La Cozna - Ni Nuit Ni Jour
La Cozna
Ni Nuit Ni Jour
Erscheinungstermin: 23.08.2024
Label: Raffut Collectif, 2024
Musikalisch ein sehr interessantes und gut umgesetztes Projekt. Die interessante Instrumentierung und die Arrangements regen die Fantasie an und machen die Musik interessant zu hören. Wer fließend Französisch spricht, wird dieses Album noch mehr genießen. Ein sehr interessantes Projekt dieser jungen französischen Band, die sich in vielen musikalischen Genres bewegt. (Jacek Brun, 12.10.2024)
Clémence Baillot d'Estivaux - voice, cello
Clémentine Ristord - bass clarinet, saxophone, drone machine
Benjamin Garson - guitars
Pierre-Antoine Despatures - doublebass
Guest: Bruno Ducret (5,7) - voice
Das experimentelle Folkquartett La Cozna zeigt auf seinem Debütalbum Ni Nuit Ni Jour (was „Weder Tag noch Nacht“ bedeutet) eine seltene klangliche Kühnheit zwischen zeitgenössischer Musik und traditionellen Liedern des französischen Folk-Repertoires.
Was ist das Erfolgsrezept? Laut ihrem ersten Album Ni Nuit Ni Jour beruht der Erfolg von La Cozna (was im Savoyer Dialekt „die Küche“ bedeutet) auf ihren experimentellen Wurzeln, ihren komplexen Klangfarben, ihren improvisatorischen Ausflügen, der Radikalität seiner Texte, Texturen und Formen, die sich seit seiner Gründung 2021 in Grenoble auf Initiative von Clémentine Ristord (die Bassklarinette, Saxophon und Boîte à bourdon (eine Art Drehleier) spielt) in der Küche der Gruppe treffen. Neben ihr erweitern Pierre-Antoine Despatures (Kontrabass und Schlagzeug), Clémence Baillot d'Estivaux (Gesang, Cello) und Benjamin Garson (Gitarren) die Grenzen ihrer Instrumente, um die plastischen Eigenschaften des Klangs von Hand zu formen. Im Herzen ihres Klangforschungslabors überschwemmen La Cozna die musikalische Bewegung, um spektrale Konzepte und elektroakustische Praktiken zum Abendessen einzuladen und ihre ganz eigene Sprache zu formen. Wäscheklammern, Stricknadeln, Kaffeerührstäbchen, Alufolie, Trommelstöcke aus Horn, Knochen oder Bambus? All dies sind keine Utensilien mehr, sondern kühne Versuche des Quartetts, die Musik zu verfremden, ganz im Sinne ihrer ausgeprägten Vorliebe für präparierte Instrumente und Methoden der zeitgenössischen Musik. Obwohl die Mitglieder des Quartetts einen Hintergrund in der Improvisation (Jazz oder klassische Musik) haben, ist es die traditionelle Volksmusik, die sie zusammenführt.
Ni Nuit Ni Jour wurde von Gruppen wie La Nòvia, Pagans oder Hart Brut inspiriert, aber La Cozna hat auch traditionelle französische Lieder aus dem 20. Diese Frauenlieder, die in der Intimität der Küchenecken geflüstert wurden, erzählen Geschichten von Liebe, Gewalt und Freiheit und überwinden die Herrschaft mit Humor, Drama und Poesie. In Ni Nuit Ni Jour flirtet die Zweideutigkeit des Textes mit einem fiebrigen, von Sehnsucht und Dunkelheit geprägten Ton. La Coznas Ziel ist es, heute ein Repertoire von Texten mit einer politischen Agenda in Bezug auf die zeitgenössischen feministischen Kämpfe zu schaffen und marginalisierte ländliche Stimmen zu Gehör zu bringen, die durch die himmlische Stimme von Clémence Baillot d'Estivaux zum Leben erweckt werden. Um sowohl das Kontinuum der Kämpfe als auch das des Klangs zu fördern, stützt sich die Orchestrierung von La Coznai auch auf eine Boîte à Bourdon, die der experimentelle Gitarrenbauer Léo Maurel aus einer motorisierten Drehleier gebaut hat. Die Terroir-Textur des traditionellen Instruments wird durch den hochkreativen Einsatz des Studios verklärt. An der Schnittstelle zwischen Welten und Sprachen präsentiert das experimentelle Folk-Quartett mit Ni Nuit Ni Jour ein mutiges Debütalbum, das die Zukunft der Musik in alten Töpfen auf den Punkt bringt. La Cozna verehren nicht die Asche, sondern geben das Feuer weiter!
- Réveillez-vous
- Marguerite
- Blanche biche
- La chasse
- Les transformations
- La jardinière
- Quand j’étais fille à marier
- Là-haut dedans la tour
- Rosette
- Le jardin des amours
- Les amants sont volages
- Songez à votre monde
jazz-fun`s recap:
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