Essiet, doch mit fast allen teilte Dudli schon viele Male die Bühne. Das gilt auch für das noch „unbeschriebene Blatt“, den jungen Multiinstrumentalisten Gregor Storf aus dem Österreichischen „Ländle“, unverzichtbar, weil er sich neben seinem großartigen Saxophonspiel jederzeit auch ans Schlagzeug setzen kann.

Warum Songs wie „I’m Old Fashioned”, “Have You Met Mrs. Jones?” oder “Darn That Dream”? Klassische Jazzstandards wie diese können der perfekte Gegensatz zu den oft sehr komplexen Eigenkompositionen sein, das eine kommt dem anderen zugute.

Text: O-Tone

  1. Boundaries Expanded
  2. Lee’s Dream
  3. Art, fahr ma?
  4. I'm Old Fashioned
  5. Prince Vince
  6. Summertime
  7. Well Done
  8. Have You Met Miss Jones?
  9. Moon River
  10. I Didn’t Know What Time It Was
  11. Darn That Dream

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