Marcus Klossek - Blink 6

Marcus Klossek - Blink 6

Marcus Klossek
Blink 6

Erscheinungstermin: 22.09.2023
Label: Double Moon, 2023

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jazz-fun`s recap:

Dank der umfangreichen Instrumentierung und der geschickten Arrangements klingt die Musik auf diesem Album manchmal fast orchestral. Wunderschöne Soli von Nikolaus Neuser an der Trompete, Ignaz Dinne am Saxophon und Anke Lucks an der Posaune! Noch mehr fällt die Leadgitarre mit ihrem klaren Sound auf, den man von Marcus Klossek gewohnt ist. Die Musik flüstert mit bunten Effekten, pulsiert mit unterschwelliger Energie und swingt, wenn es darauf ankommt.

Marcus Klossek - guitar
Anke Lucks - Trombone
Nikolaus Neuser - Trumpet
Derek Scherzer - Drums
Ignaz Dinne - Tenor Saxophone
Carsten Hein - Bass

Gitarrist Marcus Klossek - ein Meister an der Fender Telecaster, die auch Bill Frisell und Jakob Bro gerne spielen - hat die letzten zehn Jahre vor allem mit seinem Electric Trio, zu dem Carsten Hein am Bass und Derek Scherzer am Schlagzeug gehören, für Aufsehen gesorgt. Für seine neue Band Blink 6 hat Klossek dieses Trio um drei Bläser der Berliner Szene verstärkt, nämlich die Posaunistin Anke Lucks (Insomnia Brass Band), den Trompeter Nikolaus Neuser (Potsa Lotsa, Fun Horns) und den Tenorsaxofonisten Ignaz Dinné. „Ich habe angefangen, für eine Sextettbesetzung zu komponieren, ohne zu wissen, wer das spielen soll“, erzählt der Gitarrist.

„Als ich nach einem halben Jahr acht Stücke geschrieben hatte, brauchte ich Musiker, die gut Noten lesen können, die über Changes improvisieren können und die frei improvisieren können.“ Mit Ignaz Dinné hatte er schnell den richtigen Tenorsaxofonisten gefunden - „In ‚Reason 27‘ spielt Ignaz ein tolles freies Solo“, freut Klossek sich -, Trompeter Nikolaus Neuser war ihm in der Band Potsa Lotsa aufgefallen. Anke Lucks kannte Klossek von der Insomnia Brass Band, war aber vor allem von einem Youtube-Video angetan, das er im Internet entdeckt hatte. „Sie kann auch gut über Changes spielen“, zeigt sich der Gitarrist beeindruckt, der nach einer kurzen Probenphase und ein paar Konzerten mit dem Sextett ins Berliner Zentrifuge Studio gegangen ist, wo Tito Knapp die Musik aufgezeichnet hat.

Zusammen mit Knapp hat Klossek die Musik dann gemischt, das Mastering hat Johannes Kellig in den renommierten Bauer Studios in Ludwigsburg vorgenommen. Produziert wurde „Blink 6“ von Klossek. „Beim Komponieren habe ich es einfach laufen lassen, ohne das Hervorgebrachte ständig zu beurteilen“, erinnert Klossek sich. „Das hat enorm geholfen, das Material zu formen. Hinterher bin ich natürlich noch einmal drüber gegangen und war dann mit dem Ergebnis sehr glücklich.“ Die acht Songs leben von vielen Einflüssen und bewegen sich zwischen zeitgenössischem Jazz, experimentellem Rock und Neuer Musik.

Die multidimensionale Einheit, zu der sich Blink 6 als Band ziemlich schnell entwickelt haben, filtert Klosseks Musik durch die verschiedenen Blickwinkel der beteiligten Musikerinnen und Musiker. Bei Konzerten klingen die Songs dadurch nicht nur jedesmal anders, es ist Blink 6 auch im Studio gelungen, ihre Erforschung von Melodie, Harmonie und Rhythmus jederzeit aufregend und frisch klingen zu lassen. Als Gitarrist hat Marcus Klossek sich auf „Blink 6“, seinem zehnten Album als Bandleader, absichtlich etwas zurückgehalten, denn natürlich war ihm klar, dass er bei diesem Projekt nicht mehr im Zentrum der Musik steht. Im Zentrum steht die Musik selbst und die ist durch das Zusammenspiel der drei Bläser mit Klosseks Electric Trio nicht nur über das ursprünglich komponierte Material hinausgewachsen - sie beschert den Hörern auch ein Klangerlebnis zwischen innovativer Kraft und einem druckvollen Vibe.

Text: Double Moon Records

  1. Tamoure (five eight)
  2. Blissed out
  3. Second way
  4. Every. single. day.
  5. Reason 27
  6. Tough town
  7. Let it go
  8. Think about beginning

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