JOURNEYS - Gate 65

JOURNEYS - Gate 65
JOURNEYS - Gate 65

JOURNEYS
Gate 65

Erscheinungstermin: 08.12.2023
Label: self-released, 2023

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jazz-fun`s recap:

Man kann den JOURNEY-Mitgliedern nicht absprechen, dass sie sich gut auskennen, dass sie solide spielen und dass die Produktion sehr ordentlich und brillant ist. Aus kompositorischer Sicht ist das Album ein eigenständiges künstlerisches Projekt, dessen Melodien ausdrucksstarke Themen haben, die auf klaren Motiven basieren und in ein Jazz-Funk-Ambiente eingebettet sind.

Vor mehr als zwanzig Jahren fanden sechs Schweizer Profimusiker im Projekt JOURNEYS zusammen und begeistern seitdem mit Eigenkompositionen zwischen Funk, Jazz, Blues und Jazzfusion ihr Publikum in Europa, den USA und dem Fernen Osten.

Nach drei Studioalben entschied sich das Sextett dazu, das neue, am 08.12.2023 erscheinende Album Gate 65 direkt live und ohne Overdubs im Studio einzuspielen, was eine Unmittelbarkeit und Lebendigkeit der Aufnahmen bewirkt, die hier auf ihr Wesentliches reduziert sind und ganz ‚im Moment‘ entstehen. Die Produktion lag dabei komplett in den Händen der Band mit Philippe Mall und Angelo Signore als Musical Directors und Robert Mark als Executive Producer.

Von groovigen Funk-Nummern und melodischen Balladen bis zu feurigen Latin-Jazz-Kompositionen reicht die Musikpalette, immer mit farbigen Harmonien und von großer Spielfreude geprägt. Auch wenn der Titel „Move and Groove“ schon einiges über die zu erwartende Musik verrät, geht es hier um Verschiebungen von Rhythmus und Melodie, in „Trouble and Pain“ um das Gefühl der Verzweiflung, „Huh“ bringt mit Funk und dem daran anschließenden ungeraden Rhythmus zwei gegensätzliche Stimmungen zusammen. „Hard Rain“ widmet sich dem Gefühl, den Naturgewalten hilflos ausgesetzt zu sein, und eine träumerische „Stimmung ohne Alltag“ wie an einem grauverhangenen Sonntagmorgen, an dem man am liebsten nicht aufstehen würde, transportiert der „Sunday Morning“.

Ausgangspunkt für „Rue Rosa Bonheur“ war eine Reise von Philippe Mall mit einem Schulfreund Anfang der 1970er Jahre von Basel nach Paris, wo sie in der gleichnamigen Straße wohnten. „Damals dachte ich, wie gelungen dieser Name zu unserem rosaroten Glück passte“, so Philippe, der erst später erfuhr, dass Rosa Bonheur eine bekannte Pariser Malerin des 19. Jahrhunderts war. „Plata o Plomo“ hat die Band der Aussage des Drogenbarons Pablo Escobar“ in der Serie Narcos entliehen. Sie bezieht sich, so Philippe Mall, der außer zwei Tracks alle auf dem Album komponiert hat, „auf die weltweite Faszination der Skrupellosigkeit, um illegal reich zu werden“, für ihn „immer wieder ein Rätsel der menschlichen Psyche“. Das Glück auf ein gelungenes Leben zurückblicken zu können und dabei hoffentlich so etwas wie die Weisheit des Alters entwickelt zu haben ist das Thema von „Growing Old“.

Von Angelo Signore stammt der Titel „Blues It Away“. Es gab einfach noch keinen bluesigen 12/8-Takt auf den vorherigen Platten und so entstand das harmonische und dynamische Crossover aus Blues, Jazz und Rock. Ueli Gasser wiederum bezog sich in dem von ihm geschriebenen Stück „Night In Kuravalangad“ auf einen Aufenthalt in Südindien bei 35 Grad Celsius und 90 % Luftfeuchtigkeit: „Schlafen war kein Thema, aber Songschreiben ging.“ Zum Abschluss des Albums drückt der federleichte und schnelle brasilianische Rhythmus von „Bye Bye Corona“ die pure Leichtigkeit des Seins aus.

Die Stücke vermitteln einen guten Eindruck davon, welch exzellente Live-Show die Musiker auf der Bühne zu bieten haben. Nach den Alben New Destinations und Transit bezieht sich der Titel des neuen Albums übrigens auf das Schweizer Pensionierungsalter von 65 Jahren, das mittlerweile fünf der sechs Musiker erreicht haben.

