Martin Tingvall - Distance

Martin Tingvall - Distance

Martin Tingvall
Distance

Erscheinungstermin: 31.07.2015
Label: Skip, 2015

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Als Martin Tingvall 2012 sein erstes Solo Album „en ny dag“ (SKP 9117) veröffentlichte, präsentierte er eine andere neue Facette, nämlich die ruhige Seite seines künstlerischen Schaffens, die ZEIT lobte das Album als „innig, verhalten, ergreifend schön“ und konstatierte „Tingvall sammelt die Jazzfreunde da ein, wo Keith Jarrett und Chick Corea sie einst haben stehen lassen …“, die FAZ ergänzte: „Tingvalls Lyrik bemüht sich, unser Zutrauen ins Unscheinbare zu stärken.“ Die Poesie, mit der Martin Tingvall seine Hörer berührte, traf den Nerv eines Publikums, das Informationsüberflutung und sich überbietende Superlative für einen Augenblick aussperren wollte. Und die Frage, ob denn das Jazz oder Klassik sei, beantwortete das deutsche Feuilleton mit dem Schluss, dass dies eine Musik sei, die keine Trennung nach Genres kannte, die demzufolge Edvard Grieg genauso nahe stand wie Chick Coreas Children‘s Songs.

Mit „Distance“ (SKP 9147) beschreitet Martin Tingvall den eingeschlagen Weg seiner Solo – Werke konsequent weiter. Mit diesem Album geht er nach eigenen Worten „auf die Suche nach der Distanz. Distanz zur Schnelllebigkeit unserer heutigen Zeit, aber zum Beispiel auch die Entfernung, die entsteht, wenn man sich kaum mehr persönlich trifft, weil die meisten zwischenmenschlichen Kontakte über digitale Medien laufen.“ Mit diesem Album will er einen Kontrapunkt setzen gegen die Entfernungen, die Entwicklungen der heutigen Zeit mit sich bringen.

„Auf der Suche nach Distanz bin ich nach Island gereist und habe dort viel Inspiration für die Musik zu diesem Album bekommen. Einem Land, das einem eine ganz neue Perspektive gibt. Und trotz oder vielleicht gerade wegen der riesigen Entfernungen dort habe ich das Gefühl gehabt, dass es eine viel größere zwischenmenschliche Nähe gibt.“

„Abstand vom schnelllebigen Alltag – eine kleine Pause – ein wenig Distanz – Ruhe und Zeit für neue Perspektiven.“ Formulierungen, mit denen der in Hamburg lebende schwedische Pianist versucht, seinen Beitrag zum Innehalten im tagtäglichen Overload zu beschreiben.

  1. An idea of distance
  2. The journey
  3. Open land
  4. Requiem
  5. Quiet days
  6. A blues
  7. Black sand
  8. The stream
  9. Last summer
  10. Folkways
  11. The hunt
  12. From a distance

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