Marko Mebus Quintett - All those Things Still to be Said

Marko Mebus Quintett - All those Things Still to be Said
Marko Mebus Quintett - All those Things Still to be Said

Marko Mebus Quintett
All those Things Still to be Said

Erscheinungstermin: 15.12.2023
Label: Rosenau Records, 2023

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jazz-fun`s recap:

Das Album ist sehr beeindruckend, besonders die langen, freien und subtilen Improvisationen des Leaders. Die Kompositionen sind klar, ansprechend mit interessanten Strukturen. Ein großartiges Album, wir sind begeistert!

Julius Gawlik - Tenorsaxophon
Marko Mebus - Trompete, Flügelhorn
Felix Hauptmann - Klavier
Yannik Tiemann - Bass
Jan Philipp - Schlagzeug

Es gibt viele klischeebehaftete Attribute, die man einer Trompete zuschreibt: laut, schrill, mächtig. Auch den ein oder anderen Witz, muss man als Trompeter ertragen. Wie zum Beispiel die Frage, warum man sich trotz der wenigen Tasten ständig vergreife. Dass der Sound der Blechröhre auch samtweich daherkommen kann, beweist der 1993 in Bonn geborene Trompeter, Arrangeur und Komponist Marko Mebus, der exzellent und überaus virtuos besagte drei Tasten zu bedienen versteht. Nachzuhören auf seinem aktuellen Album „All Those Things Still To be Said“.

Als erster Trompeter erhielt er im Herbst 2023 für sein „außergewöhnliches musikalisches Gespür“ den Wormser Jazzpreis verliehen. Dabei verdankte es Mebus eher dem Zufall, dass er damals mit 10 Jahren zu seinem Instrument fand. Das verspätete Eintreffen am Vorspielabend des heimischen Musikvereins hatte nämlich einst zur Folge, dass die meisten Instrumentengruppen bereits abgereist waren. Nur der Trompetenlehrer wartete noch auf einen Aspiranten. „Na gut“, dachte sich der junge Mebus kurzentschlossen, „dann nehm‘ ich halt den.“ Ein Glücksfall für ihn und die Jazzszene, wie sich herausstellen sollte.

20 Jahre später hat er viel Erfahrung gesammelt und ist bei zahlreichen Kooperationen zu hören. Von 2016 bis 2018 war er Mitglied des Bundesjazzorchesters, nach seinem Trompetenstudium an der Hochschule für Musik Mainz bei Axel Schlosser und Frank Wellert wurde er Mitglied des Bundesjazzorchesters, ging mit der Bigband des Hessischen Rundfunks ins Studio, spielte mit dem Sunday Night Orchestra, dem Jazz-Echo-Preisträger Lutz Häfner, „Tatort“-Titel-Legende Klaus Doldinger oder Schwedens bekanntestem Posaunisten Nils Landgren. Auch die Singer-Songwriterin Annett Louisan holte ihn auf eines ihrer Alben.

Als Solist bewegt sich Marko Mebus gerne durch alle Stile, als Komponist wandelt er gekonnt auf dem Grat zwischen Jazz-Tradition und Moderne, für ihn kein Balanceakt. Seine Eigenkompositionen sind tiefsinnig, melodisch, manchmal mystisch. Er schätze die Melancholie Kenny Wheelers, erzählt er im Interview. Aber auch die Impulsivität eines Freddie Hubbard, die Lässigkeit eines Roy Hargrove oder den Lebensentwurf des klassischen Trompeter Bud Herseth.

Als erster Trompeter erhielt er im Herbst 2023 für sein „außergewöhnliches musikalisches Gespür“ den Wormser Jazzpreis verliehen. Dabei verdankte es Mebus eher dem Zufall, dass er damals mit 10 Jahren zu seinem Instrument fand. Das verspätete Eintreffen am Vorspielabend des heimischen Musikvereins hatte nämlich einst zur Folge, dass die meisten Instrumentengruppen bereits abgereist waren. Nur der Trompetenlehrer wartete noch auf einen Aspiranten. „Na gut“, dachte sich der junge Mebus kurzentschlossen, „dann nehm‘ ich halt den.“ Ein Glücksfall für ihn und die Jazzszene, wie sich herausstellen sollte.

20 Jahre später hat er viel Erfahrung gesammelt und ist bei zahlreichen Kooperationen zu hören. Von 2016 bis 2018 war er Mitglied des Bundesjazzorchesters, nach seinem Trompetenstudium an der Hochschule für Musik Mainz bei Axel Schlosser und Frank Wellert wurde er Mitglied des Bundesjazzorchesters, ging mit der Bigband des Hessischen Rundfunks ins Studio, spielte mit dem Sunday Night Orchestra, dem Jazz-Echo-Preisträger Lutz Häfner, „Tatort“-Titel-Legende Klaus Doldinger oder Schwedens bekanntestem Posaunisten Nils Landgren. Auch die Singer-Songwriterin Annett Louisan holte ihn auf eines ihrer Alben.

Als Solist bewegt sich Marko Mebus gerne durch alle Stile, als Komponist wandelt er gekonnt auf dem Grat zwischen Jazz-Tradition und Moderne, für ihn kein Balanceakt. Seine Eigenkompositionen sind tiefsinnig, melodisch, manchmal mystisch. Er schätze die Melancholie Kenny Wheelers, erzählt er im Interview. Aber auch die Impulsivität eines Freddie Hubbard, die Lässigkeit eines Roy Hargrove oder den Lebensentwurf des klassischen Trompeter Bud Herseth.

Für seinen Erstling unter eigenem Namen wählte er die Quintett-Besetzung, mit Julius Gawlik am Tenorsaxophon, Felix Hauptmann am Klavier, Yannik Tiemann am Bass und Jan Philipp am Schlagzeug. Es sind die vielseitigen Gestaltungsmöglichkeiten, die ihn am Quintett faszinieren. Häufig arrangiert er die Melodieführung zweistimmig für wahlweise Trompete oder Flügelhorn und Tenorsaxophon und kann zudem das volle Klangspektrum des Pianos nutzen. „Die Wahl der Besetzung liegt an meiner Vorliebe für komplizierte und verschnörkelte Harmonik. Die kann ich im Quintett besser abbilden. Das Tenorsax harmoniert toll mit dem Sound der Trompete, das Klavier ergänzt die Brillanz und mit Bass und Schlagzeug funktioniert meine Musik immer noch als vollwertiges Trio, wenn die Bläser pausieren“, so der Bandleader.

Marko Mebus ist ein ausdrucksstarkes, virtuoses Debüt-Album gelungen, dass nachdenklich stimmt (siehe hierzu auch die Liner Notes im Booklet). Man darf auf künftiges aus seiner Feder gespannt sein. Auf all die Dinge eben, die von ihm noch erzählt werden müssen.

Text: Rosenau Records

  1. Evil or dumb
  2. Fanfare
  3. Movement
  4. All those thins still to be said
  5. The home
  6. Whiteout
  7. Late October brume

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