Die Musik der JOURNEYS hat sich über die Jahre ständig entwickelt, was sich nicht zuletzt dank des Zusammenhalts der Band über so viele Jahre im Gesamtbild des neuen Albums eindrücklich zeigt.
Die sechs Profimusiker kennen sich seit vielen Jahren aus diversen Projekten und Formationen. Auf der Bühne geben sie sich gegenseitig viel kreativen Raum, und machen voller Entdeckergeist und Spielfreude das, was sie am besten können: Ihr Publikum mitnehmen auf musikalische Reisen quer durch Nordamerika, Südamerika und die Karibik.

Ein Highlight war dabei während einer USA-Tournee ein Doppelkonzert mit den jungen Musiker*innen der Berklee City Music All Stars in Boston. Das Berklee College of Music ist Robert Marks Alma Mater und die Einnahmen aus diesem ganz besonderen Konzert flossen in das universitätseigene Programm „Berklee City Music“, das Jugendliche aus nicht privilegierten Verhältnissen fördert.

Die Besetzung:

Angelo Signore (Keys) studierte an der Dick Grove School of Music in Los Angeles Klavier/Keys. Durch seine Vielseitigkeit als Musiker, Arrangeur, Komponist und Musical Director trat er mit den verschiedensten Künstlern auf, darunter Phil Collins, John Lord und Ian Paice, Gil Scott-Heron, Wayne Johnson (Manhattan Transfer), Bill Ramsey und vielen mehr. Aktuell ist er vor allem mit Justina Lee Brown (2.Platz European Blues Challenge 2022) sowie Larissa Baumann and Band unterwegs.

Ueli Gasser (Gitarren): Nach einem Konzertbesuch von Jimi Hendrix 1968 in Zürich war klar, dass sich Ueli Gassers Leben um die Gitarre drehen würde. Nach seinem Musikstudium in Bern ist er als freier Studio- und Tournee-Musiker u.a. mit Ian Paice, Helmut Zerlett,, Glenn Ferris, Raoul Walton, Bill Ramsey oder Vladyslav Sendecki sowie mit der DRS-Big-Band unterwegs.

Philippe Mall (Saxophone): Seit seinem Diplom von der Jazzschule und Konservatorium Bern arbeitet Philippe Mall mit vielen bekannten Schweizer Jazzmusiker’innen zusammen. Darunter sind: Dave Doran, Harald Haerter, JoJo Mayer, Vince Benedetti, Herbie Kopf, Stephan Rigert und Don Li. Er ist darüber hinaus in vielen Genres unterwegs. Neben Jazz auch in Ethno, Funk, Soul, Contemporary Music, Performance Art sowie mit DJs (Minus 8). Seit 2002 veröffentlicht er solo sowie mit dem Philippe Mall Quartet mehrere Alben.

Luciano Maranta (Bass) ist seit seinem Studium der klassischen Gitarre am Konservatorium Zürich als gefragter Bassist bei Fernsehaufzeichnungen u.a. mit Phil Collins, Joe Cocker, Kylie Minogue, Laura Pausini. Sarah Connor oder Helene Fischer zu sehen. Außerdem ist er Sideman bei einer breitgefächerten Genrepalette zwischen Big Band, Country, Italo-Pop und Gospel. Bei JOURNEYS ist er seit 2002.

Willy Kotoun (Percussion) holte sich sein perkussionistisches Rüstzeug am Instituto Superior de Arte in Havanna, Kuba. Es folgten weitere Studienaufenthalte in Kuba, Guinea, Burkina Faso und Brasilien. Seit 1982 arbeitet er als Berufsmusiker, Studiomusiker und Dozent in der Schweiz und Europa, den USA, Lateinamerika, Afrika und China, u.a. mit Nina Corti, den Stephan Kurmann Strings oder dem Projekt Sonic Calligraphy. Seit 2006 ist er Mitglied der Band JOURNEYS.
1996 kreierte er den Kurs „Rhythmik & Bewegung“, der rhythmisches und körperliches Verständnis von afrikanisch beeinflusster Musik vermittelt. Teile des Programms werden an zahlreichen Musikhochschulen und Konservatorien unterrichtet.

Robert Mark (Schlagzeug) studierte am Berklee College of Music und dem New Yorker Drummers Collective. Seine musikalische Vielseitigkeit brachte ihm Engagements in vielen Musikrichtungen von Oper, Jazz, Musical, Folk, Lounge, Fusion bis Funk. Freelance ist er außerdem an Aufnahmen für Werbespots und Filmsoundtracks beteiligt.

Text: JOURNEYS

  1. Huh!
  2. Blues it away
  3. Night in Kuravalangad
  4. Sunday morning
  5. Rue Rosa Bonheur
  6. Plata o plomo
  7. Trouble and pain
  8. Growing old
  9. Move and groove
  10. Hard rain
  11. Bye bye Corona

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