L’Antidote - L’Antidote

L’Antidote - L’Antidote - Album cover
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L’Antidote
L’Antidote

Erscheinungstermin: 26.09.2025
Label: Panderosa Music Records, 2025

L’Antidote - L’Antidote - bei JPC kaufen

jazz-fun`s recap:

Von den ersten Klängen an fasziniert die Subtilität und Schönheit dieser Musik. L’Antidote wirkt wie aus Nebel gewebt – leise, weit und durchzogen von einer unausgesprochenen Sehnsucht nach grenzenloser innerer Freiheit.

Die drei Musiker – Redi Hasa, Bijan Chemirani und Rami Khalifé – erschaffen eine beeindruckende Klanglandschaft, die von orientalischen Farben bis hin zu klassischen und jazznahen Anklängen reicht. Ihre Musik verzichtet auf jede Form von Aufdringlichkeit oder Pathos, stattdessen entfaltet sie eine klare und zugleich geheimnisvolle Botschaft. Der Hörer spürt dabei Ruhe, Tiefe und eine innere Balance.

Ein Album, das bereits mit den ersten Tönen in seinen Bann zieht – und zu dem man immer wieder zurückkehren möchte.

(Jacek Brun, 27.09.2025)

L’Antidote – Musik wie gewebt aus Nebel

Das Debütalbum L’Antidote, der erste Teil einer musikalischen Reise mit nahöstlicher Klangfarbe, erscheint bei Ponderosa Music Records. Es ist das Ergebnis der kreativen Zusammenarbeit eines besonderen Trios: Redi Hasa (Cello), Bijan Chemirani (Perkussion) und Rami Khalifé (Klavier). Bereits am 28. Februar wurde mit „Pomegranate” die erste Single veröffentlicht. Sie trägt eine Botschaft von Harmonie und Zusammenhalt in sich, die sich wie ein roter Faden durch das gesamte Album zieht. Am 21. März folgten gleich zwei weitere Stücke:
„The Orchard“, das mit weiten Klanglandschaften arbeitet, in denen sich die Instrumente gegenseitig umkreisen, sowie „Rosée“, ein atmosphärisches Stück, das Bilder ferner, geheimnisvoller Welten entstehen lässt.

Hier kommt eine Begegnung von Klängen und Kulturen, von musikalischen Sprachen, die geografisch weit auseinanderliegen und dennoch perfekt zueinander finden, zusammen. So ist ein sinnliches Album voller Bilder, Farben und Eindrücke entstanden. Über neun Tracks führt das Album durch verschiedene Emotionen bis hin zu einem fast meditativen Schlusspunkt, der die Seelenzustände der Musiker widerspiegelt. Die Musik bewegt sich zwischen Feinheit und Ekstase, ist mal hypnotisch, mal dunkel, dann wieder warm und klar – stets getragen vom intensiven Zusammenspiel der drei Instrumente.

Kann Schönheit die Welt retten? Eine große Frage, der sich drei international gefeierte Virtuosen widmen. Mit ihrem gemeinsamen Projekt suchen sie nach einer Antwort. Entstanden ist ein rein instrumentales Album, das mit Tiefe und künstlerischer Klarheit ein musikalisches Gegengewicht zu den Zumutungen unserer Zeit bildet. Bijan Chemirani, ein Meister der persischen Zarb und anderer traditioneller Schlaginstrumente, verbindet seine rhythmische Raffinesse mit mediterranen und jazzigen Einflüssen. Der albanische Cellist Redi Hasa bringt seine Erfahrungen mit süditalienischer Volksmusik ein, die er unter anderem in Projekten mit Maria Mazzotta, Ludovico Einaudi oder Robert Plant verfeinert hat. Der libanesische Pianist Rami Khalifé bewegt sich mit großer Selbstverständlichkeit zwischen Klassik und Elektronik und schafft so eine ganz eigene Klangsprache.

Zwar hatten sich ihre Wege schon früher gekreuzt, doch erst kurz vor Beginn der Pandemie trafen sie sich für ein gemeinsames Projekt in einem Studio nahe Lecce im Süden Italiens. In der weichen Herbstsonne Apuliens entstand die Idee für „L’Antidote”. „Musik ist ein Gegenmittel zur Realität, die oft von Enttäuschung und zerplatzten Träumen geprägt ist”, erklärt Rami Khalifé. „Sie hat eine heilende Wirkung auf Körper und Geist, sie beruhigt, schenkt Hoffnung und lässt uns die Dinge anders sehen. Musik kennt keine Grenzen.“

Die drei Musiker setzten im kreativen Prozess auf Improvisation. Sie verzichteten bewusst auf starre Strukturen oder feste Kompositionen. Stattdessen lauschten sie einander, ließen Raum für spontane Ideen und erschufen gemeinsam poetische Klangbilder, die von der Vielfalt des Orients und den ganz eigenen musikalischen Prägungen jedes Einzelnen inspiriert sind.

