MoonMot - Going Down The Well

MoonMot - Going Down The Well

MoonMot
Going Down The Well

Erscheinungstermin: 14.02.2020
Label: Unit Records, 2020

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Dee Byrne - alto saxophone, effects
Simon Petermann - trombone, effects
Cath Roberts - baritone saxophone
Oli Kuster - fender rhodes, effects Guitar
Seth Bennett - bass
Johnny Hunter - drums

Auf ihrem Album GOING DOWN THE WELL zeigt die Band MoonMot, wohin sich der Jazz im 21. Jahrhundert bewegt. Das Sextett aus der Schweiz und Grossbritannien vermengt in ihrem Erstling die grossen musikalischen Ideen der vergangenen Jahrzehnte raffiniert und voller Spielfreude mit dem ganz grossen Rucksack der Jazztradition.

MoonMot denkt den Gedanken Jazz im 21. Jahrhundert zu Ende und reichert ihre Stücke mit den Errungenschaften der neueren Musikgeschichte an. Dabei stellt die Band immer die Musik ins Zentrum und jongliert virtuos mit allerlei Klang- und Kompositionskonzepten: Aus Zwölftonreihen entstehen wohlklingende Melodien, neben dem Fender Rhodes beherrscht auch die Hornsection ihre Electronics und formal überrascht die Band sowohl mit klassischen Songformen wie auch linear angelegten Kompositionen. Diverse Abstecher in verzwackte ungerade Rhythmen und Stellungnahmen zu politischen Themen machen dieses Album zu einem starken musikalischen Statement. Passend dazu zeigt das auffallende, in Neongrün leuchtende Cover eine grafische Notation, die auf dem Album zu hören ist.

So ausgeklügelt wie die Kompositionen auch gestaltet sind: Die wahre Leidenschaft von MoonMot gilt dem Zusammenspiel. Die Band hat am Festival Jazzwerkstatt Bern 2017 zusammengefunden und auf Anhieb festgestellt, dass alle sechs dieselbe Auffassung von Jazz und Improvisation teilen. Das Ausgangsmaterial der Kompositionen wird kreativ genutzt, um eine gemeinsame musikalische Idee zu entwickeln, mit der jederzeit alles passieren kann. Die sechs MusikerInnen sind improvisatorisch mit allen Wassern gewaschen und fühlen sich in vielerlei Improvisationskonzepten zuhause. Ob klassisch "Time and Changes" oder in avantgardistischen Konzeptimpros – die MusikerInnen sprühen vor Einfällen und spielen sich diese mit Leichtigkeit zu, bauen daraus pulsierenden Grooves oder finden sich in flächigen Texturen. Im Interplay zelebriert die Band, was die Lust am Jazz schon immer ausgemacht hat: Eine ausgeprägte Spontaneität, die gegenseitige Einflussnahme auf die gemeinsame Musik, eine erfrischend radikale Haltung mit einer gesunden Portion Risiko, stets am Puls der Zeit und immer auf der Suche nach einem kollektiven Wagnis.

Die Entstehungsgeschichte des Albums verdeutlicht diese Attitude: Im Frühling 2019 spielte die Band eine Tournee quer durch die Schweiz. Aus London, Manchester, Dundee und Bern kommend, trafen sich die MusikerInnen anfangs der Tourwoche mit neuen Kompositionen. 6 Tage und 6 Konzerte später wurde GOING DOWN THE WELL live im BeJazz Club in Bern aufgenommen. Die Band spielt Live-Musik frisch von der Leber weg, zelebriert die Freude an der gemeinsamen Schaffenskraft und zieht so die Hörer vom ersten Ton an in ihren Bann.

  1. Going down the well
  2. 35 years
  3. The roundabout
  4. Threnody for the english polity
  5. Avignon
  6. Sonata d'alouatta
  7. The impossible made possible
  8. Brimbore

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