Manu Katche - Live In Concert

Manu Katche - Live In Concert

Manu Katche
Live In Concert

Erscheinungstermin: 15.08.2014
Label: ACT, 2014

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Luca Aquino, trumpet
Tore Brunborg, saxophones and synth bass
Jim “ James” Watson, piano & Hammond B3
Manu Katché, drums

Juni. Montagabend. Manu Katché und Band live im voll besetzten Pariser Jazzclub “New Morning” - und es liegt etwas in der Luft. Das Konzert beginnt und alle spüren sofort, dass dies der Beginn einer Reise ist. Und die ist nicht zu bremsen. Katché sitzt hinter dem Schlagzeug, mit einem für ihn typischen breiten Grinsen im Gesicht, und man merkt ihm an, dass er es kaum erwarten kann, endlich zu spielen. Die Bassdrum setzt einen klaren Puls, darüber schimmern flirrende Beckensounds. Katché lässt die Sticks in hohem Bogen durch die Luft fliegen, um sie dann sanft federnd landen zu lassen. Von der ersten Note an besticht er mit einer konkurrenzlos eleganten Dynamik, die längst zu seinem Markenzeichen geworden ist.

Manu Katché ist einer der größten und wiedererkennbarsten Stilisten seines Instruments. Wegen seines speziellen Anschlags und seiner unverwechselbaren Mischung aus Eleganz und Kraft sitzt er für Weltstars aus Pop und Jazz an den Drums. Bis heute ist er Drummer der ersten Wahl für Peter Gabriel, prägte unter anderem dessen größten Hit „Sledgehammer“ und war zuletzt unbestreitbarer Mittelpunkt der Liveband auf dessen gefeierter „Back to front“ Welttournee. Ebenso bedeutsam ist seine langjährige Zusammenarbeit mit Sting - und wieder prägt seine Handschrift überdeutlich dessen größten Hit „Englishman in New York“. Zufall? Sicher nicht. Die Liste der Popgrößen, mit denen Katché gearbeitet hat, ließe sich noch lange fortsetzen, doch: von Anbeginn zieht sich gleichermaßen der Jazz als roter Faden durch seine Karriere. Besonders bekannt wurde er als langjähriges Mitglied der Jan Garbarek Group. In seiner eigenen Musiksendung „One Shot Not“ auf arte traf er außerdem als musikalischer Gastgeber auf zahllose Größen der unterschiedlichsten Musikrichtungen.

Der Abend im Pariser „New Morning“ gehört ganz Katché’s eigener Musik. Sieben international vielbeachtete Alben hat er unter seinem Namen veröffentlicht. Auf „Manu Katché - Live in Concert“ zeigt er nun einen eindrucksvollen Querschnitt seiner Kompositionen, zusammen mit seiner Band, die hörbar Spaß am energiegelandenen Zusammenspiel hat.

Vom ersten Ton an kosten alle Beteiligten die Freiheiten des Livekonzertes aus und fordern sich, inspiriert von der besonderen Atmosphäre des Konzerts, immer mehr gegenseitig heraus. Die Interaktion mit dem Publikum macht einen großen Teil der Faszination des Albums aus. Katché bringt es später am Abend auf den Punkt: „Wir hätten niemals so viel Freude daran gehabt, dieselben Dinge ohne Publikum zu spielen.“

Über 130 Konzerte hat die Band alleine im letzten Jahr zusammen gespielt und das hört man. Katché gelingt in diesem Kontext ein seltener Spagat: Zum einen legt er mit seinen so klaren und hochintensiven und zugleich federleichten und organischen Grooves das unverrückbare Fundament für die Band. Gleichzeitig setzt er ständig die für ihn so unverwechselbaren kleinen Akzente und Farbtupfer und fast melodischen, in ihrem Variantenreichtum schier unerschöpflichen Motive, die seinem Spiel eine einzigartige Musikalität verleihen. Umrahmt wird das Spiel der Band von den Hammondorgel-Texturen Jim Watsons, der gleichzeitig an vielen Stellen die Bassparts beisteuert und andernorts ebenso am Flügel glänzt. Zusammen mit Katché’s Schlagzeugspiel die perfekte Grundlage für die beiden Bläser Luca Aquino an der Trompete und Tore Brunborg an Tenor- und Sopransaxofon.

Spätestens mit dem treibenden Groove von „Clubbing“ hebt die Musik endgültig ab. Doch auch in den intensivsten Momenten ist sie weit entfernt von der Zurschaustellung reiner Virtuosität. Immer steht der Song und dessen Atmosphäre im Vordergrund, stets atmet und lebt die Musik im sensiblen Zusammenspiel und gegenseitigen Respekt aller Beteiligten. Ganz am Schluss stimmt das Publikum schließlich mit in das Thema von "Snapshot" ein, die Grenze zwischen Band und Zuhörern verwischt endgültig. Ein Abend, das spürt man noch, als sich die Besucher auf den Heimweg machen, der lange nachwirken wird.

  1. Pieces of emotion
  2. Shine and blue
  3. Song for her
  4. Loving you
  5. Clubbing
  6. Springtime dancing
  7. Walking by your side
  8. Beats and bounce
  9. Drum Solo
  10. Snapshot

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