Klaus Paier & Asja Valcic - Timeless Suite

Klaus Paier & Asja Valcic - Timeless Suite

Klaus Paier & Asja Valcic
Timeless Suite

Erscheinungstermin: 28.08.2015
Label: ACT Music+Vision, 2015

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Akkordeon trifft auf Cello. Bereits seit 2008 machen Klaus  Paier und Asja Valcic gemeinsam Musik und haben ihr Zusammenspiel in über 200 Duo-Konzerten zur Meisterschaft gebracht. Als Ihr Debüt-Album „À Deux“ im Jahre 2009 erschien, traute man seinen Ohren nicht: So selten die Besetzung, so ungewöhnlich sind auch die Klänge, die die beiden ihren Instrumenten entlocken. Ist es Jazz, Klassik oder Weltmusik? Alt? Neu? Crossover?

Zeitlose, intensive, immer wieder überraschende Musik, die nicht auf einen Nenner zu bringen ist, heißt die Antwort. „Eurojazz vom Besten“ (KulturSPIEGEL), „eine kammermusikalische Reise, die keine Genregrenzen kennt“ (Concerto, AT) „ästhetisch vollendet“ (Jazz thing) mit „Energie, Emotion und einer guten Portion Humor“ (Akkordeon Magazin), ein glückliches Fest“ (Rondo), das „auf unspektakuläre Weise außergewöhnlich“ (Die Zeit) ist – all das und noch viel mehr präsentieren Paier und Valcic auch auf ihrem dritten Album „Timeless Suite“.

Die Suche nach dem perfekten Klang von Akkordeon und Bandoneon hat Klaus Paier zu einer völlig eigenen und einzigartigen Spieltechnik geführt, die sein Instrument atmen lässt, ihm Raum verschafft und ihm damit konkurrenzlose stilistische wie improvisatorische Freiheit verschafft. Neben Akkordeonvirtuosen wie Richard Galliano und, in letzter Zeit, Vincent Peirani gehört auch der Österreicher zu den Protagonisten, die ihr Instrument jenseits aller Volksmusik- Klischees populär gemacht haben. Paier: „Das Akkordeon war und ist ein Instrument verschiedener Kulturen. Es besitzt eine ganz eigene musikalische Sprache und Ausdrucksstärke. Wenn man diese Klangvielfalt ausschöpft, die folkloristischen Wurzeln und vor allem seine eigenen dabei nicht vergisst, dann kann dies eine große Faszination ausüben. Nicht nur auf mich, sondern auch auf das Publikum.“ In Asja Valcic hat Paier eine kongeniale Mitspielerin gefunden. Mit „sagenhaftem Variantenreichtum“ spielt sie ihr „Cello, das wie ein Kontrabass marschieren kann“ (KulturSPIEGEL). In Kombination schafft das traumwandlerisch spielende Gespann „eine eigenwillige Schönheit, zu der uns alle Vergleiche fehlen. Energisch atmende Kammermusik, in der Komposition und Improvisation faszinierend verlinkt sind“ (Frankfurter Allgemeine Zeitung).

Auf „Timeless Suite“ akzentuieren Paier und Valcic ihre Verwurzelung in der abendländischen Kunstmusik. Back to the roots: „Wir sind ja beide ursprünglich klassisch studierte Musiker. Asja war in der Klassikwelt noch tiefer verwurzelt als ich. Sie hat vor unserer gemeinsamen Zeit bereits unter großen Dirigenten wie Zubin Mehta und Kazushi Ōno gespielt.

Diese Vergangenheit stellen wir wieder etwas mehr in den Vordergrund.“ Dafür suchten sie sich einen ganz speziellen Ort aus: das Stift Ossiach. Das bereits im 11. Jahrhundert gegründete Benediktinerstift in Kärnten ist aufgrund seiner besonderen Akustik und inspirierenden Atmosphäre seit jeher ein Mekka für Kammermusik.

Die Suite ist der große Rahmen für die neue Einspielung: eine musikalische Form, die aufeinanderfolgende Stücke, meistens Tänze, beinhaltet. 11 Tänze bzw. tanzverwandteThemen haben Paier und Vlacic für das Album zusammengetragen. Eigenkompositionen wie auch klassische Werke, die weiterentwickelt und improvisatorisch angereichert werden. Jazz oder Tango, Walzer oder Barockmusik fließen ganz selbstverständlich und tänzerisch leicht zusammen. Für sein Stück „Incontro Con Stravinsky“ verwendet Paier beispielsweise Igor Stravinskys Ballett-Musik „Pulcinella“, die auf die italienischen Barock‐Komponisten Pergolesi und Gallo zurückgeht.

Bei Valcic wiederum ist die Musik Johann Sebastian Bachs eine prägende Inspiration, insbesondere in ihrer Bearbeitung von „Sarabande“ aus der Bach-Suite No. 5 in C-Moll für Cello. Auch das für Bandoneon und Cello komponierte „Maestoso & Melodioso“ und das temperamentvolle „Saskia’s Dance“, in dem ein Part von Bachs Toccata und Fuge in d-Moll zitiert wird, sind von dem großen deutschen Komponisten beeinflusst. Die Liebe zu Bach geht bei Valcic weit zurück: „Mit ihm kam ich als klassische Cellistin sehr früh in Berührung. Bereits mit zehn durfte ich mich an der 1. Suite für Cello solo versuchen. Mit 14 Jahren bekam ich dann eine Schallplatte des russischen Pianisten Sviatoslav Richter mit den gesamten Präludien & Fugen des Wohltemperierten Klaviers. Ganze Nächte habe ich mit dieser wunderbaren Musik verbracht! Seit damals ist diese Musik ein fixer Bestandteil meines musikalischen Bewusstseins, aus dem ich beim Komponieren und Improvisieren schöpfe. Neben der Harmonik ist vor allem die Rhythmik eine durchaus dem Jazz verwandte Komponente. Die Musik Bachs groovt enorm und das macht ihn zum zeitlosesten Komponisten der Musikgeschichte!“

Für die balladesken Stimmungen zwischen den Tänzen der Suite sorgen „Inside A Flower“ und „Amelie’s Fairy Tale“. Mit „Vocalmente“ erklingt ein langsamer Tango. Jazzig wird es bei „Green Rondo“, das auf Dave Brubecks Klassiker „Blue Rondo A La Turk“ zurückgeht.

„Timeless Suite“ verbindet vergangene Epochen mit der Gegenwart in einer unverwechselbaren Sprache. Neugier und Mut sind die herausragenden Tugenden, die die beiden abenteuerlustigen Klangraumforscher zu einer kongenialen Allianz vereint. Ein aufregender Tanz, von dem man hofft, dass er nie zu Ende geht.

Klaus Paier - accordion, bandoneon
Asja Valcic - cello

  1. Incontro con Stravinsky
  2. Inside a flower
  3. Saskia's dance
  4. Amelie's fairy tale
  5. Vocalmente
  6. Sarabande
  7. Ibiza at noon
  8. Dramatique
  9. Green rondo
  10. Maestoso & melodioso
  11. Oblivion

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