Melody Gardot - Currency Of Man

Melody Gardot - Currency Of Man

Melody Gardot
Currency Of Man

Erscheinungstermin: 29.05.2015
Label: Decca, 2015

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Melody Gardots neuer Klang
Beim Equipment ließen sich Melody Gardot und Larry Klein vom französischen Ingenieur Maxime Le Guil beraten. So sorgen analoges Equipment, alte Mikrofone, Röhrenverstärker und echte Tonbänder auf der neuen CD für sanftes Knistern und warme Töne. Außerdem ließ Melody Gardot für »Currency of Man« ihren Flügel und nachfolgend alle Instrumente der Produktion von 440-Herz-Stimmung auf 432 Herz herunter stimmen. Abweichungen von der genormten 440-Herz-Stimmung gibt es sonst meistens nur in der sogenannten historischen Aufführungspraxis der klassischen Musik. Melody ist überzeugt, dass die veränderte, tiefere Stimmung andere Resonanzen in Musikern und Hörern erzeugt. Für sie ist dieser Klang einerseits entspannender und andererseits erfrischender. Die »Currency of Man«, die Währung der Menschen, ist die gegenseitige Achtung, die wir einander entgegenbringen. Dieses wichtige Thema soll Anklang finden und Nachhall erzeugen. Die Wirkung der Technik und der Stimmung unterstützt diese Aussage.

Auf ihrem neuen Album ist Melody Gardot öfter an der E-Gitarre als am Flügel zu hören. Die elektrischen Gitarren der Band werden durch esoterische Orchesterklänge, Bläser und einen pulsierenden Bass ergänzt. Stilistisch ist »Currency of Man« zwischen Jazz, Blues und R’n’B angesiedelt. Der Klang wird von Gardot selbst als ungewöhnlich beschrieben. Da er als fiktive Filmmusik konzipiert ist, fügen Gardot und Larry Klein auch Alltagsgeräusche aus der Welt der Protagonisten hinzu. Auf dem Song »Preacherman«, der vom Schicksal Emmit Tills handelt, singt außerdem ein Chor, der aus Facebook-Fans von Melody Gardot besteht. Im Kontrast zur Retro-Aufnahmetechnik des restlichen Albums wurden für diesen Chor über 100 Tonspuren, die ihr die Fans zur Verfügung stellten, zusammengefügt.

Langjährige Fans von Melody Gardot werden auf »Currency of Man« auch Gewohntes wiederfinden. Ihre warme, einzigartige Stimme und ihr Songwriting verschmelzen in »No Man’s Prize« beispielsweise zu einem Song, der stilsicher den Sound des American Songbook trifft. An die wunderschönen Balladen früherer Alben knüpft sie mit »If Ever I Recall Your Face« an. Tiefster Blues und solide Grooves im neuen Sound bieten vor allem »Don’t Misunderstand«, »Same To You« und »It Gonna Come«. Die heiteren Stücke des Albums sind »Morning Sun« und »Once I Was Loved«.

Mit »Currency of Man« legt Melody Gardot ein zugängliches Album zu einem tiefgründigen Thema vor. Die bewusst schlicht gehaltenen Texte vertont sie anspruchsvoll und fügt sie zu einem imaginären musikalischen Film zusammen. Melody Gardot hat einen Weg gefunden, durch die Musik an die Menschlichkeit ihrer Hörer zu appellieren. Ein ganz großer Wurf.

  1. It Gonna Come
  2. Preacherman
  3. Morning Sun
  4. Same to You
  5. Don’t Misunderstand
  6. Don’t Talk
  7. If Ever I Recall Your Face
  8. Bad News
  9. She Don’t Know
  10. Once I Was Loved

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