Luca Aquino Italian - Song Book

Luca Aquino Italian - Song Book

Luca Aquino
Italian Song Book

Erscheinungstermin: 14.06.2019
Label: ACT, 2019

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Luca Aquino - trumpet, flugelhorn & trombone
Danilo Rea - piano
Natalino Marchetti - accordion

Orchestra Filarmonica di Benevento
arranged and conducted by Giovanni Francesca
Fabio Giachino - piano & keys
Rino De Patre - classical guitar
Ruben Bellavia - drums

Manchmal bestimmt das Schicksal den weiteren Lebensweg. So erging es dem 1974 geborenen Trompeter Luca Aquino, als er im Sommer 2017 mit seinem Instrument im Gepäck startklar für seine „Jazz-Bike-Tour“ war… aber dann doch nicht losfahren konnte: Eine plötzlich auftretende Gesichtslähmung zerstörte jäh die Idee, von seiner süditalienischen Heimatstadt Benevento nach Oslo zu radeln und auf dem Weg bei bedeutenden Jazz Festivals und in einigen der schönsten Städten Europas zu spielen. Statt auf Konzertbühnen zu stehen, stand für Aquino Physiotherapie auf der Tagesordnung, um die Lähmung des Gesichtsnervs zu heilen. Über ein Jahr musste er seine Trompete ruhen lassen, anschließend das Spielen quasi neu erlernen. Eine Zeit zwischen drohendem Karriereende und der Hoffnung bald wieder öffentlich auftreten zu können. Keine einfache Zeit für einen der profiliertesten Jazzmusiker Italiens, der bereits 11 Alben unter eigenen Namen veröffentlicht hatte und festes Bandmitglied von Manu Katché war. Aber er schaffte es, ins Musikleben zurückzukehren.

Für Aquino war dies aber auch eine Zeit der Selbstreflexion. Das „Italian Songbook“ war die logische Konsequenz: „Seit ich ein kleines Kind bin, hat mich die traditionelle Musik und das populäre Liedgut meiner Heimat begleitet. Überall lag Musik in der Luft, auf der Straße, im Radio wurden die neuesten Schlager gespielt und meine Mutter sang mir oft etwas vor. Mein Opa sagte immer, dass ich zuerst die damals aktuellen Melodien pfeifen konnte, bevor ich laufen lernte. Ein neapolitanisches Lied war das erste Stück, das ich auf der Trompete spielte. Während meiner krankheitsbedingten Zwangspause beschloss ich, auf diese Musik zurückzublicken, um neu anzufangen.“

Filmmusik von Ennio Morricone und Nino Rota, Interpretationen großer Lieder der Cantautori Luigi Tenco, Lucio Dalla, Fabrizio De André und Adriano Celentano sowie Stücke fast vergessener Pioniere der italienischen Musikkultur wie Mario Pasquale Costa oder Gorni Kramer – das Repertoire von Aquinos ganz persönlichem „Italian Songbook“ ist weitgespannt.

Prominente Unterstützung erhält Aquino bei einigen Stücken von dem Pianisten Danilo Rea. Gemeinsam mit dem Akkordeonisten Natalino Marchetti schaffen sie Musik mit tiefer Innigkeit. Der große Klangteppich wird ausgebreitet, wenn Aquinos Band mit dem Orchestra Filarmonica di Benevento ertönt. Sanft und intim im Trio, aber auch orchestrale Opulenz, dieses Spannungsverhältnis macht den Reiz des „Italian Songbook“ aus.

Aquinos Hingabe für die musikalischen Vorlagen hört man mit jeder Note. Mit weichem Ton und großer Eindringlichkeit bringt er die Schönheit der berühmten Melodien zur vollen Entfaltung. Und so ist das „Italian Songbook“ zu einer emotionalen Hommage an die Musik seiner Heimat geworden. Das Schicksal wird schon seine Gründe dafür gehabt haben.

  1. Deborah’s Theme
  2. Scalinatella
  3. La canzone dell’amore perduto
  4. Caruso
  5. Storia d’amore
  6. Almeno tu nell’universo
  7. Un giorno dopo l’altro
  8. Era de maggio
  9. So che ti perderò
  10. Anema e core
  11. Pippo non lo sa
  12. La strada

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