„L’Antidote ist ein Ort, an dem wir zusammenkommen und Musik machen konnten, die uns widerspiegelt und verbindet“, sagt Bijan Chemirani. Er spielt Zarb, Daf, Calabash und Saz Lafta mit der Ruhe und Souveränität eines echten Meisters. Rami Khalifé entfaltet seine Ausdruckskraft am Flügel, während Redi Hasa sein Cello in unterschiedlichsten Klangfarben singen lässt – mal minimalistisch, mal beinah barock, dann wieder schmerzlich intensiv. Tradition und Experiment greifen ineinander, unterstützt durch elektronische Effekte und gezielte Klangverfremdungen.

„Für mich ist Musik ein Atemzug, Luft, eine Begegnung. Rami, Bijan und ich haben uns gefunden, und durch die Sprache der Musik haben wir einander kennengelernt und unsere Geschichten erzählt. Dabei sind wundervolle Farben entstanden, verwurzelt in den Ländern von Bijan, Rami und mir – Albanien“, erklärt Redi Hasa.

Das Album ist geprägt von einer Atmosphäre, die zum Träumen und Nachdenken einlädt. Stücke wie „The Orchard“, „Shadows of Flowers on My Wall“, „Rosée“ oder das berührende „Pomegranate“ entfalten eine kontemplative Kraft. Doch genauso wichtig ist das Fallenlassen. In Stücken wie „Na Na Na“ oder „Dates, Figs and Nuts“ lassen sich die Musiker vom Rhythmus treiben. Die Euphorie elektronischer Beats trifft auf die ekstatische Lebensfreude der Balkanmusik: Tanz, Lachen, Weinen, Heilung. L’Antidote bündelt all diese Emotionen und schafft eine Verbindung zwischen Kulturen, die auf den ersten Blick kaum Gemeinsamkeiten aufweisen.

Redi Hasa wuchs in einer Künstlerfamilie in Albanien auf und begann im Alter von sieben Jahren, Cello zu spielen. Auf seinem Soloalbum „The Stolen Cello” erforscht er den emotionalen Dialog mit seinem Instrument, während er sich auf „My Nirvana” dem „Grunge-Herz” seiner musikalischen Biografie nähert.  Im Jahr 2010 gründete er mit der Sängerin Maria Mazzotta ein sehr erfolgreiches Duo, mit dem er zwei Alben aufnahm und bei vielen internationalen Festivals auftrat. Er arbeitete mit der Kocani Orkestar, Bobby McFerrin und Paolo Fresu zusammen und ist seit 2012 fester Teil der Band von Ludovico Einaudi.

Bijan Chemirani wurde in eine Musikerfamilie hineingeboren und lernte die persische Trommel Zarb bei seinem Vater Djamchid Chemirani und seinem Bruder Keyvan. Schon früh spielte er mit Künstlern wie Ross Daly, Dariush Talai, Ballaké Sissoko, Jean-Guihen Queyras, Sting, Sylvain Luc oder Renaud Garcia-Fons zusammen. Sein erstes eigenes Album „Gulistan, Jardin des Roses” nahm er mit 22 Jahren in Athen und Marseille auf.

Rami Khalifé, in Beirut während des libanesischen Bürgerkriegs geboren, ist bekannt für seine eigenwilligen Interpretationen klassischer Musik und seine spannenden Crossover-Projekte. Als Solist trat er unter anderem mit dem Qatar Philharmonic Orchestra, dem Globalis Orchestra und der Liverpool Philharmonic auf. Daneben schreibt er Filmmusik und gilt als eine der einflussreichsten Stimmen seiner Generation.

Text: Panderosa Music Records

Titelliste

  1. Pomegranate
  2. The orchad
  3. Desert plant
  4. Dates, figs and nuts
  5. Rosée
  6. The wind through the Cedar tree
  7. Na na na
  8. Shadows of flowers on my wall
  9. L'ombre qui passe

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