Maria Farantouri - Maria Farantouri Sings Taner Akyol

Maria Farantouri - Maria Farantouri Sings Taner Akyol

Maria Farantouri
Maria Farantouri Sings Taner Akyol

Erscheinungstermin: 01.04.2011
Label: Enja, 2011

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Maria Farantouri, geb. 1947 wird oft in einem Atemzug mit Mikis Theodorakis genannt, da sie in vielen seiner Oratorien und Liederzyklen die weibliche Solostimme singt (Theodorakis nannte sie „seine Priesterin“). Internationalen Ruhm erlangte sie in den siebziger und achtziger Jahren vor allem durch Pablo Nerudas Canto General. Seit den neunziger Jahren widmet sie sich zunehmend auch eigenen Projekten. Maria Farantouri, „die größte Stimme Griechenlands“, ist eine herausragende Gestalt der griechischen Musikszene die inzwischen eine unumstrittene Diva europäischen Formats geworden ist, und sich mit Leichtigkeit zwischen Tradition, Pop und Moderne bewegt.

Ihre Stimme ist schlicht einmalig und bewegt sich auf einem feinen Grat zwischen Naturstimme und klassischer Ausbildung. 1982-83 trat sie bei mehreren Großkonzerten der westdeutschen Friedensbewegung auf, teilweise gemeinsam mit dem türkischen Sänger Zülfü Livaneli (der zur vorliegenden CD einen Text beigesteuert hat) - dies auch als bewusster Protest gegen die traditionellen Feindseligkeiten zwischen griechischen und türkischen Nationalisten. Auf der Bühne und im Studio trat sie mit John Williams, Leo Brower, Vangelis, Lucio Dalla, Zubin Mehta und vielen anderen auf. 1995 feierte Maria ihr internationales Comeback mit Konzerten in Europa, den USA, Kanada und Australien. Im Juli 2009 nahm sie zusammen mit Milva und Petros Pandis beim Konzert anlässlich des 75. Geburtstags von Theodorakis auf dem Münchner Königsplatz teil, einem von der Presse und dem Publikum gefeierten Großereignis das sich dieses Jahr zu Theodorakis 85. Geburtstag im Brunnenhof der Residenz in München wiederholt.

Maria Farantouri sings Taner Akyol ist für sie eine Fortsetzung ihres langen politischen Engagements in dem sie sich immer bewusst für Freiheit und Demokatie eingesetzt hat. Sie singt griechische Übersetzungen der alten anatolischen Texte und einen Text (Daye Daye) in Zaza, einer sehr alten anatolischen Sprache die auch als kurdischer Dialekt bezeichnet wird.

Taner Akyol wurde 1977 in Bursa (Türkei) geboren und lernte von klein auf Baglama, Violine und Klavier. Schon als Teenager arbeitete er professionell als Baglama-Spieler. Mit 19 Jahren zog er nach Berlin: Dort studierte er Komposition bei Prof. Kyburz (Hanns Eisler Musikhochschule) und nach dem Diplom-Abschluss (2003) bei Prof. Zimmermann (Universität der Künste). Er gründete das interkulturelle Ensemble Cornucopia und leitet seit 2004 das "ta Musikatelier" in Berlin. 2007 veröffentlichte er seine erste CD Birds of Passage. Akyol komponierte auch die Musik zum Audio Buch von Orhan Pamuk’s Rot is mein Name. Als Baglama-Solist und als Komponist von Kammermusik wurde Taner Akyol mit diversen Preisen ausgezeichnet (MusicaVitale, Hanns Eisler Award). Er war der Erste, der die Baglama der europäischen Komponisten- und Hochschulszene nahebrachte. Die Baglama (auch: Saz, Tanbur, Dombra, Setar, Dutar) ist eine orientalische Langhalslaute, die in vielen Musiktraditionen zwischen Balkan und Zentralasien verwendet wird. So bringt einerseits Akyol die Baglama auf westliche Konzertbühnen, andererseits beginnt er im Trio auch in Jazzclubs und auf Festivals zu spielen.

,,Da trifft Westeuropäisches Instrumentarium in Form eines Berliner Orchesters auf Akyols Langhalslaute. Farantouri verleiht den erhabenen Harmonien mit ihrer großartigen Stimme melancholische Würde." (Jazzthing, 02-03 / 2011)

  1. Bilen Gelsin (Let Him Come Who Knows)
  2. Vay Gurbet (Ah, Exile)
  3. Hapisteler Ama (But They're In Prison)
  4. Göçmen Kuslar (Birds Of Passage)
  5. Yildiz Dagi (Star Mountain)
  6. Sukunum Sana (Mute)
  7. Su (Water)
  8. Cananim (Beloved)
  9. Daye Daye (Mother, Mother)
  10. Anlaymazsin (You Wouldn't Understand)
  11. Garip (Forlorn)

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